Welche Netzwerke geben Aufschluss über die Besucher?

Facebook, Instagram und Co.: Wer sieht sich mein Profil an?

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Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter sind aus dem Alltag vieler Nutzer nicht mehr wegzudenken.

Menlo Park - Täglich nutzen Millionen Menschen Facebook und Co. und würden gerne wissen, wer sich auf dem eigenen Profil aufhält. Bei welchen Netzwerken ist das möglich?

Wer war auf meinem Profil? Wen interessiert es nicht, potenzielle Dauerbesucher auf seinen Profilen in den sozialen Netzwerken ausfindig zu machen? Es gibt zahlreiche Apps und Internetseiten, die dem Nutzer Antworten auf diese Fragen geben sollen. Doch in welchem sozialen Netzwerk ist es überhaupt möglich, herauszufinden, wer auf welchem Profil zu Gast war? 

Facebook bleibt restriktiv - mit einer neuen Ausnahme 

Das bekannteste ist gleichzeitig auch das erfolgreichste Netzwerk weltweit: Facebook. Wirft man einen Blick in die App-Stores verschiedener Smartphoneanbieter wird schnell eines deutlich: Ein Großteil der Nutzer hat offenbar ein Interesse zu sehen, wer auf seinem privaten Profil vorbeigeschaut hat. Die beiden Apps “Wer hat hat mein Profil besucht” und “Profil Besucher für Facebook” sind im deutschen PlayStore von Google beispielsweise nur die Spitze des Eisberges. 

Doch die zahlreichen Anwendungen haben alle Eines gemeinsam: Keine kann zuverlässige Daten über Profilbesucher ausgeben. Der Hintergrund ist einfach: Facebook hat diese Funktion nicht freigegeben - und hat auch kein Interesse daran, dies zu tun. 

Facebook gibt den Nutzern keinen Einblick, wer Ihr Profil angesehen hat. Anwendungen von Fremdanbietern können das ebenfalls nicht”, macht das Unternehmen in seinem eigenen Hilfebereich ausdrücklich klar. 

Einen kleinen Einblick kann man seit kurzem dennoch erhaschen. Beim neuen Feature Facebook Stories wird protokolliert, wer sich welche neuen Story-Updates angesehen hat. Diese Liste ist nur für den Uploader der Story einsehbar. Sie kann aber höchstens ein Indiz dafür sein, dass diese Personen auch das eigene Profil besucht haben. Eine genaue Auskunft ist sie nicht. 

Twitter: Ein Tool gewährt nur wenige Informationen

Der Kurznachrichtendienst Twitter will durch sein Format vorrangig Meinungen und Nachrichten ins Zentrum der Useraktivitäten setzen. Persönliche Bilder und Aktivitäten der Nutzer sind für das Konzept der Plattform eher nachrangig. Ebenso wenig Wert legt Twitter darauf, dass man ohne weiteres sehen kann, wer auf welchem Profil zu Besuch war.

Es existiert dennoch eine Möglichkeit, sich über seine Profilbesucher schlau zu machen - sonderlich präzise ist diese allerdings nicht. 

Das Tool “Twitter Analytics” kann dem Nutzer interessante Einblicke geben. Hier werden Statistiken zu den Impressions einzelner Tweets und der Anzahl der entsprechenden Link-Klicks einzeln nach Geschlecht, Alter, Ort und Interesse der Personen, die mit den eigenen Posts interagieren, aufgeschlüsselt. Namen einzelner Besucher sind hier allerdings nicht sichtbar. So kann man auch auf Twitter keine potenziellen Stalker enttarnen.

Instagram: Die Storyfunktion gibt Einblick

Wie bei der neuen Storyfunktion bei Facebook, kann auch beim stark fotobasierten sozialen Netzwerk Instagram herausgefunden werden, wer sich seine Instagram Stories angesehen hat. Das Prinzip ist nahezu identisch. 

Eines ist aber klar: Diese Funktion liefert keine Liste von Usern, die auf dem eigenem Profil unterwegs waren. Eine solche Funktion gibt es auch bei Instagram nicht. 

LinkedIn und Xing - Die Ausnahmen, alle Besucher sind sichtbar

Während Facebook und Co. es überhaupt nicht zulassen, gehört es für die beiden Netzwerke LinkedIn und Xing zum Geschäftsmodell, Profilbesucher sichtbar zu machen. Nimmt man in den Einstellungen entsprechende Änderungen vor, wird man sogar benachrichtigt, wenn sein persönliches Profil angeklickt wurde. 

Durch diese Funktion soll es den Usern einfacher fallen, Kontakte in der Arbeitswelt zu knüpfen. “Networking” ist das Stichwort der Netzwerke, in denen es hauptsächlich um Verbindungen in der Berufswelt geht. 

Allerdings: Nur wer eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft abschließt, sieht nicht nur das Bild des Besuchers, sondern auch dessen Namen und kann direkt auf das Profil klicken.

Für die User ist es also in beinahe allen Netzwerken unmöglich, genau nachzuvollziehen, wer auf dem eigenen Profil zu Besuch war. Will man sich vor ungebetenen Besuchern schützen, geht das vor allem bei Facebook relativ gut. Bei den Privatsphären-Einstellung einfach sicherstellen, dass alle Daten, Bilder, Posts, Videos und gemeinsame Freunde nur von Personen gesehen werden können, mit der man auch befreundet ist. Am besten ist es aber immer noch: Nur Dinge oder Bilder zu posten, von denen Sie sicher sind, dass sie auch ins Netz gehören.

tlo

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