Harsche Forderung

Droht der Serie "Tote Mädchen lügen nicht" nun endgültig das Aus?

Schon nach der ersten Staffel von "Tote Mädchen lügen nicht" gab es eine Welle der Empörung. Doch nach Staffel zwei scheint das Fass nun endgültig übergelaufen zu sein.

Die Netflix-Serie "Tote Mädchen lügen nicht" beschäftigt sich mit äußerst sensiblen Themen wie Suizid und Vergewaltigung. Betroffen sind davon in der Serie fast ausschließlich Jugendliche - und auch das Publikum befindet sich in diesem Alter.

Deshalb verwundert es kaum, dass schon nach der ersten Staffel zahlreiche Proteste laut wurden. So forderte die amerikanische Organisation Parents Television Council (PTC) dem Streaming-Dienst auf, die Serie für Jugendliche schwerer zugänglich zu machen. Zudem sollten ihrer Meinung nach Experten überprüfen, ob sie für ein junges Publikum tauglich ist.

+++ Achtung, im nächsten Absatz gibt es leichte Spoiler zu Staffel 2. +++

Darum hagelt es noch mehr Kritik für die zweite Staffel 

Doch das ist dem PTC nicht mehr genug: In einer Mitteilung verlangt der Elternverband von Netflix nun, alle Folgen aus dem Programm zu nehmen und die komplette Serie zu löschen

Sie sei eine tickende Zeitbombe für Teenager, die sich hoffnungslos und depressiv fühlen würden: "Die Inhalte der zweiten Staffel machen es noch schlimmer, als wir dachten. Wir hatten uns Hoffnung und Wiedergutmachung gewünscht - doch anstatt einen positiven Weg einzuschlagen, sorgen die neuen Folgen nur für noch mehr Niedergeschlagenheit."

Ob die Forderung der PTC der Serie nun tatsächlich an den Kragen gehen könnte, bleibt offen. Der Streaming-Dienst hat sich zu den harschen Worten noch nicht geäußert.

Lesen Sie hier, wovon die zweite Staffel "Tote Mädchen lügen nicht" handelt.

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depression leiden, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110222. Hilfe bietet auch der Krisendienst Frankfurt unter 069-611375. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.bsf-frankfurt.de.

Rubriklistenbild: © Youtube/KinoCheck

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