Bericht der Regierung 

Kampf gegen kriminelle Pädophilie: Hohe Löschquote bei Kinderpornos 

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Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk nach einem Schlag gegen die europaweit größte Kinderpornografie-Plattform „Elysium“. 

Kinderpornografie im Internet wird nach ihrer Entdeckung zumeist recht schnell gelöscht - das bestätigte die Bundesregierung, die mit der Quote aktuell sehr zufrieden ist. 

Kinderpornografie im Internet wird nach ihrer Entdeckung zumeist recht schnell gelöscht: 70 Prozent der von Deutschland aus ins Netz gestellten Fotos und Videos wurden im vergangenen Jahr bereits nach zwei Tagen entfernt, wie aus einem am Mittwoch vom Bundeskabinett gebilligten Bericht hervorgeht. Nach einer Woche lag die Erfolgsquote demnach bereits bei 95 Prozent. Die aufwändigere Löschung der Inhalte auf Servern im Ausland war 2016 zu 62 Prozent der Fälle nach einer Woche erledigt. 

Löschen oder Sperren - welche Methode ist wirkungsvoller? 

Im Vorjahr hatte der Anteil noch 55 Prozent betragen. Nach vier Wochen lag der Anteil der entfernten Inhalte bei 92 Prozent. 2015 hatte die Quote bei 81 Prozent gelegen. Nach einem Pressebericht ist die Bundesregierung zufrieden mit der Löschquote. Deren Höhe und die kurzen Bearbeitungszeiten seien ein "Beleg dafür, dass das Konzept Löschen statt Sperren insgesamt wirkungsvoll" sei, erklärten die beteiligten Ministerien für Inneres und Justiz, wie die Heidelberger "Rhein-Neckar-Zeitung" vom Mittwoch berichtete. Die frühere schwarz-gelbe Regierung war seinerzeit vom Sperren kinderpornografischer Seiten abgerückt, weil Kritiker befürchtet hatten, dies könne zu einer generellen Zensur im Internet führen.

AFP

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