Betont sportlich

Der Seat Ibiza (Typ 6J/Typ 6P) im Gebrauchtwagen-Check

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Der Seat Ibiza gilt als sportlicheres Schwestermodell vom VW Polo. Foto: Seat

Die spanische Schwester des VW-Polo kommt sportlich daher und hat starke Motoren zu bieten. Doch lohnt sich der Seat Ibiza als Gebrauchter? Die Stärken und Schwächen des Kleinwagens im Überblick.

Berlin (dpa/tmn) - Der Seat Ibiza ist das Schwestermodell des VW Polo. Er bedient sich der Technik aus dem VW-Regal, ist zur Abgrenzung jedoch das betont sportlichere Auto, man sieht es an der scharfkantigeren Karosserie.

Und kräftige Motoren gibt es auch - siehe die Cupra- und FR-Varianten. Was taugt der kleine Spanier? Wir betrachten die vierte Modellgeneration (Typ 6J/Typ 6P).

- Modellhistorie: Den Ibiza gibt es seit 1984 - lange bevor VW die spanische Marke übernahm. Die Viertauflage auf Basis des Polo V kam 2008 zu den Händlern und wurde bis 2017 ausgeliefert. Modellpflege 2012: Auffrischung des Designs mit neuer Front, Überarbeitung des Innenraums mit neuem Armaturenbrett.

- Modellpflege 2015: Optische Retuschen innen und außen, Gestensteuerung möglich, adaptives Fahrwerk für den Cupra, interne Umbenennung in Typ 6P. Mitte 2015 kam die fünfte Generation des Ibiza in den Handel.

- Abmessungen: 4,03 bis 4,23 m x 1,69 m x 1,43 m bis 1,45 m (LxBxH); Kofferraumvolumen. 284 bis 938 l (Kombi: 430 bis 1164 l).

- Karosserievarianten: Der Ibiza Nummer vier wurde als Dreitürer, SC (Sport Coupé) genannt, als Fünftürer sowie als der knapp 20 Zentimeter längere ST gebaut, letzterer von 2010 bis 2016.

- Stärken: Er hat verglichen mit dem Polo das sportlichere Image. Dabei kann er aber auch als Sparversion gefahren werden, wenn der 1.2 TDI Eco unter der Haube ist, oder als Kombi, den es vom Polo V nicht gibt. Bei der Hauptuntersuchung (HU) wird laut "Auto Bild Tüv Report 2019" so gut wie nie Rost festgestellt, kaum Kritik auch für die haltbare Lenkung, selten Kritik an Bremsscheiben.

- Schwächen: HU-relevante Defekte in jungen Jahren an Beleuchtung und Bremsbauteilen, wobei die Funktion von Fuß- und Feststellbremse zumindest beim ersten Check nach drei Jahren kaum Probleme macht. Ölverlust tritt häufig schon früh auch bei zweijährigen Ibiza auf.

- Pannenverhalten: "Der Ibiza liefert mittlere bis gute Ergebnisse in der Pannenstatistik", schreibt der ADAC mit Blick auf die clubeigene Auswertung. Demnach gehören Defekte an Batterien (Baujahre 2008, 2009, 2013 und 2014) zu den Schwerpunkten sowie streikende Zündkerzen (2008 bis 2013) oder Feststellbremsen (2010, 2012). Aussetzer wie gelängte Steuerketten der TSI-Motoren (2011 und 2012) oder verstellte Turbolader (2011, 2012, 2014) teilt er sich mit dem Polo.

- Motoren: Benziner: Drei- und Vierzylinder von 44 kW/60 PS bis 141 kW/192 PS (Sportversion Cupra). Diesel: Drei- und Vierzylinder von 55 kW/75 PS bis 105 kW/143 PS (Sportversion FR). Alternative Antriebe: LPG-Variante mit 60 kW/81 PS (2011 bis 2014).

- Marktpreise laut "DAT Marktspiegel" der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern: Ibiza (6J, ST) 1.2 TDI DPF mit Dreizylinder (2015), 55 kW/75 PS, 64.000 Kilometer, ab 7825 Euro. Ibiza (6P, Fünftürer) 1.0 mit Dreizylinder (2015), 55 kW/75 PS, 54.000 Kilometer, ab 7600 Euro. Ibiza (6J, SC), 1.4 TSI mit Vierzylinder (2011), 132 kW/180 PS, 104.000 Kilometer, ab 7300 Euro.

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