Passwort-Sharing

Ist das das Ende von Netflix, wie wir es kennen?

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Ist das das Ende für Passwort-Sharing auf Netflix?

Netflix-Konten werden häufig von mehreren Personen genutzt um Kosten zu sparen. Mit dem Teilen von Passwörtern könnte aber bald Schluss sein.

Streaming-Dienste wie Spotify, Amazon Prime und vor allem Netflix werden gerne von Nutzern mit anderen Personen geteilt. Ein Abo für mehrere senkt die Kosten für den Einzelnen, ist aber bei Netflix laut der Nutzungsbedingungen nur unter bestimmten Umständen erlaubt. Da es viele Abonnenten trotzdem tun, verliert das Unternehmen viele Einnahmen. Wie The Verge berichtete, könnte sich die Situation aber bald für Netflix verbessern und der unrechtmäßigen Nutzung einen Riegel vorsetzen. 

Passwort teilen bei Netflix kostet Unternehmen viel Geld

Netflix hat sich dank seines werbefreien und relativ preiswertem Angebots an Filmen, Serien und Eigenproduktionen einen Spitzenplatz auf dem Streaming-Markt erarbeitet. Daran ändert auch so manch weniger gute Nachricht nichts. Beispielsweise entstand durch den Netflix-Film "Birdbox" ein gefährlicher Trend: die "Birdbox-Challenge".

Trotzdem dürfte der Streaming-Gigant ungerne auf Einnahmen verzichten, die durch die Weitergabe von Passwörtern, also das Teilen eines Netflix-Accounts, nicht zustande kommen. Zwar hat das Unternehmen diese Tatsache bisher mehr oder weniger toleriert, aber jetzt dürfte sich das Blatt wenden. Denn ein britisches Unternehmen kommt mit einer Lösung um die Ecke, die Netflix zum Handeln bringen könnte.

Wird Netflix dem Passwort-Sharing bald ein Ende setzen?

"Credentials Sharing Insight" heißt das Programm, das die britische Firma Synamedia anbietet. Laut The Verge testen bereits einige Unternehmen das Programm und auch Netflix könnte davon Gebrauch machen. Das Tool würde dabei das Nutzerverhalten analysieren und aufzeichnen. Heißt, Ort, Uhrzeit, Gerät und gestreamter Inhalt werden über einen Algorithmus so errechnet, dass Nutzer, die aller Wahrscheinlichkeit unrechtmäßig ihren Netflix-Account teilen, aufgespürt werden können.

Netflix auf mehreren Geräten gleichzeitig zu streamen ist unter bestimmten Umständen erlaubt.

Netflix, Amazon Prime & Co.: Alles Wissenswerte zu den Streaming-Diensten.

Passwort-Sharing hängt bei Netflix vom Abo ab

Einen Einfluss auf die Analyse hätte bei Netflix das gebuchte Abo-Modell. Zwar ist das gleichzeitige Streaming je nach Abo auf mehreren Geräten erlaubt, die Nutzungsbedingungen von Netflix schränken die Nutzung des Kontos aber ein:

"Der Netflix-Dienst und sämtliche Inhalte, die über den Dienst angesehen werden, sind ausschließlich für Ihre persönliche und nicht kommerzielle Nutzung bestimmt und dürfen nicht mit Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben, geteilt werden. Während Ihrer Netflix-Mitgliedschaft gewähren wir Ihnen ein beschränktes, nicht exklusives und nicht übertragbares Recht, um auf den Netflix-Dienst zuzugreifen und Netflix-Inhalte anzusehen."

Für Kunden, die lediglich das Basis-Abo besitzen, bei dem nur ein Streaming-Gerät inbegriffen ist, dürfte es also ein leichtes sein Passwort-Sharing zu entlarven.

Netflix-Abos im Detail: Das kostet der Streaming-Dienst 2019 im Abo

Was könnte Netflix wegen des Passwort-Sharings tun?

Falls Netflix mit Synamedia zusammenarbeitet und die geteilten Accounts analysiert, liegt es an Netflix, wie weiter vorgegangen wird. Sicherlich dürfte das Programm viele Konten entlarven, aber auch Nutzer wie zum Beispiel Pendler errechnen, die nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Letztendlich handelt es sich aber um eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Dennoch könnte es zu Verwarnungen oder sogar zu Sperrung von Konten kommen. Für viele würde das dann heißen, dass sie entweder ohne Netflix auskommen, oder ein eigene Abo abschließen müssen. Ob und wie Netflix letztendlich handeln wird, ist noch unklar.

Auch interessant: Im neuen Netflix-Hit bestimmen Zuschauer die Handlung - und scheitern an Fragen

ab

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