Schnelles Fahren

Blasenschwäche schützt meist nicht vor Fahrverbot

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Ein plötzlicher Harndrang ist nicht immer eine ausreichende Begründung für schnelles Fahren.

Wer am Steuer dringend auf die Toilette muss, sollte sich lieber die nächste Raststätte suchen, als aufs Gaspedal zu treten - so entschied das Oberlandesgericht.

Rasende Autofahrer können nur in Ausnahmefällen ihre schwache Blase als Entschuldigungsgrund anführen: Wer wegen plötzlichen Harndrangs das Gaspedal tief durchdrückt, muss wie jeder andere Autofahrer in der Regel mit einem Fahrverbot rechnen. Dies geht aus einem am Freitag veröffentlichten Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm hervor. In Ausnahmefällen allerdings kann demnach von einem Fahrverbot abgesehen werden. (Az. 4 RBs 326/17)

Rasen wegen Blasenschwäche? So entschied das Gericht 

Der Gerichtsentscheidung lag der Fall eines 61-Jährigen zugrunde, der auf einer Bundesstraße zu schnell gefahren und deswegen mit einem einmonatigen Fahrverbot belegt worden war. Die Tempoüberschreitung hatte der Mann mit einem starken, schmerzhaften Harndrang begründet. Der OLG-Senat hob zwar hervor, es sei in der Rechtsprechung anerkannt, dass ein sehr starker Drang zur Verrichtung der Notdurft einen Grund darstellen könne, von einem Regelfahrverbot abzusehen. Dies sei aber keineswegs der Normalfall.

Auch interessant: Aus diesem abstrusen Grund erhielt ein Mann ein Knöllchen.

Grundsätzlich müsse ein Betroffener mit einer entsprechenden körperlichen Disposition vor seiner Fahrt Vorkehrungen treffen oder aber auch auf anfänglich aufgetretenen Harn- oder Stuhldrang rechtzeitig reagieren. Der zuständige Amtsrichter müsse allerdings die näheren Umstände der Fahrt klären und in sein Urteil einbeziehen.

Lesen Sie außerdem, auf welchem Zebrastreifen ab sofort Straße gezahlt werden muss, wenn aufs Handy geguckt wird.

