Dritte Generation

Geländeporsche hoch³: Cayenne mit echten Allround-Eigenschaften

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Der neue Cayenne ist im Gelände und auf der Straße zuhause.

Ein Porsche fürs Gelände? Na klar! Seit 15 Jahren beweist der Cayenne, dass Offroad-und Rennstreckentalente durchaus kombinierbar sind.

Nach rund 760.000 Exemplaren des Premium- SUV startet im Dezember die dritte Generation durch. Wir haben uns den Neuen schon mal genau angeschaut.

Porsche Cayenne: Dritte Generation überzeugt mit inneren Werten

Orchestermusik, Tänzer, weiße Ballons, die in den Stuttgarter Nachthimmel steigen – bei der Weltpremiere zog Porsche alle Register. Dabei hätte der Cayenne dieses Brimborium gar nicht nötig. Denn er überzeugt eher mit inneren, als mit äußeren Werten. Optisch hat sich nämlich nicht besonders viel geändert, Statur und Front sind etwas markanter, die Heckpartie verfügt jetzt über ein durchgehendes Leuchtband, die Räder sind mindestens 19 Zoll groß.

Blick ins Cockpit: Souverän-funktionales Komfort-Reisen de Luxe.

Unterm Blech – pardon, unter der leichten Alu-Haut – hat sich dagegen einiges getan. Einmal ganz praxisorientiert: Der Kofferraum wuchs um 100 auf 770 Liter, ein ordentlicher Wert. Ans Eingemachte gingen die Ingenieure bei Infotainment und Vernetzung. Hier spielt der Cayenne jetzt ganz vorne mit, etwa mit einem riesigen 12,3-Zoll-Touchscreen und einer Bedienfläche mit virtuellen Tasten rund um den Bedienhebel der serienmäßigen Achtgang-Automatik. Die Sprachsteuerung kann jetzt auch Klimatisierung und Sitzheizung, die Assistenzsysteme sorgen beispielsweise für Nachtsicht und teilautonomes Fahren im Stau.

Zwischen Rennstrecke und Gelände: Der neue Porsche Cayenne

Optisch sparsam retuschiert: Das Heck wurde nur etwas markanter gestaltet.

Apropos Fahren: Zwei Sechszylinder-Benziner hat Porsche zum Marktstart im Angebot, sie leisten 340 und 440 PS, bringen den rund zwei Tonnen schweren Allzweck-Sportler in 6,2 und 5,2 Sekunden von null bis 100 km/h und auf letztlich 245 und 265 km/h. Der Verbrauch auf dem Prüfstand: 9,0 und 9,2 Liter je 100 Kilometer. Das Thema Diesel wurde bei der Weltpremiere gar nicht angesprochen, der Ärger mit dem Dreilitermotor von Audi bremst die Begeisterung für den Selbstzünder deutlich. Ob überhaupt einer kommen wird, ist noch offen, sicher sind die üblichen Benzin-Derivate wie GTD und Turbo – und laut Porsche-Chef Oliver Blume ist auch ein Plug-in-Hybrid vorgesehen.

Bis zu 65 Kilo hat der Cayenne trotz mehr Ausstattung abgespeckt, er rollt jetzt auf Mischbereifung (hinten breiter als vorne), bietet auf Wunsch Allradlenkung, Luftfederung und Wankstabilisierung. „Größer kann der Spagat nicht sein“, so Blume zu den Allround-Eigenschaften des neuen Cayenne als Offroader, komfortables Reisegefährt und kompromissloser Rundenfresser auf der Rennstrecke. Diese vielen Talente muss man sich aber leisten können. Der Einstiegspreis liegt bei 74.828 Euro, die S-Version kostet ab 91.964 Euro.

von Rudolf Huber

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