Telekom

Fünf Millionen neue Haushalte erhalten schnelles Internet

+
Um Haushalte mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde ins Internet zu bringen, setzt die Deustche Telekom die umstrittene "Vectoring"-Technik ein. Foto: Stefan Sauer

Die Telekom setzt beim Ausbau des Breitbandnetzes auf eine Kombination von Glasfaserleitungen zu den Vermittlungssstellen am Straßenrand und Kupferleitung auf der letzten Meile. Zum Auftakt der Digitalmesse Cebit zieht der Magenta-Konzern eine Zwischenbilanz.

Bonn (dpa) - Die Deutsche Telekom hat am Montag (11. Juni) über 200.000 neue Haushalte mit einem schnellen Internet-Anschluss versorgt. Damit seien 2018 mehr als fünf Millionen Haushalte mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Download) ins Netz gegangen, teilte das Unternehmen mit.

Insgesamt seien rund zehn Millionen Haushalte versorgt. Die Telekom setzt dabei vor allem die umstrittene "Vectoring"-Technik ein. Dabei werden auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstellen und den Verteilerkästen am Straßenrand Glasfaserkabel verwendet. Auf dem Weg in die Häuser laufen die Daten dann über herkömmliche Kupferleitungen. Bislang sind damit maximal 100 Mbit/s im Download möglich. Mit einem verbesserten "Super-Verctoring" sollen von der zweiten Jahreshälfte 2018 an dann Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s möglich sein.

Um den Einsatz der "Vectoring"-Technik gibt es in Deutschland seit Jahren Streit. Vor allem Wettbewerber der Deutschen Telekom forderten, konsequenter auf den Glasfaser-Ausbau zu setzen. Die Bundesnetzagentur gab jedoch grünes Licht für die "Vectoring"-Pläne - weil es bei Verbrauchern und Unternehmen nicht genug Bereitschaft gegeben habe, mehr Geld für die schnelleren Glasfaser-Anschlüsse zu bezahlen. Zuletzt hatte auch der Europäische Rechnungshof den "Vectoring"-Einsatz kritisiert. Das EU-weite Ziel, bis 2025 flächendeckende Ultra-Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde zu ermöglichen, sei in Deutschland mit den aktuell genutzten Technologien aber "wahrscheinlich nicht zu verwirklichen".

Telekom-Chef Tim Höttges sagte, Ziel seines Unternehmens sei es, möglichst alle Menschen zu bedienen - sowohl auf dem Land als auch in den Städten. "Wir bauen nicht nur Datenautobahnen zwischen den großen Metropolen und Ballungsräumen, sondern unser Netz geht auch in die ländlichen Regionen." Die Deutsche Telekom investiere jährlich in Deutschland mehr als fünf Milliarden Euro, vor allem in Infrastruktur und Technik. "Allein 2018 wird das Glasfasernetz um weitere 60.000 Kilometer wachsen und dann mehr als 500.000 Kilometer umfassen."

Mitteilung Telekom

EU-Rechnungshofsbericht

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Instagram warnt Nutzer nicht mehr vor Screenshots in Stories

Schnell einen Screenshot von einem sonst nur zeitlich begrenzt abrufbaren Inhalt machen - darüber wurden Nutzer der Foto Plattform Instagram bisher informiert. Doch in …
Instagram warnt Nutzer nicht mehr vor Screenshots in Stories

Im Zweifel zum günstigeren LTE-Tarif greifen

Ohne das Internet auf dem Smartphone geht fast nichts. Deshalb greifen manche Verbraucher zu den teuren Tarifen, um schnellstmögliche Verbindungen zu erreichen. Doch das …
Im Zweifel zum günstigeren LTE-Tarif greifen

Kinderleicht: So gelingt das perfekte Urlaubsfoto

Im Katalog wirkt der Strand atemberaubend schön, die Berge hoch und kontrastreich - doch auf dem eigenen Bild ist nichts davon zu sehen? Damit ist jetzt Schluss!
Kinderleicht: So gelingt das perfekte Urlaubsfoto

Neue Szenen von mysteriösem Spiel "Death Stranding"

Bekannte Schauspieler und eine extrem realistisch gestaltete Spielwelt: Daraus sind Spieler-Träume gemacht. Für das Spiele-Projekt "Death Stranding" der …
Neue Szenen von mysteriösem Spiel "Death Stranding"

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.