dpa

Zu ausgeflippt: Diese Sportflitzer waren ihrer Zeit voraus

Dieser Wagen war rein optisch definitiv seiner Zeit voraus. Der Hersteller Aston Martin, dessen Fabrikate des Öfteren in James Bond-Streifen auftauchen, baute den 600 PS starken "Bulldog". Von dem Sportflitzer wurde allerdings nur ein Stück produziert.
Dieser Wagen war rein optisch definitiv seiner Zeit voraus. Der Hersteller Aston Martin, dessen Fabrikate des Öfteren in James Bond-Streifen auftauchen, baute den 600 PS starken "Bulldog". Von dem Sportflitzer wurde allerdings nur ein Stück produziert. © Flickr / Brian Snelson
Vorsicht vor diesem Gefährt: Ab 270 km/h erzeugt der Gumpert Apollo Sport so viel Anpressdruck, dass er glatt an der Decke fahren könnte. Ausgedacht hat sich das Ganze der ehemalige Audi-Motorchef Roland Gumpert.  
Vorsicht vor diesem Gefährt: Ab 270 km/h erzeugt der Gumpert Apollo Sport so viel Anpressdruck, dass er glatt an der Decke fahren könnte. Ausgedacht hat sich das Ganze der ehemalige Audi-Motorchef Roland Gumpert.   © GUMPERT Sportwagen Manufaktur GmbH
Der Lotus Sirius war ein ambitioniertes Projekt des Turbo-Spezialisten Kurt Lotterschmidt. Mit 1000 PS sollte er die 400 km/h-Grenze knacken. Nachdem einige Investoren nach der Präsentation des Projektes wieder absprangen, wurde aus dem Sportwagen allerdings nie mehr als ein Einzelstück.
Der Lotus Sirius war ein ambitioniertes Projekt des Turbo-Spezialisten Kurt Lotterschmidt. Mit 1000 PS sollte er die 400 km/h-Grenze knacken. Nachdem einige Investoren nach der Präsentation des Projektes wieder absprangen, wurde aus dem Sportwagen allerdings nie mehr als ein Einzelstück. © Lotec GmbH
Der Cizeta V16T sollte alle übertrumpfen: Konkurrenten wie Ferrari und Lamborghini stellten nur 12-Zylinder-Sportwagen her. Doch dieser Flitzer heizte Anfang der 90er mit einem Sechsliter-V16 und 328 km/h über die Straßen. Der erfolgreiche Musikproduzent und Grammy-Gewinner Giorgio Moroder unterstützte das Projekt - doch nur acht Kunden bestellten sich den Wagen.
Der Cizeta V16T sollte alle übertrumpfen: Konkurrenten wie Ferrari und Lamborghini stellten nur 12-Zylinder-Sportwagen her. Doch dieser Flitzer heizte Anfang der 90er mit einem Sechsliter-V16 und 328 km/h über die Straßen. Der erfolgreiche Musikproduzent und Grammy-Gewinner Giorgio Moroder unterstützte das Projekt - doch nur acht Kunden bestellten sich den Wagen. © wikicommons / Craig Howell
Allein der Name sagt schon alles: Mega Track heißt dieses schmucke Stück der Auto-Geschichte. Mit 20-Zoll-Reifen und einem 400 PS starken V12-Triebwerk überragte der Sportflitzer fast alle anderen Straßengefährte - und das, obwohl der Hersteller eigentlich nur Kleinwagen produzierte. Leider wollten nur fünf Käufer den ausgefallen Sportflitzer.
Allein der Name sagt schon alles: Mega Track heißt dieses schmucke Stück der Auto-Geschichte. Mit 20-Zoll-Reifen und einem 400 PS starken V12-Triebwerk überragte der Sportflitzer fast alle anderen Straßengefährte - und das, obwohl der Hersteller eigentlich nur Kleinwagen produzierte. Leider wollten nur fünf Käufer den ausgefallen Sportflitzer. © wikicommons / Fabien1309
Auch Formel-1-Legende Michael Schumacher interessierte sich für dieses Gefährt: Der Bugatti EB 110 erfreute sich an einem 611PS V12-Getriebe, das mit vier Turbos bestückt war. Die damalige Rekordgrenze von 300 km/h übertraf er mit Leichtigkeit. Als der Hersteller 1995 in Konkurs ging, geriet auch der EB 110 in Vergessenheit.
Auch Formel-1-Legende Michael Schumacher interessierte sich für dieses Gefährt: Der Bugatti EB 110 erfreute sich an einem 611PS V12-Getriebe, das mit vier Turbos bestückt war. Die damalige Rekordgrenze von 300 km/h übertraf er mit Leichtigkeit. Als der Hersteller 1995 in Konkurs ging, geriet auch der EB 110 in Vergessenheit. © wikicommons / Lothar Spurzem
Dieser Wagen sieht nicht nur außerirdisch aus - auch der Preis war es: 800.000 Dollar verlangte der japanische Bike-Hersteller Yamaha für seinen OX99-11. Vermutlich war das auch der Grund, warum das einsitzige Supercar trotz 400 PS wieder in der Versenkung verschwand.
Dieser Wagen sieht nicht nur außerirdisch aus - auch der Preis war es: 800.000 Dollar verlangte der japanische Bike-Hersteller Yamaha für seinen OX99-11. Vermutlich war das auch der Grund, warum das einsitzige Supercar trotz 400 PS wieder in der Versenkung verschwand. © wikicommons / Morio
Auch für dieses Fahrzeug war die Welt noch nicht bereit: Der Vector W8 TwinTurbo wurde von 1990 bis 1993 gebaut - 17 Stück und zwei Vorserienfahrzeuge. 634 PS verbarg das Gefährt unter der Haube und war damals rund 600.000 Mark Wert. Auffallend ist die extrem geneigte Windschutzscheibe. Der Schöpfer Gerald Wiegert baute unter anderem auch James-Bond-Autos und einen Düsenrucksack.
Auch für dieses Fahrzeug war die Welt noch nicht bereit: Der Vector W8 TwinTurbo wurde von 1990 bis 1993 gebaut - 17 Stück und zwei Vorserienfahrzeuge. 634 PS verbarg das Gefährt unter der Haube und war damals rund 600.000 Mark Wert. Auffallend ist die extrem geneigte Windschutzscheibe. Der Schöpfer Gerald Wiegert baute unter anderem auch James-Bond-Autos und einen Düsenrucksack. © wikicommons

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