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Fulda meets "Gamescom"

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Neuheiten aus der Spielewelt und der neue TIE Fighter sind auf der größten Computerspielmesse bis Sonntag in Köln zu erleben.

VON MICHAEL SCHWABE

Köln. Am Mittwoch startete die größte Leitmesse der Spieleindustrie "Gamescom" in Köln. In diesem Jahr sind lückenlos alle Branchen-Riesen mit eigenen Ständen vertreten und wetteifern um die Gunst der Kunden. Und eben diese Kunden entwickelten in den vergangenen zwei Jahren, quasi mit der Veröffentlichung der beiden "NextGen-Spielekonsolen", einen überaus hohen Anspruch in Sachen Qualität.

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es zwischen den Konsolen-Herstellern "Sony” und "Microsoft” ein herrliches Kopf-an-Kopf-Rennen auf der diesjährigen "Gamescom" gibt. Die Messestände sind größer, optisch beeindruckender und akustischer präsenter als in den Vorjahren. Aus allen Lautsprechern dröhnt, knallt und zischt es, heftige Electro-Beats schlagen dem Besucher in die Magengrube und machen Gespräche sehr schwierig.

In den riesigen Messe-Hallen versucht jeder Hardwareersteller, jede Softwareschmiede auf besondere Art auf sich aufmerksam zu machen. Messe-Hostessen in schrillen Outfits, Cos-Player, die ihren virtuellen Vorbildern nacheifern, und Stars und Sternchen aus dem TV, der Sportwelt und Musikbrache geben sich ein Stelldichein.

Multimedialer Treffpunkt

Die Videospielemesse ist längst zu einem multimedialen Treffpunkt durch alle sozialen Schichten und Altersgruppen geworden. Und bitte nicht falsch verstehen – das ist nun mal die "Gamescom 2015": laut, imposant, etwas schräg aber dennoch das Abbild einer modernen Generation, die neben dem realen auch noch ein virtuelles Leben führt. Sich einmal als "Schumi" auf der virtuellen Rennstrecke austoben oder wie Luke Skywalker gegen die imperialen Truppen wie im "Star Wars"-Kinofilm kämpfen? Hier ist nichts mehr unmöglich.

Verblüffend reale Welten

Die computergenerierten Welten sehen allesamt so verblüffend real aus, fühlen sich so unfassbar echt an, dass man durchaus nachvollziehen kann, dass die Gaming-Industrie eine der umsatzstärksten Freizeitbranchen der Welt ist. Verblüffend wie echt Lionel Messi im neuen "Fifa 16-Fußballspiel" über den Platz hetzt und einer echten TV-Übertragung gleichend durch die Abwehrreihen des Gegner zum Torerfolg kommt. Alles nur gespielt und doch so real. Hierfür stehen tausende Menschen stundenlang in Doppelreihen, um das neue "Fifa 16" anzuspielen und sind dennoch seelig gelassen mit Hinblick auf die Chance, schon bald Messi und Co. mit dem Gamepad durch Europas Fußball-Ligen zu hetzen. Dabei ist dieser virtuelle Sport, das digitale Hobby schon lange keine Angelegenheit allein für die Jugend. Es gibt keine echten Altersgrenzen für die Begeisterung digitaler Emotionswelten. Was früher als kindisch und verpönt galt, ist heute völlig normal. Jung und Alt gibt es bei den Videospielen nicht mehr – schon eher die Frage welche Hardware im Besitz ist. Bist Du ein "Playstation"-, ein "XboxOne"- oder PC-Fan? Das ist die Frage. Und so versuchen Hersteller ihre Produkte mit exklusiven Veröffentlichungen an ihre Hardware zu binden, um so den Absatz besagter Konsolen zu steigern. Ein Beispiel hierfür ist das neue "Tomb Raider"-Spiel, das exklusiv diesen Herbst für die "Microsoft"-Konsole erscheint und sage und schreibe erst ein Jahr später auf Sonys Konsole und dem PC spielbar sein wird.

Ein Stück Osthessen

Die "Star Wars"-Fans und Hobby-Bastler um den Osthessen Michael Schramm haben nach ihrem "Project x1", das bundesweit für großes Medieninteresse sorgte, nun das zweite und bis bisher geheime Projekt in Köln der Öffentlichkeit präsentiert. Quasi mit einem Paukenschlag für alle Fans der "Star Wars"-Filme, wird am "Electronic Arts"-Stand der in diesem Jahr neu erhältliche Titel "Star Wars: Battlefront" durch den 1:2 Nachbau des TIE-Fighters promotet. Sehr beeindruckend, dem über sieben Meter hohen Raumschiff gegenüber zu stehen. Alle Details wirken echt und sorgen für richtige Gänsehaut, wenn im Hintergrund die Soundkulisse aus der Film-Saga erklingt. Viele Monate der Planung und Bauphase haben die Tüftler neben jeder Menge Geld aus eigener Tasche investiert, um sich selbst, aber auch den vielen Fans eine große Freude zu bereiten. Somit setzt die Fuldaer Region eines der optischen Highlights auf der größten Computerspiele-Messe Europas, die noch bis Sonntag, 9. August, in Köln stattfindet.

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