Mit Spikes am Bike zum Nordlicht

Kasseler Rainer Krippner mit Andreas Hüsmann auf Motorradtour durch Schnee und Eis zum Nordlicht
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Kasseler Rainer Krippner wagt eine Motorradtour durch Schnee und Eis an den Polarkreis zum Nordlicht

Text: RAINER KRIPPNER

Polarkreis/Kassel. Besondere Motorraderlebnisse sind ihre Spezialität. Schon etliche außergewöhnliche Touren haben sie hinter sich. Mitte März diesen Jahres startete Rainer Krippner von Touratech Kassel mit seinem Freund Andreas Hülsmann in ein echtes Abent- euer: Auf Schnee und Eis mit dem Bike zum Nordlicht an den Polarkreis! Andreas, Chefredakteur des Magazins „Motorrad Abenteuer“, hatte die Tour geplant, um das Nordlicht zu fotografieren. Er kennt sich mit den extremen Gegebenheiten im Norden aus, denn es ist bereits seine zweite Winterreise mit Motorrad zum Polarkreis.Mit den Worten „Kein guter Start,“ beginnt der Reisebericht von Rainer Krippner:

Besuch bei Santa Claus Schon ganz zu Anfang scheitern wir in Travemünde an einem kapi-talen Elektrik-Problem des F 800 GS Gespanns von Andreas. Irgendein starker Verbraucher sorgt wohl dafür, dass die Batterie ständig leer ist. Also alles zurück in die Werkstatt. Nach etwas Tüftelarbeit verbauen wir einen Trennschalter. Das Problem ist beseitigt.

Wir können endlich, zwei Tage später als geplant auf die Fähre und legen um drei Uhr nachts in Richtung Helsinki ab. Dort erwarten uns zwei Grad Lufttemperatur und strahlender Sonnenschein – schönstes Winterwetter also. Leider ist der gebuchte Autoreisezug nach Rovaniemi bereits abgefahren. Weil per „Last Minute“ mit dem nächsten Zug nichts zu machen ist, entscheiden wir auch diese Strecke auf zwei Rädern zu bewältigen. Also vollgetankt und los: 830 Kilometer liegen vor uns!In Rovaniemi wollen wir noch Santa Claus besuchen und den fetten Wunschzettel für ein spektakuläres Nordlicht abgeben. Wie sich aber herausstellt waren wir wohl nicht artig genug, denn der Himmel bleibt bedeckt.

Kasseler Rainer Krippner mit Andreas Hüsmann auf Motorradtour durch Schnee und Eis zum Nordlicht

Das erste Mal auf Eis

Nach einem Besuch der Firma Lynx Schneemobile geht die Reise weiter Richtung Norden. Saarisälka ist das Ziel. Die Straßen sind jetzt fast vollständig vereist. Durch die mit Spikes bestückten Heidenau Reifen haben wir auf der Eisdecke aber enormen Gripp. Nur ab und zu wird das Hinterrad mal um fünf bis zehn Zentimeter, aufgrund des unebenen Eisbelages, nach links oder rechts versetzt, um sich aber in der nächsten Sekunde gleich wieder zu fangen. Schon ein echtes Erlebnis auf Eis zu fahren!

Der Himmel ist erneut bedeckt. Wieder nix mit Nordlicht!Über Nacht fällt ordentlich Schnee. So bietet sich uns am nächsten Morgen ein märchenhaftes Bild. Auch unsere Motor- räder sind unter einer dicken Schneedecke begraben. Die Eisstraßen sind ebenfalls komplett verschneit. Gut, dass ich meine 400 Spikes habe. Mit dem Stahl an den Reifen komme ich mittlerweile bestens zurecht. Bunte Lichter am Himmel

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Eigentlich war geplant weiter nach Norden, zum Inari See oder zum Nordkap zu fahren. Wegen der Wettervorhersage, im Norden soll es die nächsten Tage durchweg bedeckt sein, planen wir um und es geht Richtung Kiruna in Schweden. Auf dem Schwarzmarkt wird die Info gehandelt, dass es dort klaren Himmel geben soll. Unsere Wetter-App bestätigt diese Info.

