Erster Eindruck

Skoda Fabia Combi: Kompaktes Raumwunder

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Unser Testfahrzeug, der Skoda Fabia Combi 1,2 Liter TSI steht mit 110 PS und der Ausstattung „Style“ steht für 18.470 Euro in der Liste.

Klappe auf, Koffer rein und los – Autofahren ist ganz leicht, oder? Langweilig – muss das keineswegs sein. Ein Beispiel dafür ist der freche Skoda Fabia Combi. Der kleine Kombi aus Tschechien hat auf einer Testfahrt gezeigt, wie das funktioniert.

Nase, Kühlergrill und Scheinwerfer – von vorne ist der brandneue Skoda Fabia Combi mit der im Herbst vorgestellten Kurzheck-Limousine identisch. Selbstbewusst und solide steht der Fabia auf der Straße. Von der Seite, zeigt sich der Unterschied. Der Fabia Combi ist misst fast drei Zentimeter mehr; exakt 4,257 Meter.

„Raumwunder in Kleinwagen-Format“, nennt Imelda Labbé von Skoda den Fabia Combi bei seinem ersten Auftritt in Nizza (Frankreich). Fakt ist, hinter der Heckklappe lassen sich 530 Liter Gepäck (plus 25 Liter im Vergleich zum Vorgängermodell) verstauen. Mit ein paar Handgriffen mehr, bei komplett umgeklappter Rückbank (60:40) sogar 1.395 Liter.

Diese Werte lassen die Herzen höher schlagen. Das ist praktisch, keine Frage. Andrerseits, ist das ohne vier Räder nur halb so schön. Also, heißt es erst mal, Klappe zu und Platz nehmen im „Moon White“ lackierten Testwagen.

So schaut der Skoda Fabia Combi aus

Ohne Chichi, aber hochwertig - hinterm Steuer gibt es am Skoda Fabia Combi überhaupt nichts zu meckern - im Gegenteil. In diesem Fall der höchste Ausstattungspaket „Style“ wirkt das Innere großzügig und modern. Auf den bequemen Sitzen in hipper Jeans-Optik hat der Fahrer alles gut im Blick - inklusive dem 6,5 Zoll Touch-Farbdisplay in der Mittelkonsole. Besonderes witziges Skoda-Gadget: Wer will, kann das Armaturenbrett mit seinem Lieblings-Foto verschönern (ab 40 Euro, abziehbar).

Das Navi im Fabia funktioniert mit der Mirrorlink-Technologie: Ein Smartphone wird mit einem USB-Kabel an das Touch-Farbdisplay im Auto gekoppelt. Dort spiegelt Mirrorlink (zu Deutsch; Spiegel-Verbindung) dann alles wieder was auf dem eigenem Handy läuft. In der Praxis hakt es noch ein bisschen. Das Smartphone muss über ein Mirrorlink-fähiges Betriebssystem verfügen. Für iPhone-Besitzer soll das bald auch möglich sein, verspricht Skoda. Gut so. Denn, das Konzept ist eigentlich genial. Es spart Geld, weil Anschaffungskosten für teure Auto-IT Technik entfallen. Daneben passieren Synchronisierungsaufgaben oder Karten-Up-Dates nur noch auf einem Gerät, dem Handy. Ab Juni wird auf Kundenwunsch für beide Karosserievarianten auch ein fest installiertes Navigationssystem angeboten.

So fährt sich der Skoda Fabia Combi

Ganz schön große Klappe, der Kleine. Testfahrerin Martina Lippl staunt.

Von seiner unkomplizierten Seite zeigt sich der Skoda Fabia Combi mit 1,2 Liter Turbo-Benziner und 110 PS (81 kW) auf den ersten Kilometern rund um Nizza. Er ist das richtige Auto um die engen Bergstraßen geschmeidig hoch und runter zu kurven. Der Motor zieht leise, aber kräftig durch. Auch später auf der Autobahn, in Frankreich herrscht allerdings Tempolimit 120, wie im Stadtverkehr läufts beim Fabia. Die Sechsgänge lassen sich wunderbar per Hand schalten. Die Lenkung reagiert sofort. Neben zahlreichen Assistenzsystemen hat der Fabia Combi sogar eine Berganfahrhilfe an Bord. Autofahren ist eben ganz leicht.

Am Ende der Fahrt zeigt der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 6,4 Liter an. Das liegt über den von Skoda ausgewiesenen 4,8 Litern. Offensichtlich, eine Frage des Fahrstils, behauptet jedenfalls mein Beifahrer. Ich weiß nicht, ob er damit so wirklich recht hat. Höchstens ein bisschen.

ml

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