Phishing

Gute Laune macht anfälliger für Betrug im Netz

+
Manche Phishing-Mails erkennen Nutzer schon an fehlerhaften Betreffzeilen. Aber nicht alle Betrüger sind so leicht zu enttarnen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Ein unbekannter Cousin in Afrika bittet um finanzielle Hilfe. Klar, die E-Mail entlarvt man als Betrug. Doch so plump läuft Phishing nicht immer ab - und der Verstand setzt manchmal aus.

Hannover (dpa/tmn) - Mit raffiniert gefälschten E-Mails versuchen Betrüger, Internet-Nutzern sensible Daten zu entlocken. Um sich gegen das sogenannte Phishing zu schützen, sollte man sich nicht nur auf seinen Verstand verlassen.

Wenn man beispielsweise gut drauf und nicht gestresst ist, erkennt man Betrug eher seltener, berichtet die Fachzeitschrift "Technology Review" (online).

Deshalb schützt man seine Online-Konten, wenn es möglich ist, besser immer mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Dadurch reicht ein Passwort allein noch nicht aus, damit sich Phishing-Betrüger bei einem entsprechend geschützten Konto anmelden können. Dafür benötigt man nämlich einen zweiten Code, der einem etwa über eine spezielle App oder per SMS geschickt wird. Am sichersten sind dem Bericht zufolge physische Sicherheitsschlüssel, etwa auf USB-Sticks.

Warum aber macht einem gute Laune eher anfällig für Betrug? Die Antwort liegt in den Hormonen: Während das Stresshormon Cortisol Menschen wachsamer macht, wodurch sie auch Täuschungen eher erkennen, führen die mit positiven Gefühlen verbundenen Hormone Serotonin und Dopamin eher zu riskantem Verhalten, schreibt "Technology Review".

Betrüger gehen strategisch vor

Generell setzen Betrüger im Netz auf gewiefte Strategien, um die Nutzer hinters Licht zu führen. Manche schreiben zum Beispiel als vermeintlicher Geschäftsführer an einen Mitarbeiter - in der Mail platzieren sie einen Link und fordern dazu auf, diesen anzuklicken und dort bestimmte Informationen einzugeben. Oder sie spielen mit Emotionen und bitten als vermeintlich seriöse Hilfsorganisation um Spenden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt online verschiedene Tipps gegen Pishing. Einer der wichtigsten ist, keinesfalls vertrauliche Daten wie Passwort oder Kreditkartennummer per E-Mail preiszugeben - egal wie vertrauenserweckend eine Nachricht scheint. Im Zweifel gilt: Lieber nachfragen, etwa telefonisch.

Bericht von Technology Review

BSI-Tipps gegen Pishing

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

"Moons of Madness" liefert Horror-Trip auf dem Mars

Der Mars ist nicht nur furchtbar weit weg, sondern in "Moons of Madness" auch noch höllisch gruselig. Das Adventure erforscht die Grenzen des Übernatürlichen und der …
"Moons of Madness" liefert Horror-Trip auf dem Mars

„Starlink“-Satelliten von SpaceX heute als „Lichterkette“ über Deutschland zu sehen

Die „Starlink“-Satelliten von SpaceX sind heute wie eine „Lichterkette“ über Deutschland zu sehen. Hintergrundinformationen und Beobachtungstipps.
„Starlink“-Satelliten von SpaceX heute als „Lichterkette“ über Deutschland zu sehen

Mega-WhatsApp-Skandal: Hat Saudi-Kronprinz Amazon-Boss gehackt?

Amazon-Chef Jeff Bezos könnte vom saudischen Kronprinzen über WhatsApp gehackt worden sein. Saudi-Arabien dementiert die Vorwürfe.
Mega-WhatsApp-Skandal: Hat Saudi-Kronprinz Amazon-Boss gehackt?

WhatsApp Dark Mode: Kommt er schon bald? Die Fans werden langsam ungeduldig

Der WhatsApp Dark Mode wird von vielen Nutzern sehnsüchtig erwartet. Erste Hinweise gibt es in einer Beta-Version von WhatsApp.
WhatsApp Dark Mode: Kommt er schon bald? Die Fans werden langsam ungeduldig

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.