Jahrgang 2010 bis 2017

Nicht ohne Mängel: Der BMW 5er aus zweiter Hand

Der BMW 5er (2010 bis 2017)
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Klassische Form: Für manche muss es eben ein Stufenheck wie die BMW Fünfer Limousine sein - die gibt es allerdings auch als Kombivariante Touring.

Darf es ein bisschen mehr sein? Etwas mehr Luxus zum kleinen Preis? Dann kommen gebrauchte Automodelle der oberen Mittelklasse infrage. So vielleicht ein BMW der Fünfer-Baureihe.

Berlin - Der 5er ist BMWs Business-Klasse: Das Modell der oberen Mittelklasse wird wie Audi A6 oder Mercedes E-Klasse überwiegend als Dienstwagen zugelassen.

Das heißt: Mit ihm werden Kilometer geschrubbt. Interessenten sollten das im Blick behalten, den Wagen durchchecken lassen und sich nicht vom Luxus, den kraftvollen Motoren oder dem guten Handling blenden lassen. Bei der Hauptuntersuchung (HU) fällt der 5er mit einigen Mängeln auf.

  • Modellhistorie: Die betrachtete sechste Generation der 1972 gestarteten Baureihe kam 2010 in den Handel. Die Modellpflege von 2013 brachte neben Designretuschen, neuen Sicherheitsassistenten unter anderem auch neue Ausstattungspakete. Gebaut wurde der sechste 5er bis 2017.
  • Karosserievarianten: Den 5er gibt es als Stufenhecklimousine (F10) und als Touring (F11), wie die Kombis bei BMW genannt werden.
  • Abmessungen: 4,90 m bis 5,04 m x 1,86 m x 1,46 m bis 1,47 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 520 l (Limousine); 375 l (Hybrid); 560 bis 1670 l (Kombi).
  • Stärken: Der 5er der Sechstauflage hat viel Technik vom großen Bruder, dem 7er an Bord, zum Beispiel das Fahrwerk. Das Handling von BMWs gilt ohnehin als sehr gut. Exemplare mit der optionalen Allradlenkung legen hier noch eine Schippe drauf.

Bei der HU schneiden die Bremsbauteile laut „Auto Bild TÜV Report 2022“ vorbildlich ab. Bei der Beleuchtung liegen die Mängelquoten vor allem beim Rücklicht und den Blinkern unter dem Klassendurchschnitt. Abgasanlagen werden selten beanstandet, ebenfalls stellt der Ölverlust kein größeres Problem dar.

  • Schwächen: Im Fahrwerkskapitel liegen die Mängelquoten bei den Federn, der Dämpfung und der Achsaufhängung ab der zweiten HU klar über dem Durchschnitt. Beim vierten und fünften Pflichtcheck hebt die vordere Beleuchtung laut Report den Mängelschnitt etwas. Und die Abgasuntersuchung (AU) bestehen F10 und F11 regelmäßig nicht.
  • Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Statistik, bis auf die etwas schlechter abschneidenden Exemplare mit Erstzulassung im Jahr 2010 lande der Fünfer im Ranking auf guten und ab 2014 sehr guten Plätzen. Pannenschwerpunkte: Generator (2010), Kraftstoffpumpe (2010), Kurbelwelle (2010) und Steuerkette (2011).
  • Motoren: Benziner (Vier-, Sechs- und Achtzylinder, Heck- und Allradantrieb): 135 kW/184 PS bis 441 kW/600 PS; Diesel (Vierzylinder, Heck- und Allradantrieb): 105 kW/143 PS bis 160 kW/218 PS; Hybrid (Sechszylinder und Elektromotor, Heckantrieb): 250 kW/340 PS (Systemleistung).
  • Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):- 535i (2014); 225 kW/306 PS (Reihensechszylinder); 148 000 Kilometer; 17 350 Euro (als Touring: 18 150 Euro).

- 550i (2015); 330 kW/450 PS (V8); 131 000 Kilometer; 25 950 Euro (als Touring: 27 300 Euro).

- 525d xDrive (2016); 160 kW/218 PS (Vierzylinder); 136 000 Kilometer; 17 400 Euro (als Touring: 17 850 Euro). dpa

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