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Wir übernachten in Ylläsjävi und am darauf folgenden Morgen geht es weiter nach Kiruna. Im Camp Alta ein paar Kilometer vor Kiruna beziehen wir ein kleine Hütte direkt am zugefrorenen See. Das Camp liegt vor der Stadt und hat nachts so gut wie kein Streulicht. Beste Voraussetzungen also für die Beobachtung des Nordlichts. Tagsüber gibt es kaum Wolken und viel Sonne. Wir hoffen auf eine klare Nacht – und tatsächlich: Zwar kein riesen Feuerwerk, aber wir bekommen ein echtes Nordlicht zu sehen! Beeindruckend ist das Naturschauspiel mit den vielen Farben am Himmel allemal.

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Hotel aus Eis, Hundeschlitten und Schneemobil

Einmal Blut geleckt entschließen wir uns noch einen Tag zu bleiben. Mit etwas Glück wird es in der kommenden Nacht noch spektakulärer. Doch erst mal steht eine dreistündige Tour mit Skidoo auf dem Plan: Kommt auch richtig gut! Mein Schneemobil geht satte 110 km/h, echt geil!Mittags machen wir einen Stopp am Eishotel und genießen ein leckeres Buffet. Wahnsinn: Ein Hotel komplett aus Eis gebaut! Spannend ist es auch zu beobachten, wie schon jetzt riesige Blöcke für die Saison 2018 aus dem Eis geschnitten werden.

Vor dem Hotel starteten gerade Gruppen mit Hundeschlitten ihre Tour. Vier Erwachsene sind auf einem Schlitten. Dazu kommt noch der Musher. Bei dieser Beladung werden zwölf Hunde vorgespannt. Unglaublich, wie sich die Hunde auf den Start freuen und dann mit einem beeindruckenden Tempo losjagen.

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Nachts ist es in Kiruna zu unserer Enttäuschung wieder bedeckt. Wieder sitzen wir vor der Wetterapp und suchen den klaren Himmel. Wir entscheiden uns am nächsten Tag nach Sandjösgarden aufzubrechen. Die Tour dorthin ist einfach unbeschreiblich schön. Vor allem das Fahren auf Eis verliert nicht an Faszination. Immer wieder meldet sich das Unterbewusstsein und warnt: Achtung Glatteis! Doch die Spikes machen ihren Job. Es gibt keinen Grund zur Sorge.

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Zwei Nächte bleiben wir in Sandjösgarden, einem super Camp mit Hütten und Campground. Das Nordlicht lässt sich leider nicht mehr blicken. Schön ist es auf Grund der eindrucksvollen Landschaft trotzdem hier. Wir haben für unser Tipi sogar einen kleinen Holzofen, der super funktioniert, auch wenn er ständig versorgt werden muss. Nachdem er nachts ausgeht, fallen die Temperaturen im Tipi schnell deutlich unter null Grad. Zum Glück haben wir den Gege-benheiten entsprechende Schlafsäcke – kein Problem also.

Zurück in die Heimat

Ein wenig wehmütig treten wir den Rückweg Richtung Süden an. In Lidköping besuchen wir noch meine Kollegen von Touratech Nordic, wo wir unsere Moppetts vom Salz und Dreck reinigen können und eine warme Unterkunft bekommen. Am nächsten Tag geht´s nach Göteborg zur Fähre Richtung Kiel.

Was bleibt sind einzigartige Eindrücke, viele tolle Fotos und vor allem die einmalige Erfahrung auf spiegelglattem Eis und Schnee mit dem Motorrad gefahren zu sein. Auch wenn wir das Nordlicht nur einmal zu Gesicht bekommen haben hat sich diese Fahrt mehr als gelohnt. Es war eine superschöne Tour, die ich jedem Motorradfahrer nur wärmstens empfehlen kann und sie wird sicher nicht meine letzte Winterreise mit dem Mopped bleiben!“ Wer noch mehr über die Tour erfahren möchte, den erwartet ein ausfühlicher Reisebericht Ende der Saison im Magazin "Motorrad Abenteuer".

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