Veranstalter der „Bike Week Willingen“ im Interview

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Die Veranstalter der Bike Week Willingen non links: Ralf Hansmeier, Thorsten Schulenburg, Heinz Beckhoff, Guido Heide, Marcus Besler

Wie ist die Bike Week in Willingen entstanden? Warum ist sie so erfolgreich? Wir haben die Antworten im exklusiven Interview mit Marcus Besler, einem der Veranstalter.

Willingen. Das Sauerland zählt zu den schönsten Motorradregionen in Deutschland. Viele Berge und unzählige Kurven prägen die Landschaft. Seit zwei Jahren gibt es aber noch einen weiteren Grund für Biker diese Gegend zu besuchen. Denn einmal im Jahr findet im Wintersportort Willingen das größte Event für Harley-Enthusiasten zwischen Hamburg und Faak statt. Zehntausende Besucher kamen bereits 2016 zur ersten Bike Week Willingen. Einer der Verantwort- lichen für das Treffen ist Marcus Besler. Er steht dem BIKE PORTAL in einem exklusiven Interview Rede und Antwort:

BIKE PORTAL: Wer sind die Veranstalter der Bike Week Willingen?

Marcus Besler: Wir sind fünf Harley-begeisterte Geschäftsleute aus Dortmund: Guido Heide, Thorsten Schulenburg, Heinz Beckoff, Dirk Goebel und ich. Jeder hat seinen Bereich. Von Logistik über Personal bis zu Finanzen und Marketing ist alles aufgeteilt.

BIKE PORTAL: Fahrt ihr selbst Motorrad? Wenn ja welche?

Marcus Besler: Wir fahren natürlich alle Harleys. Von der Sportster bis zur Street Glide ist alles dabei. Auf der Bike Week selber sind aber „all Bikers welcome“. BIKE PORTAL: Wie ist die Idee zur Bike Week Willingen entstanden?

Marcus Besler: Bei ein bis zwei Schoppen und Wein auf der MS Kärnten auf dem Wörthersee kamen wir auf die Idee, dass wir eine Veranstaltung wie in Faak oder Hamburg auch in der Mitte Deutschlands brauchen.

BIKE PORTAL: Gab es Alternativen zum Standort Willingen?

Marcus Besler: Willingen war für uns die einzig in Frage kommende Location. Zu dem herrlichen Panorama am Ettelsberg und der perfekten touristischen Infrastruktur gibt es für uns keine Alternative.

BIKE PORTAL: Gab es Schwierigkeiten bei der Organisation?

Marcus Besler: Die Erstveranstaltung 2016 auf die Beine zu stellen war wirtschaftlich sehr ambitioniert. Natürlich bringt eine Großveranstaltung auf 40.000 Quadratmetern mit über 100 Ausstellern viel Aufwand und Vorbereitungsbedarf mit sich. Von ernsthaften Schwierigkeiten kann man aber nicht sprechen.

BIKE PORTAL: Seid ihr zufrieden mit den ersten beiden Veranstaltungen?

Marcus Besler: Mit dem Ablauf und dem Zuspruch sind wir in 2016 und 2017 sehr zufrieden gewesen. Nach 20.000 Besuchern in 2016 schätzen wir die Besucherzahl 2017 auf 30.000. Neben den reinen Zahlen sind uns jedoch die Qualität und die Stimmung auf der Bike Week viel wichtiger.

BIKE PORTAL: Das Event ist sicherlich nicht nur aufwendig sondern auch mit jeder Menge Kosten verbunden. Wie bekommt ihr das gestemmt?

Marcus Besler: Wir machen das alles ehrenamtlich aus Spaß an der Sache. Außerdem bekommen wir viel Unterstützung von Freunden und Sponsoren. Mit einem kommerziellen Ansatz würde die Bike Week so nicht funktionieren.

BIKE PORTAL: Nach der Erfahrung der vergangenen Treffen: Was ist aus eurer Sicht noch zu verbessern?

Marcus Besler: Es gibt kaum Kritik, die man wirklich um- setzten kann. „Lange Wege“ lassen sich bei 40.000 Quadratmetern Fläche nicht vermeiden. Campingplätze in direkter Festivalnähe gibt es leider nicht und Musik ist auch immer Geschmackssache. Für 2018 werden wir mehr Getränkestände aufbauen und besseres Wetter bestellen.

BIKE PORTAL: Sind neue Highlights für 2018 geplant?

Marcus Besler: Wir werden die Bike Week Stück für Stück weiterentwickeln, Ihr dürft gespannt sein.

BIKE PORTAL: Vielen Dank für die ehrlichen Antworten und ganz viel Erfolg für die zukunftigen Veranstaltungen.

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