Hybridfahrzeug

Der neue Honda Jazz – Musik auf vier Rädern

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Ein City-Flitzer mit viel Platz und umweltfreundlichem Hybrid-Antrieb. Mitte Nächsten Jahres kommt der Honda Jazz auf den Markt.

Der Honda Jazz kommt Mitte nächsten Jahres als Hybridfahrzeug auf den Markt. Wir haben alle interessanten Informationen zusammengetragen.

Honda legt Spannung an. Bis 2022 wollen die Japaner alle ihre Volumenmodelle auf dem europäischen Markt elektrifiziert haben. Geplant sind in den nächsten drei Jahren, so der Honda-Vizepräsident Europa Tom Gardner, weitere vier E-Fahrzeuge.

Darunter wird der neue Honda Civic sein, ein Hybrid-SUV und noch ein reinrassiger Stromer, über den noch nichts verraten wird. Schon bald verfügbar sind zwei Modelle. Der erste im Elektro-Bunde, ist der Honda e. Der knuffige Elektro-Kompakte mit dem Manga-Gesicht wurde als Konzeptfahrzeug schon bei der IAA 2017 vorgestellt. Mit Gott sei Dank nur wenig Veränderungen am pfiffigen Exterieur- und Interieur-Design lieferten die Japaner bei der diesjährigen Automobilausstellung in Frankfurt das Serienfahrzeug nach. Laut Gardner gibt es schon 45.000 Anfragen für den rund 30.000 Euro teuren Stromer. Ausgeliefert wird er in Europa ab Mitte 2020.

Honda Jazz mit großem Unterschied zu anderen Hybridfahrzeugen

Und Jazz geht's los. Honda setzt beim gleichnamigen Bestseller auf Elektro-Power. Der schon über 7,5 Millionen Mal verkaufte Kleinwagen kommt in der vierten Generation ebenfalls ab Mitte nächsten Jahres nur noch als Hybridfahrzeug auf dem Markt. Den Jazz gibt es in zwei Varianten. Als flotten Kompakten und als aufgemotzten und mit dickerem Kühlergrill, Dachreling und dicken Anbauteilen kerniger interpretierten Crosstar.

Das Motorkonzept heißt e.HEV und unterscheidet sich von herkömmlichen Hybridfahrzeugen. Üblicherweise greift der Elektromotor seinem Verbrenner-Kollegen nur unterstützend unter die Arme. Das heißt Benziner und Diesel sind die Hauptakteure. Bei Honda ist das genau anders herum. Hier wird der Verbrenner quasi nur als Stromerzeuger genutzt, das Auto fährt immer mit der E-Maschine.

Wie viel PS der Antriebsstrang hat, was er auf 100 Kilometer verbraucht und was das Auto kosten wird (wir schätzen knapp unter 20.000 Euro) – das hat man bei Honda noch nicht verraten. Immerhin weiß man, dass in Sachen Konnektivität mit Apple Car Play und Android Auto alle gängigen Smartphones wohl serienmäßig unterstützt werden. Ob der schicke Digitaltacho noch zur Grundausstattung gehört, auch da schweigen sich die Japaner noch aus.

Auch interessant: Unterwegs auf den abenteuerlichsten Straßen Europas - der Skoda Karoq im Härtetest.

Honda Jazz: Wie sieht er von innen aus?

Der Innenraum des Jazz erinnert an das Design des Honda e. Leicht, luftig und modern wirkt das Interieur, die japanischen Plastikbomberzeiten scheinen vorbei zu sein.

Aufgeräumt, luftig, leicht – und vor allem wertig: So sieht das an den Honda e angelehnte Cockpit des Jazz aus.

Sogar ergonomisch optimierte Sitze gibt es. Und so thront man bequem und komfortabel im neuen Jazz. Verblüffend, den von außen sieht man dem Kleinen seine innere Größe gar nicht an. Beibehalten haben die Japaner neben dem großzügige Platzangebot auch wieder die beidseitig klappbaren Rückenlehnen. Eine wirklich pfiffige Idee.

Diese pfiffige Idee hat Honda beibehalten. Die Rückbank ist auch hochklappbar, um Platz zum Beispiel für hohe Pflanzen zu haben. Praktisch.

Elektro-Offensive: Honda liegt drei Jahre vor dem Zeitplan

Mit Hybrid-Jazz und Honda e geht der japanische Hersteller in die Elektro-Offensive in Europa. Und zwar drei Jahre früher als geplant. Warum gerade hier? Tom Gardner: "Der rasante Wandel in den Bereichen Regulierung, Markt und Verbraucherverhalten hat zur Folge, dass der Übergang zur Elektrifizierung in Europa schneller voranschreitet als in anderen Teilen der Welt. Angesichts der zunehmenden Geschwindigkeit dieses Wandels müssen wir schneller reagieren, um diese Herausforderungen zu bewältigen."

Beim Energiemanagement wird Honda mit dem Stromriesen Vattenfall zusammenarbeiten, der auch in Deutschland tätig ist. Eine Kooperation wurde bereits vereinbart. Für die Verbraucher könnte das interessant werden. Geplant sind flexible Energieverträge speziell für E-Auto-Besitzer in Europa. Das heißt: Strom tanken, wenn er günstig ist! Oder nur dann aufladen, wenn der Strommix besonders umweltfreundlich also erneuerbar ist. Honda elektrisch - es könnte spannend werden.

Lesen Sie auch: Weltpremiere: Das kann der neue VW Golf 8.

Rudolf Bögel

Kleinwagen auf der IAA

Opels Kleinwagen als Elektroversion auf der IAA 2019. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn
Opels Kleinwagen als Elektroversion auf der IAA 2019. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn © Frank Rumpenhorst
Niedlicher Hingucker am Honda-Stand: Das elektrische Kleinwagenmodell "e". Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn
Niedlicher Hingucker am Honda-Stand: Das elektrische Kleinwagenmodell "e". Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn © Frank Rumpenhorst
Puma - so heißt die Crossover-Version des Ford Fiesta. Zu haben ist das Modell auch als Hybrid mit 48-Volt-Technolgie. Foto: Thomas Geiger/dpa-tmn
Puma - so heißt die Crossover-Version des Ford Fiesta. Zu haben ist das Modell auch als Hybrid mit 48-Volt-Technolgie. Foto: Thomas Geiger/dpa-tmn © Thomas Geiger
Der neue Hyundai i10 ist günstig in der Anschaffung, dafür wird er bis auf weiteres konventionell befeuert. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn
Der neue Hyundai i10 ist günstig in der Anschaffung, dafür wird er bis auf weiteres konventionell befeuert. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn © Frank Rumpenhorst
Mit dem VW e-Up eng verwandt: der kleine Stromer Skoda Citigo e. Foto: Peter Löschinger/dpa-tmn
Mit dem VW e-Up eng verwandt: der kleine Stromer Skoda Citigo e. Foto: Peter Löschinger/dpa-tmn © Peter Löschinger

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