Unbedingt prüfen

Kfz-Versicherung wechseln: Wenn Sie auf diese Kleinigkeiten achten, sparen Sie bis zu 20 Prozent

+
Wenn es kracht, springt die Kfz-Versicherung ein. Und bei den Beiträgen lässt sich enorm sparen.

Durch den Wechsel der Kfz-Versicherung können Sie jährlich viel Geld sparen. An welchen Punkten sich schrauben lässt, erfahren Sie hier.

Sie finden Ihre Kfz-Versicherung ist viel zu teuer? Am 30. November eines jeden Jahres haben die meisten Autofahrer die Gelegenheit ihre alte Versicherung zu kündigen und sich eine neue, preiswertere zu suchen. Das Gute an Kfz-Versicherungen ist, dass sie viel Sparpotenzial haben - manchmal sogar von bis zu hunderten Euro Unterschied. Wie Sie selbst den günstigsten Tarif für sich herausholen, erfahren Sie hier.

Kfz-Versicherung: So sparen Sie enorm viel Geld

In den meisten Fällen lohnt es sich, jedes Jahr nach einer neuen Kfz-Versicherung Ausschau zu halten - selbst bei bereits günstigen Policen. Gerade im Oktober und November eines Jahres senken viele Versicherer noch einmal die Preise, um für nächstes Jahr möglichst viele Kunden an Land zu ziehen. Damit für Sie persönlich der günstigste Tarif herausspringt, sollten Sie auf ein paar Punkte achten, die gleich mehrere Prozent Rabatt einbringen könnte, wie Stiftung Warentest festgestellt hat:

  • Selbstbeteiligung: Die Selbstbeteiligung in der Kasko kann sich für Sie lohnen - mehr als 150 Euro bei der Teilkasko und 300 Euro bei der Vollkasko sollen es aber nicht sein. Dann winken Ihnen bei 150 Euro Selbstbeteiligung zwischen zehn und 30 Prozent und bei der 300 Euro Selbstbeteiligung bis zu 35 Prozent Ersparnis.
  • Jährliche Zahlungsweise: Bei der Kfz-Versicherung können Sie zwischen viertel-, halbjährlicher und jährlicher Zahlung wählen. Die jährliche Zahlungsweise bringt Ihnen zwischen fünf und zehn Prozent Ersparnis.
  • Fahrerkreis: Mit dem Fahrerkreis schränken Sie ein, wer - abgesehen vom Halter - noch mit dem versicherten Fahrzeug fahren darf. Je geringer die Anzahl der Personen, umso günstiger der Tarif. Hier können Sie bis zu 50 Prozent sparen. Sollte das Auto auch von anderen benutzt werden, sollten Sie das vorher der Versicherung melden.
  • Mitgliedschaft in einem Automobilclub: Nicht immer, aber manchmal kann die Mitgliedschaft in einem Automobilclub für ein paar Prozente Rabatt sorgen.
  • Jahreskilometer: Die Anzahl an Kilometer, die Sie im Jahr zurücklegen, wirkt sich auf die Kosten Ihrer Kfz-Versicherung aus. Versicherer gehen davon aus, dass das Unfallrisiko sinkt, wenn man weniger fährt. Deshalb sollten Sie einen genauen Blick auf den Tacho werfen, um festzustellen, wie viel Sie wirklich an Strecke zurücklegen - und beachten Sie, ob es sich im Folgejahr noch genauso verhält. Je nach angegebenen zu erwartenden Jahreskilometern können Sie zwischen zehn und 20 Prozent sparen. Diese Kilometerzahl sollten Sie dann aber auch nicht überschreiten.
  • Tarif mit Werkstattbindung: Viele Versicherer arbeiten mit Werkstätten zusammen, die ihnen günstigere Preise anbieten. Wenn Sie sich bei Vertragsschluss also an eine dieser Werkstätten binden und bei Unfällen nur dort hinfahren, sparen Sie bei der Versicherung zwischen zehn und 20 Prozent. Den Werkstatttarif gibt es allerdings nur bei Kaskopolicen. Bei Fällen für die Haftpflichtversicherung können Sie sich die Werkstatt selbst aussuchen.
  • Berufsgruppe: Bei bestimmten Berufsgruppen schätzen Versicherer das Unfallrisiko geringer ein - Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst in etwa. Hier sind drei bis fünf Prozent Sparpotenzial drin.
  • Garage und/oder Immobilie: Wer sein Auto in einer Garage unterstellt, zahlt zwischen zwei und sieben Prozent weniger bei der Kfz-Versicherung. Auch Besitzer einer Immobilie können sparen - bis zu zehn Prozent.
  • Bus- und Bahnfahrer: Besitzer einer Jahreskarte oder eines Abonnements für den ÖPNV beziehungsweise einer BahnCard kommen manchmal auch günstiger weg, weil das Risiko eines Autounfalls geringer geschätzt wird. Zwar ist die Auswahl hier nur noch gering, aber trotzdem könnten bis zu zwei Prozent Rabatt drin sein.
  • Umweltbonus: Sie fahren mit einem Elektroauto oder Hybrid? Je nach Versicherer sind hier bis zu 20 Prozent Rabatt möglich.

Auch als Fahranfänger lässt sich sparen: Wenn Sie Ihr Auto als Zweitwagen der Eltern versichern lassen und selbst als Mitfahrer eingetragen sind zum Beispiel. Zudem können Teilnehmer am begleitenden Fahren oder eines Fahrsicherheitstrainings ebenfalls einen günstigeren Tarif abstauben.  

Achten Sie zudem beim Kauf eines Autos auf die Typklasse: Hierbei handelt es sich um einen Indexwert, nach dem Versicherer ihre Prämien berechnen. Je nach Modell können Versicherer Ihr Auto als risikobehafteter bewerten. Informieren Sie sich also vorher, wie das gewünschte Modell eingestuft ist.

Video: Kfz-Versicherung: Hier wird sie 1.100 Euro teurer

Lesen Sie auch: Schadenfreiheitsklasse: Wie vermeide ich eine Rückstufung?

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Auto bei Blitzeis besser stehen lassen

Winterzeit ist Eiszeit. Was auf einer Schlittschuhbahn für winterlichen Zauber sorgen kann, wird auf der Straße für Autofahrer zur Gefahr. Blitzeis ist besonders …
Auto bei Blitzeis besser stehen lassen

Darf ich nach einem Glühwein noch Auto fahren?

Schon ein Glas Glühwein kann für Autofahrer zu viel sein. Darauf hat der TÜV Rheinland hingewiesen. Das beliebte weihnachtliche Heißgetränk steige schnell zu Kopf, der …
Darf ich nach einem Glühwein noch Auto fahren?

Kfz-Versicherung oft nach dem 30. November kündbar

Wer jetzt die Rechnung seiner Kfz-Versicherung im Briefkasten gefunden hat und sich über höhere Beiträge ärgert, kann ein Sonderkündigungsrecht nutzen. Wie geht das?
Kfz-Versicherung oft nach dem 30. November kündbar

So überwintern Oldtimer am besten

Nicht nur manche Tiere igeln sich zum Winterschlaf ein. Auch Oldtimerbesitzer schicken ihre vierrädrigen Schätze in die Pause. Wie geht das am besten?
So überwintern Oldtimer am besten

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.