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Fernseher als Skulpturen und Gemälde: TV-Design auf der IFA

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Satte Farben und satter Klang: Beim OLED-Fernseher Beovision Eclipse hat Bang & Olufsen eine große Soundbar angebracht, die wahlweise mit farbigem Stoff oder einem Aluminiumgitter verblendet ist. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

Ohne sie geht auf der IFA nichts: Große, dünne Fernseher mit immer irrwitzigeren Auflösungen. Doch die Hersteller achten nicht nur auf gestochen scharfe Bilder, auch Design ist wichtig. Immerhin stehen die Boliden in der guten Stube - wenn man sie sich leisten kann.

Berlin (dpa/tmn) - OLED-Technologie, ultradünne Displays und viele Designstücke: Diese drei Trends sind bei den TV-Neuheiten auf der Technikmesse IFA in Berlin (1. bis 6. September) zu beobachten.

Fast mehr Skulptur als Fernseher ist etwa das Modell Bild 9 von Loewe. Das mit sieben Millimetern hauchdünne Display haben die Designer in ein handgeschmiedetes Winkelgestell aus Stahl gehängt, das wahlweise gold- oder graphitfarben daherkommt.

Die integrierte, schmale Soundbar wird nur sichtbar, wenn der Bild 9 angeschaltet ist. Dann fährt das Hochkontrast-Display (HDR/Dolby Vision) ein Stück hoch, um den Lautsprecher freizugeben. Die selbstleuchtenden organischen Pixel (OLED) des Bildschirms erzeugen kräftige Farben - und ein absolutes Schwarz, wenn sie nicht aktiv sind. Mit 55-Zoll-Diagonale kostet das auf der Rückseite mit Stoff bespannte Gerät 8000 Euro und als 65-Zoll-Version 10 000 Euro.

Einer Zusammenarbeit mit LG, die derzeit die OLED-Panels für fast alle Hersteller liefern, ist der OLED-Fernseher Beovision Eclipse von Bang & Olufsen entsprungen. Dass die Dänen Wert auf guten Klang legen, ist an der großen, mit farbigem Stoff oder einem Aluminiumgitter verblendeten Soundbar zu erkennen, die sich im unteren Drittel des Gehäuses vor dem dünnen Display wölbt.

In der Soundbar steckt ein Dreikanal-System mit 450 Watt Leistung. Eine Besonderheit ist der motorisierte Standfuß, mit dessen Hilfe sich der Fernseher roboterhaft per Fernbedienung im Raum hin- und herfahren lässt - etwa weil man gerade seine Sitzposition geändert hat. Er kann aber auch ohne Fuß an einer optional motorisierten Wandhalterung fixiert werden. In 55 Zoll Größe ist er ab 9120 Euro zu haben, als 65-Zöller werden mindestens 12 820 Euro fällig.

Den Fernseher als Gemälde und Teil der Wanddekoration definiert Samsung mit seinem "Frame"-Konzept. Wer gerade nicht fernsieht, soll nach den Vorstellungen des Herstellers einfach seine Lieblingskunst oder seine Fotografien an der Wand bewundern können - wie in einem Bilderrahmen. Daher rührt auch der Name "The Frame". Eine Besonderheit ist ein Bewegungssensor, der das Display abschaltet, wenn keiner im Raum ist, und anschaltet, wenn jemand den Raum betritt.

Die Rahmen für die dünnen, in 43, 55 oder 65 Zoll erhältlichen Fernseher mit UHD-Auflösung (ab 1700 Euro) gibt es in verschiedenen Holz- und Metall-Designs, sie kosten jeweils ab rund 200 Euro. Es gibt als Zubehör sogar einen Staffelei-Standfuß, auf die man die Frame-TVs stellen kann.

Philips setzt bei seinen Fernsehern traditionell auf ein Raumdesign mit Licht: Das sogenannte Ambilight, das auf der Rückseite der Fernseher angebrachte LEDs an die Wand strahlen, entspricht in Helligkeit und Farbtönen immer dem aktuellen Fernsehbild. Das soll nicht nur für eine angenehme Atmosphäre sorgen, sondern vor allem die Augen schonen.

Beim neuen TV-Modell 55POS9002 etwa soll das Ambilight zusätzlich die optische Leichtigkeit des Geräts mit seinem dünnen OLED-Display unterstreichen. Der Fernseher bietet ebenfalls UHD-Auflösung sowie HDR-Unterstützung (HDR10/HLG) und schlägt mit 2500 Euro zu Buche.

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