Mehr als Unwetterwarnungen

BGH verbietet Gratis-App des Deutschen Wetterdienstes

Die Gratis-App des Deutschen Wetterdienstes darf nur vor Unwetter warnen. Alles, was darüber hinausgeht, darf nur gegen Bezahlung oder werbefinanziert angeboten werden. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
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Die Gratis-App des Deutschen Wetterdienstes darf nur vor Unwetter warnen. Alles, was darüber hinausgeht, darf nur gegen Bezahlung oder werbefinanziert angeboten werden. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Seit 2015 bietet der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine kostenlose App, die detaillierte Wetterberichte bereitstellt. Ein Mitbewerber sah sich benachteiligt. Nun entschieden die Richter.

Karlsruhe (dpa) - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) muss sich in seiner kostenlosen «WarnWetter-App» auf Unwetterwarnungen beschränken. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden (Az. I ZR 126/18).

Alle darüber hinausgehenden Vorhersagen und Informationen darf die Bundesbehörde zum Schutz privater Mitbewerber nur gegen Bezahlung oder werbefinanziert anbieten.

Der DWD hatte 2015 eine Gratis-App mit detaillierten Wetterberichten auf den Markt gebracht. Dagegen hatte das Bonner Unternehmen WetterOnline geklagt. Wegen des Streits bietet der Wetterdienst die App in der Vollversion schon seit längerem nur gegen Bezahlung an.

Der meteorologische Dienst der Bundesrepublik sitzt in Offenbach. Sein Auftrag ist in einem eigenen Gesetz festgelegt. Zu diesen Aufgaben gehört die Herausgabe amtlicher Unwetterwarnungen.

BGH-Mitteilung zu dem Urteil

DWD über die App

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