Malware-Schleuder

Mozilla stellt Firefox-Send-Dienst ein

Nachdem sich die Probleme bei Firefox Send nicht in den Griff bekommen lassen, ziehen die Entwickler ihre Konsequenzen und nehmen den Dienst offline. Foto: Andrej Sokolow/dpa/dpa-tmn
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Nachdem sich die Probleme bei Firefox Send nicht in den Griff bekommen lassen, ziehen die Entwickler ihre Konsequenzen und nehmen den Dienst offline. Foto: Andrej Sokolow/dpa/dpa-tmn

Erst letztes Jahr startete der Datentransfer-Dienst von Firefox. File-Sharing, sowie sichere und private File-Hosting-Funktionen sollten Abhilfe schaffen. Weshalb Firefox-Send wieder offline geht.

Berlin (dpa/tmn) - Mozilla gibt seinen Privatsphäre-orientierten Dateitransfer-Dienst Firefox Send auf. Dieser startete im März 2019 und ging im Sommer 2020 zunächst vorläufig offline, weil Kriminelle ihn massiv für die Verbreitung von Malware und für Phishing-Angriffe missbraucht hatten.

Nachdem sich die Probleme offenbar nicht abstellen ließen, haben die Entwickler nun beschlossen, den Send-Betrieb nicht wieder aufzunehmen.

Unter https://send.firefox.com konnten Nutzerinnen und Nutzer in jedem beliebigen Browser Dateien verschlüsselt und auf Wunsch passwortgeschützt auf Mozilla-Server hochladen. Sie erhielten dann einen Download-Link zum Verschicken an die Empfängerin oder den Empfänger. Der Dienst war kostenlos.

Mögliche Alternativen, bei denen sich der Transfer zumindest ebenfalls per Passwort oder Code schützen lässt, sind zum Beispiel Wikisend (bis 100 MB) oder Sendanywhere (bis 1 GB im Browser). Für größere Dateien kann man auf Terashare (bis 10 GB im Browser) zurückgreifen. Auch diese drei Dienste werden gratis angeboten.

© dpa-infocom, dpa:200923-99-678350/3

Wikisend

Sendanywhere

Terashare

Mitteilung

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