Piëchs Prestige-Projekt

VW-Phaeton-Designer verrät: Diesen Rekord hält der Luxuslimousinen-Flop bis heute

Ein VW Phaeton, dazu ein Porträt des Designers Klaus Zyciora
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Klaus Zyciora arbeitete maßgeblich am Design des VW Phaeton mit.

Die Luxuslimousine VW Phaeton blieb bis zu ihrem Aus weit hinter den Erwartungen zurück. Nun hat Designer Klaus Zyciora ein weiteres spannendes Detail verraten.

Wolfsburg/Dresden – Wenn sich der inzwischen verstorbene VW-Patriarch Ferdinand Piëch (82, † 2019) etwas in den Kopf gesetzt hatte, akzeptierte er keine Kompromisse. Vor allem im Bezug auf die Qualität der Fahrzeuge, die unter seiner Führung entstanden. Weil er unter anderem besonders auf geringe Spaltmaße achtete, wurde er im Laufe der Jahre innerhalb der Belegschaft von Audi und VW mit dem Spitznamen „Fugen-Ferdl“ bedacht. Widerrede oder Kritik duldete der geniale Ingenieur allerdings kaum, weshalb im VW-Konzern manchmal Projekte entstanden, deren Erfolgschancen von Beginn an eher fragwürdig waren. So wie beispielsweise die gefloppte Luxuslimousine VW Phaeton.

Für das Design des VW Phaeton war unter anderem Klaus Zyciora (59, zum damaligen Zeitpunkt hieß er noch Klaus Bischoff) verantwortlich. Nun hat der Designer in einem Interview verraten, dass bei der Entwicklung der Oberklasse-Limousine ein Rekord aufgestellt wurde, den bis heute kein Fahrzeug aus dem Konzern gebrochen hat, wie 24auto.de berichtet. Als der damalige VW-Chef Ferdinand Piëch mit ihm die Entwürfe für den Innenraum durchgegangen sei, war dieser nicht zufrieden. Dies hätte ihn extrem angespornt, erklärt Klaus Zyciora – und er habe das bis heute teuerste Interieur-Mock-up (eine Art Entwicklungs-Modell) in der Geschichte des Unternehmens gebaut. Eigentlich sei es ein funktionsfähiges Modell des gesamten Autos gewesen. *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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