Angeklickt

Schimpansen beobachten und Tierforschern helfen

+
Wie viele Affen sind zu sehen und was machen sie? Auf chimpandsee.org werden Internetnutzer zu Tierbeobachtern im Auftrag der Wissenschaft. Foto: chimpandsee.org/dpa-tmn

Wildkameras liefern Forschern wichtige Details, nur leider ist die Menge an Daten immens. Mithilfe von Hobby-Tierforschern will das Max-Planck-Institut nun zum zweiten mal Videomaterial kategorisieren und klassifizieren.

Leipzig (dpa/tmn) - Schimpansen und Paviane kennen die meisten Menschen nur von Zoobesuchen. Wer sie einmal in ihrem natürlichen Lebensraum sehen möchte, muss weit reisen - oder kann die Webseite Chimpandsee.org besuchen, und dabei auch noch die Forschung unterstützen.

Die Idee hinter dem Projekt: Nutzer schauen sich kurze Videos an, die Kamerafallen in der Wildnis Afrikas aufgezeichnet haben, und halten fest, was sie sehen. Das kann eine umhertollende Horde Affen sein, ein kleines Nagetier oder auch mal lange nichts.

Die Nutzer bestimmen mit Hilfe vorgegebener Wahlmöglichkeiten die beobachteten Arten, die Zahl der Tiere und was diese gemacht haben - Anfänger finden eine Anleitung, wie sie am besten vorgehen. Von der Mitarbeit der Masse erhoffen sich die Wissenschaftler viele Daten, die ihnen helfen, mehr über die Population und das Verhalten der Tierarten in ihren Lebensräumen herauszufinden.

Zunächst werden mehr als 40.000 Videos auf die Projektseite geladen, Hunderttausende sind in Planung, erklärt das Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, das hinter dem Projekt steckt. Beheimatet ist das Projekt auf dem Bürgerwissenschaftsportal Zooniverse.org.

Es ist bereits das zweite Mal, dass die Wissenschaftler auf die Unterstützung von Hobby-Tierforschern setzen: Zwischen 2015 und 2018 klassifizierten demnach schon einmal rund 50.000 Freiwillige mehr als 140.000 Videos. Mit Hilfe der so gewonnenen Daten leisteten sie einen Beitrag zu wissenschaftlichen Publikationen - etwa über die nächtlichen Aktivitäten von Schimpansen.

Chimp&See

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

WhatsApp Dark Mode: Fans bekommen endlich erste Hinweise

Der WhatsApp Dark Mode wird von vielen Nutzern sehnsüchtig erwartet. Erste Hinweise gibt es in einer Beta-Version von WhatsApp.
WhatsApp Dark Mode: Fans bekommen endlich erste Hinweise

"Moons of Madness" liefert Horror-Trip auf dem Mars

Der Mars ist nicht nur furchtbar weit weg, sondern in "Moons of Madness" auch noch höllisch gruselig. Das Adventure erforscht die Grenzen des Übernatürlichen und der …
"Moons of Madness" liefert Horror-Trip auf dem Mars

„Starlink“-Satelliten von SpaceX heute als „Lichterkette“ über Deutschland zu sehen

Die „Starlink“-Satelliten von SpaceX sind heute wie eine „Lichterkette“ über Deutschland zu sehen. Hintergrundinformationen und Beobachtungstipps.
„Starlink“-Satelliten von SpaceX heute als „Lichterkette“ über Deutschland zu sehen

Mega-WhatsApp-Skandal: Hat Saudi-Kronprinz Amazon-Boss gehackt?

Amazon-Chef Jeff Bezos könnte vom saudischen Kronprinzen über WhatsApp gehackt worden sein. Saudi-Arabien dementiert die Vorwürfe.
Mega-WhatsApp-Skandal: Hat Saudi-Kronprinz Amazon-Boss gehackt?

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.