Überfüllte Züge und Busse

Nahverkehr in deutschen Städten oft am Limit

+
Immer mehr Menschen nutzen Bus und Bahn. Mittlerweile sind die Fahrzeuge zeitweise so voll, dass nichts mehr geht. Foto: Lucas Bäuml/dpa

Seit Jahren nutzen immer mehr Menschen den Nahverkehr. Auch 2019 wird ein Rekordjahr. Doch mittlerweile sind die Fahrzeuge zeitweise so voll, dass nichts mehr geht. Es gibt viel zu tun.

Berlin (dpa) - Die U-Bahn zu voll zum Einsteigen, im Bus jede Halteschlaufe belegt: Der Kundenandrang bringt Busse und Bahnen in den deutschen Städten an die Belastungsgrenze. Im 22. Rekordjahr in Folge sind die Fahrgastzahlen 2019 kaum noch gestiegen.

Hochgerechnet werden die Deutschen etwa 10,41 Milliarden Fahrten in Bussen und Bahnen gemacht haben, wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das entspräche einem Anstieg von 0,3 Prozent verglichen mit dem Vorjahr.

In Ballungsräumen zunehmend Grenzen erreicht

"Das ist ein positives Ergebnis, allerdings mit Einschränkungen", erklärte Verbandspräsident Ingo Wortmann. "Aufgrund zunehmender Kapazitätsengpässe und umfangreicher Baumaßnahmen stoßen wir gerade in Hauptverkehrszeiten in den Ballungsräumen und Großstädten zunehmend an Grenzen. Viel mehr geht dann nicht, die Fahrzeuge sind voll."

Mehr Bus- und Bahnfahren gilt als ein Weg zu mehr Klimaschutz in Deutschland. Die Betreiber hatten sich vergangenes Jahr das Ziel für 2030 gesetzt, 30 Prozent mehr Kunden in Bussen und Bahnen zu befördern. Dafür sei aber mehr öffentliches Geld für U-Bahnen, Trams und Busse notwendig. Dabei sind viele U-Bahn- und Straßenbahnlinien ohnehin in die Jahre gekommen. Vor dem Ausbau steht vielerorts die Sanierung.

Fahrpreise sind gestiegen

Für die Fahrgäste ist es in diesem Jahr wieder teurer geworden. Die Fahrpreise stiegen nach Verbandsangaben durchschnittlich um 1,75 Prozent. Ein Einzelfahrschein im Stadtverkehr koste durchschnittlich 2,70 Euro.

"Wir sind zwingend auf ausreichende Ticketeinnahmen angewiesen, wenn wir die Leistungen von Bus und Bahn künftig weiter ausbauen wollen, um noch mehr Fahrgäste zu befördern", sagte Wortmann. "Ideen wie ein steuerfinanziertes 365-Euro-Ticket halten wir zum jetzigen Zeitpunkt für verfehlt."

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

So reinigen Sie blitzschnell Ihre Autositze - mit diesen Hausmitteln

Egal ob, Wasserflecken, Kalk oder anderer Schmutz: Viele Flecken auf Autositzen lassen sich mit Hausmitteln entfernen. Die Redaktion erklärt Ihnen, wie das geht.
So reinigen Sie blitzschnell Ihre Autositze - mit diesen Hausmitteln

Mit diesem einfachen Trick bringen Sie Ihre Felgen wieder auf Hochglanz

Sie müssen sich mit Dreck und eingebranntem Bremsstaub herumschlagen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Hausmitteln Ihre Alufelgen blitzblank reinigen.
Mit diesem einfachen Trick bringen Sie Ihre Felgen wieder auf Hochglanz

Ist Corona-Mundschutz am Steuer erlaubt?

Wer auf Nummer sicher gehen und andere nicht infizieren möchte, trägt in Corona-Zeiten einen Mundschutz. Aber darf man ihn eigentlich auch beim Autofahren anlassen?
Ist Corona-Mundschutz am Steuer erlaubt?

Die Wertmeister: Das sind die Autos mit den stabilsten Preisen

Schick und schön sind alle neuen Autos, wenn sie gerade frisch aus der Fabrik zum Händler gerollt sind. Nach einiger Zeit trennt sich aber die Spreu vom Weizen.
Die Wertmeister: Das sind die Autos mit den stabilsten Preisen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.