Classic Grand Prix auf dem Schottenring im Vogelsberg

29. ADAC/VFV Schottenring Classic Grand Prix  im Vogelsberg
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29. ADAC/VFV Schottenring Classic Grand Prix  im Vogelsberg

Tradition traf auf Moderne beim 29. ADAC/VFV Motorradrennen Classic Grand Prix auf dem Schottenring im Vogelsberg

Schotten.  Die Rennstadt Schotten war am zurückliegenden Wochenende erneut Mekka im historischen Motorradsport. Auch wenn die Anfahrt mit mehreren Baustellen und Umleitungen gespickt war, zog der 29. ADAC/VFV Schottenring Classic Grand Prix unzählige junge und ältere Motorradfahrer sowie motorsportbegeisterte Frauen und Männer an.

Auch der Wettergott hatte es gut gemeint mit den Veranstaltern und bescherte ein Mix aus Sonne und Wolken; jedoch ohne Regen während der Rennen.

Tradition trifft Moderne

Der legendäre Stadtkurs von 1,4 Kilometer Länge hat eine einmalige Atmosphäre. Der Zuschauer erlebt hautnah, ob nun um den Kurs herum, im Oval selbst oder im Fahrerlager, was Motorsport bedeutet. Kurze Wege und direkter Kontakt mit Fahrern und Maschinen, das zeichnet den Classic Grand Prix aus.

Die einzelnen Läufe sind keine Rennen im eigentlichen Sinne, bei denen der schnellste Fahrer oder der an erster Stelle liegende Fahrer den Sieg davon trägt; es kommt vielmehr auf das gleichmäßige Umrunden des Kurses an. Bei diesen sogenannten Gleichmäßigkeitsläufen absolvieren die Fahrer eine vorgegebene Zahl von Runden mit möglichst geringer Abweichung. Im Idealfall sind es identische Rundenzeiten. Das Gefühl des Fahrers auf der Länge der Rennstrecke und die richtige Zeiteinschätzung sind ausschlaggebend.

29. ADAC/VFV Schottenring Classic Grand Prix  im Vogelsberg

Trainingsläufe am Samstag und Wertungsläufe am Sonntag und das jeweils von 8 bis 18 Uhr sorgten für genügend Spannung, Motorengeheul und Benzingeruch in der Luft.

Stimmen und Eindrücke

Direkt neben der Leitplanke treffe ich Hans, mittlerweile ein Mann von 81 Jahren, der selbst mit dabei war, als 1954/55 hier auf dem „alten“ Schottenring noch Weltmeisterschaftsläufe stattfanden. Damals hatte die Schleife im Vogelsberg eine stattliche Länge von 17 Kilometern und Hans war mit einer umgebauten BMW R68 an den Rennen hier beteiligt.

Hier und heute wurde in verschiedensten DHM Klassen und Sonderläufen gestartet. Zwei Jungs aus dem Sonderlauf „Gespanne“ I zeigen und sagen mir mehr über sich und ihr Gespann: Fahrer Horst Kowalski und sein Beifahrer Marcel Reimann fahren seit acht Jahren zusammen. Ihre LCR Suzuki SW, Baujahr 1989 mit knapp 200 PS, bringt auf der Geraden hier in Schotten an die 220 /230 km/h.

Karl und Klaus aus der Nähe von Karlsruhe sind Vater und Sohn und starten in der Klasse N mit ihrem Gespann.

Auch Frauen sind mit dabei: Cornelia fährt mit ihrem alten Jugendfreund Bernd auf einer Wendel-BMW mit 1000 ccm um den Ring. Am Samstag-Vormittag mussten die Trainingsläufe für einige Zeit unterbrochen werden. Ein Gespann des IDM Sidecar Sonderlaufes krachte in der Kurve nahe der Innenstadt in die Strohballen.

Gemütlicher ging es in der Antikklasse und erst recht in der Schnapsglasklasse voran. Hier umrundet Rudolf Spörer mit einer 14 PS starken Terrot mit 1 Zylinder in gemütlicher Fahrt den Stadtkurs.

Fazit

Schotten und der Classic Grand Prix sind immer einen Besuch wert. So hautnah wie hier erlebt man selten Motorsport. Unerschrockene Rennfahrerinnen und Rennfahrer auf Solomaschinen und Gespannen vom Kaiserreich bis in die 70iger Jahre gab es hier zu bestaunen. Nicht zu vergessen das Fahrer-Camp: hier wurde geschraubt und noch unmittelbar vor dem Start Hand angelegt. Ein Plausch mit Rennfahrern über Maschine und Technik war immer drin.

Schon jetzt sollten sich Fans des historischen Motorradsports einen Termin fürs nächste Jahr vormerken: Vom 18. bis 19. August 2018 wird der Schottener Classic Grand Prix seine 30. Auflage erleben.

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