Software-Fehler

Facebook-Datenpanne ließ Nutzer Beiträge mit allen teilen

+
Wegen einer Softwarepanne sind möglicherweise private Beiträge von 14 Millionen Facebook-Nutzern für alle zu sehen gewesen. Foto: Oliver Berg

Facebook steht immer noch unter Druck wegen des Datenskandals um Cambridge Analytica - und ausgerechnet in dieser Zeit unterlief dem Online-Netzwerk ein Fehler, durch den Inhalte von Millionen Nutzern öffentlich geworden sein könnten.

Menlo Park (dpa) - Durch eine Datenschutz-Panne von Facebook haben mehrere Millionen Nutzer ihre Beiträge möglicherweise unwissentlich mit der ganzen Welt geteilt - statt nur mit Freunden.

Dem Online-Netzwerk zufolge könnten 14 Millionen Mitglieder betroffen sein, wie es selbst mitteilte. Der Software-Fehler wurde im Mai nach zehn Tagen behoben. Die Panne unterlief dem Online-Netzwerk zu einem Zeitpunkt, als es versuchte, das Vertrauen von Nutzern und Politik nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica zurückzugewinnen.

Der Fehler passierte bei der Arbeit an einer neuen Funktion, wie Facebook erläuterte. Nutzer können bei jedem Beitrag auswählen, ob er nur für Freunde, oder auch für Freunde von Freunden - oder alle bei Facebook zu sehen sein soll. Dabei wird die letzte Einstellung automatisch für den nächsten neuen Beitrag übernommen.

Eine neue Funktion für das Teilen von Profil-Inhalten hätte diese Voreinstellung eigentlich nicht beeinflussen dürfen, weil es dabei grundsätzlich um Dinge geht, die man öffentlich zeigen will. Dennoch schaltete das System die Privatsphären-Einstellung auch beim nächsten regulären Facebook-Post im Hintergrund auf "alle" um. Die Nutzer könnten aber davon ausgegangen sein, dass die Beiträge wie gewohnt nur in einem engeren Kreis geteilt werden - denn sie hatten ja nichts daran geändert. Nun informiert Facebook zur Sicherheit Mitglieder, die in dieser Zeit für alle sichtbare Beiträge veröffentlicht haben.

Datenschutz-Chefin Erin Egan betonte, Facebook versuche, nach der Kritik am Umgang mit dem Datenabfluss an Cambridge Analytica transparenter über Fehler zu informieren.

Blogeintrag von Facebook

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Instagram warnt Nutzer nicht mehr vor Screenshots in Stories

Schnell einen Screenshot von einem sonst nur zeitlich begrenzt abrufbaren Inhalt machen - darüber wurden Nutzer der Foto Plattform Instagram bisher informiert. Doch in …
Instagram warnt Nutzer nicht mehr vor Screenshots in Stories

Im Zweifel zum günstigeren LTE-Tarif greifen

Ohne das Internet auf dem Smartphone geht fast nichts. Deshalb greifen manche Verbraucher zu den teuren Tarifen, um schnellstmögliche Verbindungen zu erreichen. Doch das …
Im Zweifel zum günstigeren LTE-Tarif greifen

Kinderleicht: So gelingt das perfekte Urlaubsfoto

Im Katalog wirkt der Strand atemberaubend schön, die Berge hoch und kontrastreich - doch auf dem eigenen Bild ist nichts davon zu sehen? Damit ist jetzt Schluss!
Kinderleicht: So gelingt das perfekte Urlaubsfoto

Neue Szenen von mysteriösem Spiel "Death Stranding"

Bekannte Schauspieler und eine extrem realistisch gestaltete Spielwelt: Daraus sind Spieler-Träume gemacht. Für das Spiele-Projekt "Death Stranding" der …
Neue Szenen von mysteriösem Spiel "Death Stranding"

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.