Neu ab 2020

Das ändert sich für Autofahrer im Jahr 2020

Neue Pkw müssen sauberer sein, neue Lkw sicherer. Auch für Motorradfahrer und Radler gibt es mit Jahresbeginn einige Neuerungen.

Nach praktisch jedem Jahreswechsel müssen sich Autofahrer auf Veränderungen einstellen. Auch 2020 gibt es Neues, unter anderem bei Abgasgrenzwerten, Lkw-Assistenzsystemen und den Regeln für den Radverkehr.

Schadstoffausstoß: Abgasgrenzwerte ab 2020 für Pkw und Motorräder

Ab Januar gelten für neue Pkw-Typen strengere Abgasgrenzwerte im realen Verkehr. Alle erstmals auf den Markt gebrachten Modelle dürfen dann im RDE-Straßentest nur noch das 1,5-Fache des Laborgrenzwertes für Stickoxide ausstoßen. Maximal sind dann 120 Milligramm pro Kilometer erlaubt, bislang waren es 160 Milligramm.

Motorradfahrer müssen für die Saison 2020 mit Änderungen rechnen. Ab dem 1. Januar gilt für alle neue Typen die Abgasnorm Euro 5, ab 2021 ist sie für alle neu zugelassenen Maschinen Pflicht. Zu den wichtigsten Verschärfungen zählen laut der Sachverständigenorganisation KÜS neue Grenzwerte für Kohlenmonoxid und Stickoxide. Eine zweite Stufe der Euro-5-Norm soll 2024 in Kraft treten. Bereits zugelassene Motorräder sind von den Änderungen nicht betroffen.

Kommen 2020 Fahrverbote für Dieselfahrzeuge?

Fest terminierte Diesel-Fahrverbote aufgrund zu hoher Stickoxidwerte sind für 2020 noch nicht angekündigt. Allerdings liegen entsprechende Pläne bei mehreren Städten in der Schublade, in einigen Kommunen werden Beschränkungen auch schon relativ konkret diskutiert, darunter Kiel und Stuttgart.

Auch interessant: Wofür steht eigentlich das "Temp" bei der Abgasnorm Euro 6d-Temp?

Abbiegeassistent für Lkw

Lkw mit Anhänger müssen ab 1. Juli mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet sein. Das System zur Überwachung des toten Winkels soll Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern verhindern helfen. Zusätzlich sind blinkende Seitenspiegel vorgeschrieben. Die Pflicht gilt ab Juli 2022 auf für Bestandsfahrzeuge.

Diese Änderungen sind im Straßenverkehr 2020 in Planung

Neben den bereits beschlossenen Änderungen sind noch diverse Vorhaben für 2020 in Planung. Bis Ende Dezember könnten sie den Bundesrat passiert haben. Unter anderem ist vorgesehen, durch einen Mindestabstand beim Überholen die Sicherheit von Radfahrern zu erhöhen. Zudem sollen die Geldbußen für das Parken in zweiter Reihe oder auf Radwegen erhöht werden, auch höhere Strafen für das Blockieren der Rettungsgasse sind vorgesehen. Darüber hinaus soll die Elektromobilität stärker gefördert werden, etwa durch eine Überarbeitung der Ladesäulenverordnung oder eine geänderte Dienstwagenbesteuerung.

Lesen Sie auch: Forscher hat simple Lösung für das Dieselabgas-Problem.

Holger Holzer/SP-X

So viel kosten Sie die zehn größten Verkehrssünden

1. Parken in der Feuerwehranfahrtszone
1. Parken in der Feuerwehranfahrtszone © ADAC Motorwelt
2. Spurwechsel oder abbiegen ohne zu Blinken
2. Spurwechsel oder abbiegen ohne zu Blinken © ADAC Motorwelt
3. Reißverschluss: Zu früh an Engstellen einfädeln
3. Reißverschluss: Zu früh an Engstellen einfädeln © ADAC Motorwelt
4. Bei schlechtem Wetter mit Nebelschlussleuchte fahren
4. Bei schlechtem Wetter mit Nebelschlussleuchte fahren © ADAC Motorwelt
5. Gute Sicht, freie Straße: Am Stoppschild nicht anhalten
5. Gute Sicht, freie Straße: Am Stoppschild nicht anhalten © ADAC Motorwelt
6. Parkscheinautomat kaputt: Nicht zahlen, einfach parken
6. Parkscheinautomat kaputt: Nicht zahlen, einfach parken © ADAC Motorwelt
7. Auf Parkplätzen immer auf die Regel "rechts vor links" vertrauen
7. Auf Parkplätzen immer auf die Regel "rechts vor links" vertrauen © ADAC Motorwelt
8. Hupen, weil der Vordermann nicht schnell genug losfährt
8. Hupen, weil der Vordermann nicht schnell genug losfährt © ADAC Motorwelt
9. Ein Abblendlicht defekt: Erst mal weiterfahren
9. Ein Abblendlicht defekt: Erst mal weiterfahren © ADAC Motorwelt
10. Musik im Auto voll aufdrehen
10. Musik im Auto voll aufdrehen © ADAC Motorwelt
 © ADAC Motorwelt

Rubriklistenbild: © dpa/Axel Heimken

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