Neuer BMW 7er – "Mia san mia"

Der neue BMW 7er: Erster Einblick im "Secret Room" der BMW Welt

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Der neue 7er BMW zeigt das neue progressive BMW-Design.

Wie sieht der neue 7er BMW aus, was kann er? Wir durften einen ersten Blick auf das Oberklasse-Modell werfen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie sich freuen können.

Im Spiel des Lichts funkeln leichte Gold- und Ockertöne im Bernina-Grau, das auf das Schweizer Bergmassiv und den weltberühmten Pass anspielt. In dieser exklusiven Farbe (neue Lackierungen) steht er da – der neue BMW 7er – im "Secret Room" der BMW Welt und präsentiert sich weltweit erstmalig einer kleinen Öffentlichkeit aus Fachleuten und Journalisten. Von einem reinen "Facelift" des 2015er Oberklasse-Modells will BMW nicht sprechen, zu grundlegend sind die Neuerungen des "progressiven BMW-Designs". Die Grundmaße sind gleich geblieben, doch die Unterschiede zum alten 7er und vor allem auch zum 5er Mittelklasse-Modell sind augenfällig.

Nein, ein Rolls-Royce ist der neue 7er nicht. Obwohl, die BMW-Niere, der berühmte Kühlergrill, ist enorm gewachsen (um 40 Prozent gegenüber der des Vorgängers) und bildet mit der wuchtigen Front eine Ikone – gleich der des zur BMW Gruppe gehörenden Rolls-Royce mit seiner Front eines griechischen Tempels. Soweit die Analogie. Die BMW-Niere endet nicht an der Linie der Kühlerhaube, sondern reicht in diese hinein – ähnlich wie schon beim neuen BMW X 7. Bescheidenheit und Zurückhaltung sind nun passé: Die BMW-Niere ist verchromt und auch sonst spielt das Thema Chrom wieder eine Rolle – wie bei den darunter liegenden Lüftungsöffnungen.

Kühlerhaube um 50 Millimeter angehoben

Jozef Kabaň, Leiter BMW Design, hat den neuen BMW 7er in der BMW Welt präsentiert.

"Die Proportionen sind stimmiger geworden", so Jozef Kabaň, Leiter BMW Design, bei der Präsentation. Die Haube ist um ganze 50 Millimeter in die Höhe gewachsen, um den neuen Kühlergrill aufnehmen zu können. Wichtige Merkmale des "progressiven BMW-Designs" auf der Frontseite sind besagte BMW Niere, ein vergrößertes BMW Markenemblem sowie die im Vergleich dazu fast schon filigranen Scheinwerfer mit adaptiver LED Technologie als Standard (optionale mit neuester Laserlicht-Techologie). "Der neu gestaltete Stoßfänger und vor allem der Unterbau nehmen die dynamische Bewegung der vorbeiströmenden Luft auf", zeigt Jozef Kabaň am Modell, der bei der Präsentation sogar vor dem neuen Flaggschiff niederkniet.

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Chrom spielt wieder eine Rolle

Vor allem ein zentrales Element der Seitenansicht ist neu: An der Silhouette fällt beruhigend und akzentuierend die verchromte "Standarte" (offiziell engl. "Air Breathern") – so die interne Fachsprache der Designer – auf, ein rechter Winkel mit Lufteinlass. Beim Vorgänger war es noch der "Hockey-Schläger", ein dynamisches, nach unten abfallendes Element. Das Heck des BMW 7er ist kompakter geworden und hat eine schlanker gestaltetes Rücklichtband, das über die gesamte Breite reicht. An den Seiten reicht es dreidimensional modelliert aus der Karosserielinie heraus. Designer sprechen hier von einem "organischen" Element. Zusammen mit den Abgasöffnungen auf der Unterseite bilden die Heckleuchten die dominanten Elemente des Hecks. Auffällig: Die Designer greifen auch hier auf "Chrom" als akzentuierendes Stilmittel zurück.

Der BMW 7er jetzt mit kompakteren Heck und schlankem Rücklichtband.

"Freude am Fahren" und "Freude am Gefahren werden"

Wer auf der Fahrerseite Platz nimmt, merkt, dass BMW seinem Ur-Slogan "Freude am Fahren" nach wie vor voll und ganz gerecht wird. Das Armaturendesign orientiert sich am Fahrer und seinen Bedürfnissen. Alles im Blick, alles in Griffweite! Die dominante Mittelkonsole zieht sich bis in den Fond. In der Executive-Version sind hier unter anderem Kühlschrank und Displays mit Touch-Screen integriert. Der Vordersitz lässt sich enorm nach vorne fahren, so dass der Fond zum "Erste Klasse-Abteil" mit maximaler Beinfreiheit mutiert. Die Luxus-Ledersitze mit ihrer kleinteiligen Steppung machen den Innenraum fast zum Wohnzimmer. Im Hinblick auf die Absatzmärkte China, Russland sowie den USA ist der neue BMW 7er als luxuriöses Chauffeur-Auto ausgelegt, das auch "Freude am Gefahren werden" bietet. Beim Thema Komfort spielt auch die verbesserte Geräuschdämmung hinein, die die Ingenieure bei den hinteren Radhäusern, den B-Säulen sowie durch eine Akustikverglasung für Seiten- und Heckfenster verbessert haben.

Endlich genug Platz für die Beine, dank "Erste Klasse-Abteil".

Fahrbericht: Elektro-Flitzer von BMW - Das neue i8-Cabrio im Test.

Klares Statement gegenüber Stuttgart

"Mia san mia!" Mit dem neuen BMW 7er setzen die Autobauer aus der bayerischen Landesmetropole ein Statement. Man zeigt, was man hat und kann. Prägnant, präsent und modern tritt der neue BMW 7er 2019 in dem hart umkämpften Luxusbereich auf, schließlich gilt es sich aktuell vor allem gegenüber Mercedes – zum Beispiel im Wachstumsmarkt China - zu behaupten.

Leistung – ja bitte, nicht zu knapp

Ach, ja – wer im prestigeträchtigen Oberklassesegment eine Top-Platzierung erreichen will, braucht Leistung und die nicht zu knapp! So bleiben hier keine Wünsche offen: Alle Motorvarianten erfüllen Abgasnorm Euro 6d-TEMP. V12-Motor des BMW M760Li xDrive (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 12,5 – 12,4 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 285 – 282 g/km) jetzt mit Otto-Partikelfilter. Neuer V8-Motor mit einer um 60 kW/80 PS auf 390 kW/530 PS gesteigerten Höchstleistung für BMW 750i xDrive (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 9,5 – 9,5 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 217 – 217 g/km) und BMW 750Li xDrive (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 9,6 – 9,5 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 218 – 218 g/km).

Außerdem im Angebot: Drei Dieselmotoren mit bis zu vier Turboladern und einem Leistungsspektrum zwischen 195 kW/265 PS und 294 kW/400 PS. Die Plug-in-Hybrid-Modelle der neuen BMW 7er Reihe gibt es jetzt mit modellspezifisch angepasstem Reihensechszylinder-Ottomotor und weiterentwickelter Hochvoltbatterie. Systemleistung im Modus SPORT auf bis zu 290 kW/394 PS gesteigert.

Fahrbericht: Platz da Audi und BMW, jetzt kommt der Mercedes AMG A 35 4Matic.

Bodo-Klaus Eidmann

Auf diese Autos können Sie sich 2019 freuen

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