Datenschutz

Kamera-Autos: Was bei Problemen mit Aufnahmen zu tun ist

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Fotoansichten in Kartendiensten können das Recht auf informationelle Selbstbestimmung verletzen. Foto: Robert Günther/dpa-tmn

Kamera-Autos von Apple, Google & Co rollen hierzulande durch die Straßen. Gesichter und Kennzeichen sollen automatisch verschwommen dargestellt werden, wenn die Aufnahmen online gehen. Das klappt aber nicht immer zuverlässig.

Bonn (dpa/tmn) - Bei Foto-Ansichten in Googles oder Apples Kartendiensten fällt ein Gesicht oder Nummernschild auf, das stärker unkenntlich gemacht werden sollte?

Eigentlich kein Problem: Man kann sich mit solchen Beschwerden ebenso direkt an die Unternehmen wenden wie mit der Aufforderung, das eigene Haus, die eigene Wohnung oder das eigene Auto ganz oder teilweise unkenntlich zu machen. Bei Apple geht das etwa per E-Mail (MapsImageCollection@apple.com). Bei Google Maps findet man die Option "Problem melden" immer ganz unten rechts im Fenster, wenn Bilder angezeigt werden.

Wer dabei auf Probleme mit den Konzernen stößt, kann sich zur Durchsetzung seines Rechts auf informationelle Selbstbestimmung bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde beschweren, erklärt der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI).

Beschwerden gegenüber Apple seien an das Landesamt für Datenschutzaufsicht Bayern zu richten (poststelle@lda.bayern.de), Beschwerden gegenüber Google an den Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (mailbox@datenschutz.hamburg.de).

Dem BfDI zufolge ist neben Apple und Google auch das in Edinburgh und San Francisco ansässige Unternehmen NCTech mit vergleichbaren Kamera-Fahrzeugen unterwegs. Da die Firma keine Niederlassung in Deutschland hat, seien Beschwerden an die örtliche Landesdatenschutzbehörde zu richten.

Kontaktliste der Landesdatenschutzbeauftragten

Informationen zur Apple-Maps-Bilderfassung

Datenschutzhinweise zur Apple-Maps-Datenerhebung

Street-View-Richtlinien von Google

Google-Hilfe zum Melden von Problemen mit Bildern

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