"Kein trivialer Vorgang"

Start-Stopp-Automatik: Neue Batterie einprogrammieren

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Einen Batteriewechsel bei Autos mit Start-Stopp-Automatik sollten Fachleute übernehmen. Foto: Inga Kjer/dpa-tmn

Einfach Kabel abklemmen und Akku tauschen? Bei vielen Autos geht es längst nicht mehr so einfach. Was ist zu beachten?

München (dpa/tmn) - Bei Autos mit Start-Stopp-Automatik muss eine neue Batterie nach dem Tausch im Steuergerät einprogrammiert werden. Darauf weist der Tüv Süd hin.

Wann der Motor ausgeschaltet und wieder eingeschaltet wird, sei kein trivialer Vorgang, erklärt Vincenzo Lucà vom Tüv Süd. Dies muss dem Akku im Steuergerät erst angelernt werden. Dazu seien elektrisches Equipment und Fachwissen nötig.

Für Fahrzeuge mit Start-Stopp-Automatik oder auch Bremsenergierückgewinnung gibt es laut Tüv Süd spezielle Modelle. Technologien wie AGM oder EFB sollen demnach bei diesen Batterien für höhere Zyklenfestigkeit und längere Lebensdauer sorgen. Eine normale Starterbatterie gehe bei Start-Stopp-Automatik-Autos schnell in die Knie, sagt Lucà. "Zum Teil funktioniert das auch gar nicht erst."

Beim Kauf der neuen Batterie müssen Autofahrer auf die Angaben zu Spannung, Kapazität und Kaltstrom achten, erklärt der Tüv Süd. Auch die Einbaugröße des neuen Akkus muss passen. Der Batterietyp sollte vom Autohersteller für das Fahrzeug freigegeben sein.

Generell gilt der Prüforganisation zufolge inzwischen bei vielen Autos, dass der Stromkreis zwischen Fahrzeugelektronik und Batterie nicht unterbrochen werden sollte. Einfach die Kabel abklemmen und die Batterie tauschen, kann dann zu Problemen führen. Beispielsweise kann es sein, dass nach dem Tausch die elektrischen Fensterheber des Autos nicht mehr korrekt funktionieren, sagt Lucà.

Um den Stromkreis nicht zu unterbrechen, nutzen Fachleute Pufferbatterien. "Bei vielen Autos geht es nicht mehr ohne diese", betont Lucà. Sein Rat: Nur wer ganz genau weiß, was er tut, sollte die Batterie in Eigenregie tauschen. Für alle anderen gilt: lieber in die Werkstatt fahren.

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