Sicherheitsrisiko

Bluetooth-Schlösser lassen sich recht einfach knacken

Bluetooth-Schlösser sind zwar modern, aber auch risikobehaftet. Foto: Andrea Warnecke
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Bluetooth-Schlösser sind zwar modern, aber auch risikobehaftet. Foto: Andrea Warnecke

Türen mit einem materiellen Schlüssel zu öffnen, gehört der Vergangenheit an. Im Zeitalter der Digitalisierung kommen Technologien wie Bluetooth zum Einsatz. Allerdings weisen solche Schlösser noch einige Mängel auf.

Hamburg (dpa/tmn) - Bluetooth-Schlösser sollen den Zugang zu Wohnungen oder Behältern auch ohne herkömmlichen Schlüssel ermöglichen - sie sind offenbar aber ein Sicherheitsrisiko.

Wie ein Vortrag des Schlossknackers «Ray» von den Sportsfreunden der Sperrtechnik auf dem Chaos Communication Congress in Hamburg zeigt, lassen sich die per App zu öffnenden Schlösser teils mechanisch, teils elektronisch knacken. In einem Fall genügte es, den Sperrbolzen mit einem kleinen Blech zu öffnen, ein anderes Modell ließ sich mit Hilfe eines Magneten öffnen. In einem dritten Fall gelang es den Tüftlern, die Kommunikation zwischen App, Schloss und Onlineplattform zu entschlüsseln.

Bereits im August 2016 hatten Sicherheitsexperten im Rahmen der Konferenz Defcon 24 vorgeblich smarte Schlösser getestet. 12 von 16 untersuchten Modellen ließen sich ohne viel Mühe öffnen, einige versandten Zugangsdaten sogar im Klartext.

Bericht von heise online über Defcon

Präsentation über Sicherheitsprobleme von Bluetooth-Schlössern (pdf)

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