Lautlos durch die Stadt

Was bei E-Rollern zu beachten ist

Drosselbar: Den bis zu 75 km/h schnellen E-Roller Neptun verkauft der Hersteller Trinity auch gedrosselten Versionen (ab 3699 Euro). Foto: Rudolf Witt/TRINITY electric vehicles GmbH/dpa-tmn
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Drosselbar: Den bis zu 75 km/h schnellen E-Roller Neptun verkauft der Hersteller Trinity auch gedrosselten Versionen (ab 3699 Euro). Foto: Rudolf Witt/TRINITY electric vehicles GmbH/dpa-tmn
Retro-Stromer: Moderne E-Roller im klassischen Look der 1950er Jahre bietet der Hersteller Kumpan Electric an (im Bild Modelle ab 3849 Euro). Foto: Kumpan electric/dpa-tmn
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Retro-Stromer: Moderne E-Roller im klassischen Look der 1950er Jahre bietet der Hersteller Kumpan Electric an (im Bild Modelle ab 3849 Euro). Foto: Kumpan electric/dpa-tmn
Elektrischer Schwalbenflug: Zu Preisen ab 5390 Euro bietet Govecs die elektrische Schwalbe an, deren Design auf einem bekannten DDR-Moped basiert. Foto: Ralf Grömminger/GOVECS GmbH/dpa-tmn
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Elektrischer Schwalbenflug: Zu Preisen ab 5390 Euro bietet Govecs die elektrische Schwalbe an, deren Design auf einem bekannten DDR-Moped basiert. Foto: Ralf Grömminger/GOVECS GmbH/dpa-tmn
Elektrischer Roller von BMW: Den C evolution gibt es in zwei Versionen mit bis zu 19 kW/26 PS und einer maximalen Reichweite von bis zu circa 160 Kilometern. Foto: Daniel Kraus/BMW/dpa-tmn
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Elektrischer Roller von BMW: Den C evolution gibt es in zwei Versionen mit bis zu 19 kW/26 PS und einer maximalen Reichweite von bis zu circa 160 Kilometern. Foto: Daniel Kraus/BMW/dpa-tmn
Volle Ladung: Bis zu zwei Akkus unter der Sitzbank sollen für eine maximale Reichweite des Unu-Scooters von bis zu 100 Kilometer sorgen. Foto: Amalie Sverdrup Warberg/Unu/dpa-tmn
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Volle Ladung: Bis zu zwei Akkus unter der Sitzbank sollen für eine maximale Reichweite des Unu-Scooters von bis zu 100 Kilometer sorgen. Foto: Amalie Sverdrup Warberg/Unu/dpa-tmn
Mitbringsel für Zuhause: Der Akku des Unu-E-Rollers ist transportabel und soll sich an einer Haushaltssteckdose binnen etwa zwei Stunden zu 70 Prozent laden lassen. Foto: Dagmar Bojahra/Unu/dpa-tmn
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Mitbringsel für Zuhause: Der Akku des Unu-E-Rollers ist transportabel und soll sich an einer Haushaltssteckdose binnen etwa zwei Stunden zu 70 Prozent laden lassen. Foto: Dagmar Bojahra/Unu/dpa-tmn

Nicht nur Elektroautos, sondern auch Elektroroller fahren immer öfter durch die Städte. Doch was gibt es bei einem Kauf zu beachten?

München (dpa/tmn) - Leise wuseln sie durch die Stadt. Ohne nerviges, hochdrehendes Motorengeräusch, summend und umweltfreundlich: Elektroroller finden bei Stadtbewohnern immer öfter Anklang.

Doch für wen rentieren sich die strombetriebenen Fahrzeuge? Der größte Vorteil sei das abgasfreie Fahren, sagt Matthias Haasper, Forschungsleiter beim Institut für Zweiradsicherheit (ifz). Darüber hinaus überzeuge viele der geringere Lärm. Denn der E-Antrieb ist geräuschärmer als der von benzinbetriebenen Varianten. Einen Vorteil sieht er auch bei den Kosten: Momentan können 100 Kilometer für weniger als einen Euro an Energiekosten zurückgelegt werden.

Die größten technischen Herausforderungen liegen aber in der Reichweite und Ladezeit. Haasper rät Kaufinteressenten, ihre Nutzungsgewohnheiten zu prüfen und dabei vor allem die Reichweite des jeweiligen Modells im Auge zu behalten. "Wie viele Kilometer möchte ich am Stück fahren, und wie viel Zeit bleibt mir für den Aufladevorgang?" Bei der Strecke sollte man auch Steigungen berücksichtigen, die verbrauchen mehr Energie.

Auch bei Kälte wird der Aktionsradius mit einer Akkuladung kleiner. Schnellladefunktionen des Rollers können hier hilfreich sein. Der ADAC rät, vor dem Kauf den E-Roller eine Zeit lang auszuleihen und Probe zu fahren. Im günstigsten Fall über mehrere Ladezyklen, damit die Vor- und Nachteile gut erlebbar werden. "Außerdem sollten Interessierte prüfen, wo die regelmäßige Aufladung der Akkus erfolgen kann. Wenn der Akku herausnehmbar ist, entscheidet auch das Gewicht der Batterien", sagt ein ADAC-Sprecher. Wichtig auch: die Lebensdauer der Akkus, denn ein Ersatz ist meist teuer.

E-Roller gibt es als Klein-, Leicht- und Krafträder. Kleinkraftroller dürfen nicht auf allen Straßen bewegt werden und stellen mit ihrer maximalen Geschwindigkeit von 45 km/h selbst im innerstädtischen Verkehr häufig ein Hindernis dar. Für Kleinkraftroller reicht der Pkw-Führerschein, für Leichtkraftroller ist die Führerscheinklasse A1 erforderlich, für Kraftroller A beziehungsweise A2. Mit einem Motorradführerschein dürfen alle E-Roller gefahren werden.

Ab 1500 Euro beginnt das Angebot der kleinen E-Flitzer mit einer Höchstgeschwindigkeit von rund 25 km/h. Schnellere bis 45 km/h kosten etwa zwischen 2000 Euro und 3500 Euro. Für autobahntaugliche E-Roller mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 120 km/h müssen Kunden grob zwischen 3700 Euro und 13700 Euro zahlen. Hersteller wie BMW, Emco, IO Power Roller, Kreidler, Kumpan, Solar, Innoscooter, Tante Paula, Govecs, Trinity Electric Vehicles und Unu bieten Fahrzeuge in verschiedenen Leistungsklassen an.

"Besonders interessant für Großstädter, die nicht in der eigenen Garage parken, sind Modelle, bei denen sich der Akku mit in die Wohnung nehmen lässt", sagt Julia Ahrens vom Bundesverband eMobilität (BEM). Sie sieht einen Vorteil auch beim Fahrspaß. "Wenn Sie einmal selbst darauf gefahren sind, wissen Sie, was Beschleunigung bedeutet." Zahlreiche Kommunen oder Landkreise fördern direkt oder über regionale Stromversorger Elektrofahrzeuge wie E-Bikes und Elektroroller, häufig gekoppelt mit einem Vertrag für die Stromlieferung.

Dadurch wollen die Städte sauberer und leiser werden. "Konventionelle Roller müssen seit Januar 2016 die Euro-4-Norm erfüllen", sagt Anja Smetanin vom ACE Auto Club Europa. "Sie stoßen trotzdem anteilig mehr gesundheitsschädliche Abgase aus als moderne Autos und sind sehr laut." Darum seien E-Roller eine umweltfreundliche Alternative.

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