Änderungen bei Audiogeräten

Denon und Marantz: Webradios verlieren Verzeichnisdienst

Ohne Sender-Verzeichnis im Hintergrund können die meisten Internetradios keine neuen Stationen mehr finden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Ohne Sender-Verzeichnis im Hintergrund können die meisten Internetradios keine neuen Stationen mehr finden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Netzwerk-Audiogeräte brauchen aktuelle Software. Ohne Updates ist manchmal Schluss mit Musik. Oder man muss Einschränkungen hinnehmen - eine Erfahrung, die gerade Kunden von Denon und Marantz machen.

Berlin (dpa/tmn) - Netzwerkplayer und -receiver können meist auch Internetradio abspielen. Das gilt allerdings oft nur so lange, wie sie über das Netz auf ein Verzeichnis zugreifen können, in dem die Adressen der einzelnen Sender hinterlegt sind.

Für viele Kundinnen und Kunden der Schwestermarken Denon und Marantz ist daher nun Schluss mit Internetradio - es sei denn, sie zahlen Gebühren an den Verzeichnisdienst-Anbieter Vtuner, berichtet die Stiftung Warentest.

Konkret stehen Besitzern von Internetradios oder internetfähigen Audio-Receivern dieser beiden Hersteller aktuell nur noch die auf den Geräten gespeicherten Sender zur Verfügung. Neue Sender suchen und einspeichern sei hingegen nicht mehr möglich, weil sich die Zusammenarbeit zwischen Denon/Marantz und Vtuner geändert habe.

Drei Dollar im Jahr nach Registrierung

Die Hersteller informieren online darüber, dass alle Nutzer, die weiter Internetradio über die Geräte hören möchten, für den Vtuner-Dienst bezahlen müssen - und zwar drei US-Dollar (rund 2,67 Euro) jährlich nach einer Registrierung bei Vtuner und einer Freischaltung des jeweiligen Gerätes.

Ähnliche Erfahrungen mussten schon Kundinnen und Kunden von Sony und Yamaha machen. Während Sony 2015 die Zusammenarbeit mit Vtuner ganz einstellte und Besitzer betroffener Geräte fortan auf Internetradio verzichten mussten, wechselte Yamaha 2019 von Vtuner zum Verzeichnis-Dienstleister Airable.

Selbsthilfe mit der Fritzbox

In manchen Fällen können sich Verbraucher auch selbst helfen: Besitzer einer Fritzbox des Herstellers AVM zum Beispiel können den Wlan-Router bei vielen Modellvarianten für Internetradio einrichten: im Einstellungsmenü unter "Heimnetz/Mediaserver/Internetradio".

Beherrscht das betroffene Internetradio oder Netzwerk-Audiogerät die Standard DLNA beziehungsweise UPnP, wählt man anschließend nicht mehr die Internetradio-Funktion, sondern die Netzwerkwiedergabe mit der Fritzbox als Mediaserver und schließlich in der folgenden Liste den Eintrag Internetradio.

© dpa-infocom, dpa:200706-99-694740/2

Bericht auf "Test.de

Denon-Mitteilung

Gleichlautende Marantz-Mitteilung

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