Großer Gedenk-Korso der Motorradfreunde Leimsfeld

100 Fahrer nahmen an der gemeinsamen Ausfahrt der Motorradfreunde Leimsfeld teil.

Leimsfeld.Zweimal im Jahr ist Leimsfeld der Fixpunkt der nordhessischen Bikerszene: Im Frühjahr begrüßen die Motorradfreunde Leimsfeld mit einem Anfahr-Korso die Saison. Bedeckt das Herbstlaub mehr und mehr die Straßen, wird es Zeit die Saison zu beenden. Doch nicht nur das: Die Leimsfelder Motorradfreunde Gedenken mit ihrem Korso im Herbst auch der tödlich verunglückten Motorradfahrer. Am 17. Oktober fand der 19. Motorrad-Korso mit Gedenkgottesdienst im Frielendorfer Ortsteil statt.

Knackige Temperaturen um die sechs Grad und leichter Regen hielten knapp 100 Biker nicht davon ab, bei der 55 Kilometer langen Rundfahrt über das Knüllgebirge dabei zu sein. "Die meisten Motorradfahrer, die heute hier sind, kommen jedes Jahr. Mit der richtigen Kleidung ist das für einen echten Biker auch kein Problem", erzählt Matthias Probst, Korso-Leiter von den Motorradfreunden Leimsfeld. Gemeinsam mit Pfarrer Wolfgang Maltzahn hatte er die Veranstaltung vor 18 Jahren ins Leben gerufen. Probst gibt jedoch auch zu, dass bei besserem Wetter noch mehr Fahrer dabei gewesen wären. "Bei wärmeren Temperaturen haben wir so um die 250 Teilnehmer", sagt der Korso-Leiter. Trotzdem sei er sehr zufrieden mit der Resonanz und betont: "Bei uns sind natürlich auch die Quad- und Trike-Fahrer jedes Jahr herzlich wilkommen."

Historische Schätzchen und brachiale Chopper

Auch in diesem Jahr waren zwischen den modernen Rennsemmeln und brachialen Chopper auch wieder historische Schätzchen zu entdecken. So fuhr der 21-jährige Maximilian Grund mit seiner NSU Quick, Baujahr 1950, vor. Fast gleiches Baujahr der Maschine, jedoch selbst ein paar Tage älter als der junge NSU-Fahrer, ist Adolf Konrad. Zwei Jahre lang restaurierte der 75-jährige Felsberger seine 250er Victoria mit Liebe zum Detail und scheut damit auch keine Touren von bis zu 300 Kilometer. "Ich fahre zwar nur 80 km/h, aber auch so lange Touren sind für mein Motorrad kein Problem", sagt er.

Für den Fall der Fälle waren, wie schon im letzten Jahr, mit Martin Hoffmann und Thomas Krause zwei Fahrer der Johanniter-Motorradstaffel Kassel/Korbach dabei. Sie bildeten das Ende der langen Biker-Kette, die nach der etwa einstündigen Fahrt wieder in Leimsfeld eintrafen, um gemeinsam den Gedenkgottesdienst von Pfarrer Maltzahn zu besuchen.

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