Unfallgefahr soll minimiert werden

Dieser Zebra-Streifen rettet Leben - Jeder würde sofort abbremsen

Straßenverkehr neu gedacht: Ein kleines Fischerdorf im Nordwesten Islands sorgt mit einer kuriosen Innovation für Furore. Zebrastreifen in 3D sollen künftig die Verkehrssicherheit erhöhen.

Ísafjörður - Imposant sehen sie auf jeden Fall aus, die neuen Zebrastreifen im beschaulichen Ísafjörður. Doch ob die 3D-Modelle künftig zu weniger Unfällen auf Islands Straßen führen werden, muss sich noch zeigen. Wie chip.de berichtet, hat das Fischerdorf im Nordwesten Islands mit seiner kuriosen Innovation bereits jetzt einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Statt auf herkömmlicher Fußgängerübergänge setzt man in Ísafjörður nun auf 3D-Modelle, die optisch stark an die herkömmlichen weißen Blöcke erinnern. Bewegt man sich aus der Distanz auf die Zebrastreifen zu, bekommt man das Gefühl, auf eine große, unüberwindbare Festung zuzusteuern.

Unfallgefahr soll minimiert werden

Der Zweck der ungewöhnlichen Maßnahme scheint klar. Wer auf die imposanten 3D-Blöcke zufährt, soll zunächst einmal eine Schrecksekunde erleben und dann - so der Plan - an den Zebrastreifen tatsächlich den Fuß vom Gas nehmen. So soll die allgemeine Unfallgefahr deutlich minimiert werden. Wenn man den weißen Blöcken allerdings näher kommt, verschwindet die dreidimensionale Optik allmählich.

3D-Zebrastreifen auch in den USA

Die Idee, die Zebrastreifen in Ísafjörður auf innovative Art umzugestalten, kam vom städtischen Umweltbeauftragten Ralf Trylla. Dieser hatte sich während eines Indien-Aufenthalts von einem ähnlichen Modell inspirieren lassen.

Experimente mit dreidimensionalen Zebrastreifen hatte es bereits in mehreren US-amerikanischen Städten gegeben. Auch in einigen britischen Gemeinden war das kuriose Modell bereits zur Anwendung gekommen.

lks

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Weniger Menschen sterben in Deutschland bei Verkehrsunfällen

Unfälle mit tödlichen Ausgang haben in den ersten drei Monaten des Jahres abgenommen. Damit setzt sich der Trend aus dem vergangen Jahr fort.
Weniger Menschen sterben in Deutschland bei Verkehrsunfällen

Unwetter: Wer zahlt bei Schäden am Auto?

Gesplitterte Windschutzscheiben, Beulen im Blech und Wasser in der Tiefgarage – schwere Unwetter mit Hagelkörnern hinterlassen an Autos immer wieder deutliche Spuren. …
Unwetter: Wer zahlt bei Schäden am Auto?

Chefin mobbt Zollbeamten, er kassiert Strafzettel – eine Minute vor Dienst

Im Dienst dürfen Zollbeamte auch mal zu schnell fahren – eigentlich. Ein Beamter sollte aber einen 50-Euro-Strafzettel bezahlen, weil er übereifrig war.
Chefin mobbt Zollbeamten, er kassiert Strafzettel – eine Minute vor Dienst

Nötigung vor vier Jahren rechtfertigt keine MPU

Auf deutschen Straßen geht es nicht immer gentlemanlike zu. So kommt es vor, dass sich Verkehrsteilnehmer beleidigen, bedrängen oder ausbremsen. Ein solches Verhalten …
Nötigung vor vier Jahren rechtfertigt keine MPU

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.