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Kroatien wechselt zur E-Vignette: Welche Änderungen für Autofahrer bevorstehen

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Von: Simon Mones

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Kroatien gehört zu den zahlreichen Ländern in Europa, die für die Nutzung der Autobahn eine Maut erheben. Ab Ende 2024 sollen die Mautstellen jedoch einer digitalen Lösung weichen.

Als in Deutschland eine Maut kommen sollte, war der Aufschrei groß. Letztlich scheiterte die Einführung aber krachend. In anderen europäischen Ländern wiederum zahlen Autofahrer für die Nutzung von Autobahn und Co. Eines davon ist Kroatien, wo Autofahrer ab Ende 2024 zwar immer noch eine Gebühr zahlen, künftig aber kein Pickerl mehr brauchen. Denn die E-Vignette erhält Einzug.

Heißt: Die bisherigen Mautstationen auf den kroatischen Autobahnen gehören dann der Vergangenheit an. Stattdessen plant die Regierung ein schrankenloses Bezahlsystem. Neben der online erhältlichen E-Vignette haben Autofahrer dann auch die Möglichkeit eine Mautbox zu kaufen, die im Fahrzeug installiert wird. Das berichteten mehrere Medien unter Berufung auf die kroatische Autobahngesellschaft HAC.

Mautstellen führen zu beträchtlichen Zeitverlusten

Klar ist zudem: Lkw benötigen in jedem Fall eine Mautbox. „Diese dürfte ähnlich wie beispielsweise die österreichische Go-Box funktionieren“, betont der ADAC auf seiner Homepage. Unklar sei jedoch, ob die bisher „streckenabhängige Autobahnmaut im Zuge der geplanten E-Vignette auf eine pauschale Nutzungsgebühr umgestellt wird.“ Auch in anderen Ländern sind nicht immer alle Strecken mit der Maut abgegolten.

Eine Mautstelle mit mehreren Spuren aus der Vogelperspektive.
Statt auf Mauthäusern mit Schranken setzt Kroatien ab 2024 auf E-Vignette und Mautbox. © Westend61/Imago

Aktuell müssen Autofahrer die Gebühr an den kroatischen Mautstellen noch mit Karte oder in bar bezahlen. Die Folge: Bei hohem Verkehrsaufkommen kommt es regelmäßig zu Staus, die während der Spitzenzeiten der Reisesaison zu beträchtlichen Zeitverlusten führen können.

E-Vignette soll Stauproblem lösen – aber erst ab Ende 2024

Mit dem neuen schrankenlosen System will Kroatien dieses Problem lösen, damit Reisende schneller und weniger gestresst ans Ziel kommen. „Profitieren würden dadurch auch Urlauber“, betont der ADAC. Bis E-Vignette und Mautbox kommen, brauchen Autofahrer noch Geduld.

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Erst im Februar 2023 hat die kroatische Regierung eine internationale Ausschreibung für das neue Mautsystem gestartet. Die Umsetzung ist daher erst für Ende 2024 geplant. Auf dem Weg in den Sommerurlaub sollte man also auch in diesem Jahr etwas mehr Zeit einplanen.

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