Telekom

Fünf Millionen neue Haushalte erhalten schnelles Internet

+
Um Haushalte mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde ins Internet zu bringen, setzt die Deustche Telekom die umstrittene "Vectoring"-Technik ein.

Die Telekom setzt beim Ausbau des Breitbandnetzes auf eine Kombination von Glasfaserleitungen zu den Vermittlungssstellen am Straßenrand und Kupferleitung auf der letzten Meile. Zum Auftakt der Digitalmesse Cebit zieht der Magenta-Konzern eine Zwischenbilanz.

Bonn - Die Deutsche Telekom hat am Montag (11. Juni) über 200.000 neue Haushalte mit einem schnellen Internet-Anschluss versorgt. Damit seien 2018 mehr als fünf Millionen Haushalte mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Download) ins Netz gegangen, teilte das Unternehmen mit.

Insgesamt seien rund zehn Millionen Haushalte versorgt. Die Telekom setzt dabei vor allem die umstrittene "Vectoring"-Technik ein. Dabei werden auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstellen und den Verteilerkästen am Straßenrand Glasfaserkabel verwendet. Auf dem Weg in die Häuser laufen die Daten dann über herkömmliche Kupferleitungen. Bislang sind damit maximal 100 Mbit/s im Download möglich. Mit einem verbesserten "Super-Verctoring" sollen von der zweiten Jahreshälfte 2018 an dann Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s möglich sein.

Um den Einsatz der "Vectoring"-Technik gibt es in Deutschland seit Jahren Streit. Vor allem Wettbewerber der Deutschen Telekom forderten, konsequenter auf den Glasfaser-Ausbau zu setzen. Die Bundesnetzagentur gab jedoch grünes Licht für die "Vectoring"-Pläne - weil es bei Verbrauchern und Unternehmen nicht genug Bereitschaft gegeben habe, mehr Geld für die schnelleren Glasfaser-Anschlüsse zu bezahlen. Zuletzt hatte auch der Europäische Rechnungshof den "Vectoring"-Einsatz kritisiert. Das EU-weite Ziel, bis 2025 flächendeckende Ultra-Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde zu ermöglichen, sei in Deutschland mit den aktuell genutzten Technologien aber "wahrscheinlich nicht zu verwirklichen".

Telekom-Chef Tim Höttges sagte, Ziel seines Unternehmens sei es, möglichst alle Menschen zu bedienen - sowohl auf dem Land als auch in den Städten. "Wir bauen nicht nur Datenautobahnen zwischen den großen Metropolen und Ballungsräumen, sondern unser Netz geht auch in die ländlichen Regionen." Die Deutsche Telekom investiere jährlich in Deutschland mehr als fünf Milliarden Euro, vor allem in Infrastruktur und Technik. "Allein 2018 wird das Glasfasernetz um weitere 60.000 Kilometer wachsen und dann mehr als 500.000 Kilometer umfassen."

dpa

Mitteilung Telekom

EU-Rechnungshofsbericht

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Abgefahren: 130.000 Likes für einen YouTube-Kommentar

YouTube‘s Kommentarkultur ist nicht immer die Netteste. Ein Video-Kommentar begeistert aber und erntet tausende Likes. Aber was hat es damit auf sich?
Abgefahren: 130.000 Likes für einen YouTube-Kommentar

Riverdale-Schocker: Ist Archie Andrews wirklich tot?

Nach der Midseason-Pause geht es in Riverdale sofort wieder hoch her. Besonders der Cliffhanger der neuen Folge schockt die Fans - denn es steht nicht gut um Archie.
Riverdale-Schocker: Ist Archie Andrews wirklich tot?

Netflix-Kunden, aufgepasst! Abzocke kann unangenehme Folgen haben

Derzeit werden Netflix-Kunden per SMS darum gebeten, ihre Zahlungsdaten zu aktualisieren. Dies sollte man nicht tun, da die Nachrichten nicht vom Streaming-Anbieter …
Netflix-Kunden, aufgepasst! Abzocke kann unangenehme Folgen haben

München: Polizei gibt Rat, den jeder Handy-Nutzer berücksichtigen sollte

Nichts ist ärgerlicher als ein verlorenes oder gestohlenes Smartphone. Doch die Polizei München hat einen Tipp, wie das Gerät im Ernstfall einfacher auffindbar ist.
München: Polizei gibt Rat, den jeder Handy-Nutzer berücksichtigen sollte

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.