Suzuki GSX-S 750 im Test

Suzuki GSX-S 750 Test
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Innhaber Waldemar Witt (links) und Heiko Roth von Suzuki Nowak präsentieren die neue GSX-S 750
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Innhaber Waldemar Witt (links) und Heiko Roth von Suzuki Nowak präsentieren die neue GSX-S 750
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Die GSX-S 750 von Suzuki bietet dem Motorradfahrer eine top Performance.

Kassel. Ich befinde mich auf dem Weg zu einer alten Bekannten. Das letzte Mal als ich mit ihr zu tun hatte befand sie sich noch im Teenager-Alter. jetzt ist sie erwachsen geworden, so scheint es... Suzuki Nowak in Kassel hat mich eingeladen, die neue GSX-S 750 zu testen. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich als Basis die ehemalige GSR 750. Allerdings bietet die neue Version mehr als nur ein reines Facelift und den neuen Namen. Die Japanerin wurde komplett überarbeitet, an die Euro-4 Norm angepasst und steht jetzt acht PS stärker mit 114 Pferden auf dem Hof. Aggressiv sah sieh schon immer aus. In der Vergangenheit war dies aber zu großem Teil nur Fassade. Ich frage mich, ob das immer noch so ist und freue mich auf den gemeinsamen Ausritt.

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Gas auf und ab die Post

Ich rolle vom Hof und spüre schon auf den ersten Metern: „Da geht was!“ Mit meiner Körpergröße jenseits der 1,90m ist der Kniewinkel recht spitz. Das geht aber noch völlig klar, da die Beine ausreichend Platz in den dafür vorgesehenen Mulden am Tank finden. Nur bei längeren Touren könnte es eventuell etwas unbequem werden. Aber ein Reisemotorrad will die GSX-S 750 ohnehin nicht sein.

Beim Dreh am Gasgriff auf der Landstraße bin ich dann tatsächlich erstmal geplättet: Der Reihenvierzylinder hängt sauber am Gas. Schon unter 6.000 Umdrehungen schiebt die Fure ordentlich nach vorn. Ab 8.000 Touren setzt sie sogar noch einen drauf. Ohne zu übertreiben kann die Leistungsentfalung als linear, ausgewogen beschrieben werden. „Das konntest du früher nicht, Mädchen!“ Hier haben die Ingenieure von Suzuki ganze Arbeit geleistet, um einen perfekten Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Alltagskomfort zu finden.

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Sicher in den Stand

Aus einer Geschwindigkeit von etwa 140 km/h fühle ich den Bremsen auf den Zahn und bringe die GSX-S innerhalb weniger Meter zum Stehen. Die Verzögerung ist allererste Sahne. Vierkolbenbremssättel von Nissin auf zwei 310 mm Scheiben im Petal-Design verrichten problemlos ihre Arbeit. Die Bremsanlage lässt sich fein dosieren und packt kräftig zu, ohne dabei übertrieben aggressiv zu wirken. Traktionskontrolle und ABS gibt es serienmäßig dazu.

Außerdem hat Suzuki auch bei den Reifen aufgerüstet. Der Supersportreifen S21 von Bridgestone mit 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten führt zu einer deutlichen Verbesserung der Gesamt- performence. Da die Gummis bei meiner Testfahrt jedoch nagelneu sind, bewege ich sie lieber nicht am Grenzbereich. Nichtsdestotroz bleibt mir die enorme Schräglagenfreiheit nicht verborgen.

Noch eine weitere Überraschung hält die 750er für mich parat: Gibt man ihr die Sporen, kreischt es aus dem Endtopf, als würde dir die GSX-S zurufen: „Ja, genau so, bitte. Ich will mehr!“ Ein betörender Sound, der schnell süchtig machen kann. Nebenbei bemerkt steht dem Mädchen ihr neues, blaues Kleid ausgezeichnet. Nur die Katzenaugen an den Seiten des vorderen Kotflügels sind nett formuliert gewöhnungsbedürftig. Sie sind wohl eine unangenehme Folge der Euro-4 Norm.

Für alle nötigen Infos während der Fahrt sorgt das von der GSX-S1000 übernommene LC-Display. Hier gibt es nichts zu meckern – stilvoll, übersichtlich und intuitiv über zwei Schalter am linken Griff bedienbar.

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Wahnsinns Allrounder

Jetzt fühle ich mich im Sattel der komplett überarbeiteten Suzi so richtig wohl. Kein Zweifel: Mit diesem Mädel kann man richtig Spaß haben! Das Motorrad ist weder eine kleine Maschine noch ein Big-Bike. Sie ist der perfekte Partner für den Alltag und lässt sicherlich auch gerne Ausflüge auf die Rennstrecke zu. Hinzu kommt die konkurrenzlos günstige Anschaffung von gerade mal 8.890 Euro.

Innhaber Waldemar Witt (links) und Heiko Roth von Suzuki Nowak präsentieren die neue GSX-S 750

Fazit

Das kleine Mädchen von damals hat richtig dazu gelernt. Die GSX-S 750 kann jetzt alles besser. Sie bietet mehr Performance, mehr Sound, mehr Spaß. Vor allem das Plus von acht Pferdchen merkt man ihr deutlich an. Sie kann jetzt auch mal richtig agressiv werden, ohne dabei cholerisch zu wirken. Die Zielgruppe des Bikes ist breit gefächert: Durch eine aufrechte Sitzposition und das einfache Handling sollten auch Einsteiger nicht überfordert sein. Fahrern mit fortgeschrittenen Fähigkeiten bietet die Suzuki, nicht zuletzt durch ihre supersportliche Bereifung und die enorme Schräg- lagenfreiheit ausreichend Reserven, um sich den Grenzbereichen der Physik zu nähern. Das harmonische Gesamtkonzept legt die Vermutung nahe, dass mit der Suzuki GSX-S tatsächlich ein neuer Klassiker geboren wurde.

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