Kein Stopp

Neuer Abgastest sorgt für Einschränkungen bei Porsche

+
Wegen des neuen Abgastestverfahren WLTP muss Porsche seine Modellpalette umstellen. Der Autobauer schränkt daher sein Angebot ein. Foto: Marijan Murat

Für das neue Abgastestverfahren WLTP müssen die Autohersteller einiges an ihren Fahrzeugen tun und alle dann noch prüfen lassen. Das hat auch bei Porsche zumindest vorübergehend Folgen.

Stuttgart (dpa) - Die Umstellung auf das neue Abgastestverfahren WLTP sorgt auch beim Autobauer Porsche für Einschränkungen beim Angebot an Neuwagen. Porsche widersprach allerdings einem Medienbericht, wonach der Verkauf von Neuwagen in Europa insgesamt eingestellt werde.

Die Einführung der neuen Abgasgesetzgebung mache eine Umstellung der Modellpalette auf Ottopartikelfilter und eine Neutypisierung bis spätestens 1. September 2018 erforderlich, hieß es in einer Stellungnahme. Vorübergehend komme es daher zu einem eingeschränkten Modellangebot.

Interessenten könnten sich aber auch während der Umstellungsphase zur Bestellung neuer Modelle an die Porsche-Zentren wenden. Auf die verweist auch der sogenannte "Car Configurator" auf der Internetseite von Porsche derzeit.

Beim neuen Prüfzyklus WLTP geht es um eine bessere Abbildung des tatsächlichen Verbrauchs sowie der Schadstoff- und CO2-Emissionen. Die Umstellung sorgt auch anderswo für Engpässe. Kürzlich hatte VW Produktionsengpässe angekündigt, auch BMW stoppt vorübergehend die Produktion mehrerer Modelle mit Benzinmotoren für den europäischen Markt, um sie für die neuen Messungen fit zu machen.

Die ersten neuen Porsche-Modelle mit Ottopartikelfilter sollen im September mit Varianten der Sportwagen 911 und 718 auf den Markt kommen, wie der Autobauer weiter mitteilte. Alle weiteren sollen schrittweise danach kommen.

Das knappe Zeitfenster für die Umstellung und neue Typisierung ergebe sich aus den Vorgaben des Gesetzgebers, betonte Porsche. Das Gesetz sei erst Ende Juli 2017 in Kraft getreten. Üblicherweise betrügen die Entwicklungszyklen in der Automobil-Industrie etwa drei Jahre. Hinzu komme, dass es durch die Umstellung zu erheblichen Engpässen bei Prüfstandskapazitäten komme.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Chinesische Marke Nio bringt zweites E-Auto

Dem Geländewagen ES8 folgt bald ein SUV. Der E-Auto-Hersteller Nio will im Sommer 2019 das Modell ES6 auf den Markt bringen. Es fällt etwas kleiner aus als sein …
Chinesische Marke Nio bringt zweites E-Auto

Fahrverbote, Erstzulassung, Lkw-Maut: Das ändert sich für Autofahrer 2019

Auch im nächsten Jahr kommen auf Autofahrer wieder viele Änderungen zu. Wir erklären Ihnen, worauf Sie sich 2019 einstellen müssen.
Fahrverbote, Erstzulassung, Lkw-Maut: Das ändert sich für Autofahrer 2019

Großstädte rüsten auf: Mehr Blitzer sollen die Straßen überwachen

Großstädte investieren verstärkt in Blitzer-Anlagen. Das rechnet sich, die Einnahmen gehen in die Millionen. Schrecken die Blitzer auch wie gewünscht ab?
Großstädte rüsten auf: Mehr Blitzer sollen die Straßen überwachen

Was diese Frau mit ihrem Tesla macht, ist zum Verzweifeln

Kommt ein Tesla an die Tankstelle. Was wie der Beginn eines schlechten Witzes klingt, ist der Versuch einer jungen Frau ihr Auto zu laden bzw. zu tanken, oder ist doch …
Was diese Frau mit ihrem Tesla macht, ist zum Verzweifeln

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.