Knabbern mit Auftrag

Marder testen Kabel für die Autoindustrie

Marder verursachten an Kraftfahrzeugen einen jährlichen Schaden von mehr als 60 Millionen Euro.
1 von 6
Marder verursachten an Kraftfahrzeugen einen jährlichen Schaden von mehr als 60 Millionen Euro.
Im Otter-Zentrum soll der kleine Steinmarder Leitungen und Kabekl für die Autoindustrie auf Bissfestigkeit getestet. Foto: Philipp Schulze
2 von 6
Im Otter-Zentrum soll der kleine Steinmarder Leitungen und Kabekl für die Autoindustrie auf Bissfestigkeit getestet.
Die Steinmarder William und Kate sollen im Otter-Zentrum Kabel testen. Foto: Philipp Schulze/Archiv
3 von 6
Die Steinmarder William und Kate sollen im Otter-Zentrum Kabel testen.
Steinmarder für die Autoindustrie: Eine Versuchsreihe mit verschiedenen Kabeln wird in einem Steinmarder-Gehege gestartet. Foto: Philipp Schulze
4 von 6
Steinmarder für die Autoindustrie: Eine Versuchsreihe mit verschiedenen Kabeln wird in einem Steinmarder-Gehege gestartet.
Der Leiter des Otter-Zentrums Hans-Heinrich Krüger testet für die Autoindustrie Leitungen und Kabel auf Mardersicherheit und Bissfestigkeit. Foto: Philipp Schulze
5 von 6
Der Leiter des Otter-Zentrums Hans-Heinrich Krüger testet für die Autoindustrie Leitungen und Kabel auf Mardersicherheit und Bissfestigkeit.
Der Wildbiologe und Leiter des Otter-Zentrums Hans-Heinrich Krüger untersucht Kabel in dem Steinmarder Gehege. Foto: Philipp Schulze
6 von 6
Der Wildbiologe und Leiter des Otter-Zentrums Hans-Heinrich Krüger untersucht Kabel in dem Steinmarder Gehege.

Steinmarder testen im Otter-Zentrum Hankensbüttel in Niedersachsen Schläuche und Kabel für die Autoindustrie auf Mardersicherheit, neuerdings auch für Fahrzeuge mit Elektroantrieb.

"Da ist noch mehr Kabelage", sagte Wildbiologe Hans-Heinrich Krüger, zuständig für die Tierforschung im Otter-Zentrum. "Wenn da nur ein Zahn durchgeht, fällt das ganze Auto aus." Dabei könnten mehrere tausend Euro Schaden entstehen, wegen hoher Spannungen bestehe sogar Brandgefahr, warnte Krüger.

Marder verursachten an Kraftfahrzeugen einen jährlichen Schaden von mehr als 60 Millionen Euro, sagte eine Sprecherin des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin. Über 200 000 Fälle würden jedes Jahr bundesweit gemeldet, Tendenz steigend. Der ADAC registriere jedes Jahr im Mittel allein rund 16 000 durch Marder verursachte Pannenfälle, sagte ein Sprecher.

Die drei in Hankensbüttel eingesetzten Steinmarder sollen herausfinden, wie man die Wagen besser vor den Bissschäden etwa an Zündkabeln oder Kühlwasser-Schläuchen bewahren kann.

Otter-Zentrum

ADAC-Tipps gegen Marder

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

dpa

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Der BMW X7 ist ein Riese mit maximalem Luxus

BMW legt bei seinen SUV noch einen drauf. Die Bayern verkaufen jetzt erstmals auch einen X7 - und versprechen maximalen Luxus auch bei der Landpartie. Denn die Sieben im …
Der BMW X7 ist ein Riese mit maximalem Luxus

Der Seat Leon fällt schon beim ersten Pflichtcheck auf

Der Seat Leon ist ein Kompaktwagen, der vor allem mit seinen sportlichen Fahreigenschaften überzeugt. Als Gebrauchter offenbart er aber auch Schwächen - und das zum Teil …
Der Seat Leon fällt schon beim ersten Pflichtcheck auf

Das bedeuten die Zahlen und Kürzel auf der Reifenflanke

Autoreifen gibt es in vielen Ausführungen - beim Kauf sollte man darauf achten, dass das Modell zum Fahrzeug passt. Hierbei helfen die Kennzeichnungen an der …
Das bedeuten die Zahlen und Kürzel auf der Reifenflanke

Wie der Nachwuchs auf dem Fahrrad mitfährt

Das Kind auf dem Rad mitzunehmen, ist praktisch und umweltschonend. Die Transportmöglichkeiten aber sind endlos - vom Klassiker bis zu exotischen Lösungen. Welche ist …
Wie der Nachwuchs auf dem Fahrrad mitfährt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.