Über den Wolken

"Microsoft Flight Simulator" holt die Welt nach Hause

Flugsimulatoren sind tot? Von wegen! Der "Microsoft Flight Simulator" ist zurück und setzt im Hinblick auf Realismus und vor allem Grafik neue Maßstäbe - mit Echtzeit-Daten aus dem Internet.

Berlin (dpa/tmn) - Seit den frühen 1990er Jahren setzt der "Microsoft Flight Simulator" immer wieder Standards: Wer virtuell so realistisch wie möglich fliegen will, kam an den verschiedenen Versionen des Titels kaum vorbei. 2009 verschwand das Spiel vom Radar der Flugzeug-Fans, um sich jetzt umso eindrucksvoller zurückzumelden.

Erster Hingucker sind dabei weniger die verschiedenen Flugzeuge und ihre detailverliebt gestalteten Cockpits - sondern eher das, was sich darunter abspielt: Städte und Landschaften baut der Simulator mit Hilfe von Satellitendaten aus Microsofts Kartendienst "Bing Maps" nach. Das klappt gerade in großen Städten zwar nicht immer, in der Regel aber doch verblüffend gut. Und es sorgt dafür, dass Nutzern quasi die ganze Welt offensteht. Ein Rundflug über dem Haus der Oma? Kein Problem!

Hohe Anforderungen an Hardware und Internet

So viel Realismus hat allerdings seinen Preis: Um in den vollen Genuss der realistischen Grafikdarstellung zu kommen, brauchen Spieler nicht nur einen flotten PC, sondern auch eine schnelle Internetverbindung. Damit kann der "Flight Simulator" dann sogar Echzeit-Daten zum Wetter und real existierenden Linienflügen aus dem Netz laden.

Ein gefundenes Fressen ist so viel echte Fliegerei natürlich für echte Luftfahrt-Fans. Amateure und Neugierige müssen aber keine Angst haben: "Microsoft Flight Simulator 2020" bietet eine ganze Reihe unterschiedlicher Konfigurationsmöglichkeiten und Assistenten. Wer will, kann die kniffligen Details der Fliegerei fast komplett dem PC überlassen und nur die Landschaft genießen. Wer die ganze Arbeit selbst machen will, kommt aber auch auf seine Kosten.

Keine Katastrophen

Eine Story oder zumindest ein paar Missionen, die den virtuellen Flügen Struktur verleihen, gibt es allerdings nicht. Und auch der Realismus hat seine - in diesem Fall sinnvollen - Grenzen: Flugzeugabstürze und andere Katastrophenszenarien will und kann der "Microsoft Flight Simulator" nicht nachstellen. Wenn die Maschine abstürzt, wird der Bildschirm einfach schwarz.

"Microsoft Flight Simulator 2020" ist ab etwa 60 Euro für den PC erhältlich und hat keine Altersbeschränkung. Achtung: Das Spiel ist mehr als 100 Gigabyte groß und wahlweise als Download oder auf 10 DVDs erhältlich. Die Installation verlangt in beiden Fällen einiges an Geduld. Eine Version für Microsofts Xbox ist ebenfalls angekündigt - wann sie erscheint, ist aber noch unklar.

© dpa-infocom, dpa:200903-99-413733/3

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