Wechselnde Farben?

Lack der Zukunft: Autofarbe per Knopfdruck

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In Zukunft könnten Autos ihre Farbe auf Knopfdruck in Sekundenbruchteilen wechseln.

Schwarz, Silber oder vielleicht doch Neonorange - wer ein Auto kauft muss sich für eine Lackfarbe entscheiden und dann damit leben. Doch in Zukunft lässt sich die Autofarbe per Knopfdruck ändern.

Heute geht der Weg nur über eine Lackiererei - doch in Zukunft könnten Autos ihre Farbe auf Knopfdruck in Sekundenbruchteilen wechseln. "An entsprechenden Technologien wird immer wieder gearbeitet", sagte Michael Hilt vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung dem dpa-Themendienst schon im August 2011. Denkbar seien demnach "responsive Farbänderungen". Nach einem Unfall könnte das Fahrzeug selbstständig sein Äußeres in einer Signalfarbe erstrahlen lassen. Möglich sei auch der "spontane Farbwechsel" per Knopfdruck durch den Fahrer.

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Der blitzschnelle Farbwechsel wird durch wachsende Kenntnisse in der Nanotechnologie ermöglicht: Bei einem angedachten Verfahren würden kleinste Teilchen dem Lack beigemischt, die auf einen elektrischen Impuls hin den Farbeindruck ändern könnten. "Die Materie ist im nanoskopischen Bereich heute besser denn je beschreibbar", sagte Hilt. Denkbar wären auch spezielle OLED-Folien, ähnlich denen im Flachbildschirm.

Bis die Technologie für Hersteller und Kunden attraktiv wird, gibt es laut dem Wissenschaftler allerdings noch einige Hürden zu nehmen: "Zum einen ist es vermutlich sehr kostspielig für Hersteller und Kunden, davon hängt letztlich die Nachfrage aus der Industrie ab", erklärte der Wissenschaftler. Eine weitere Herausforderung sei neben geeigneten Materialien und Produktionsverfahren noch die Beständigkeit entsprechender Lösungen im Alltag: "Sie müssen in der Praxis Feuchtigkeit, Witterungs- und Temperaturwechsel, Lichteinfluss und Steinschläge überstehen", so Hilt. Dass Autos mit wechselfarbigen Oberflächen in Serie gingen, sei frühestens in 15 Jahren zu erwarten.

dpa

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