Täter ist gewarnt

Stalkerware nur mit Sicherheitsplan löschen

Belästigung im Netz kann verschiedene Formen annehmen: Stalkerware auf dem Smartphone lässt sich an einem hohen Datenverbrauch oder an auffallend sinkender Akkuleistung erkennen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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Belästigung im Netz kann verschiedene Formen annehmen: Stalkerware auf dem Smartphone lässt sich an einem hohen Datenverbrauch oder an auffallend sinkender Akkuleistung erkennen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Es betrifft oft Frauen, die Täter sind meist Ex-Partner: Cyberstalking ist versteckte, digitale Überwachung durch das Smartphone. Zum Teil hinterlässt solche Software aber Spuren.

Berlin (dpa/tmn) - Belästigung im Netz kann in verschiedenen Formen auftreten. Wichtig ist, dass Betroffene wissen, wie sie bestmöglich reagieren können.

Beim Cyberstalking etwa geht es um Macht und Kontrolle: Mit sogenannter Stalkerware, einer Überwachungssoftware, hat der Täter Zugang zu allem, was auf dem Handy oder Laptop des Opfers geschieht. Selbst eine Fernsteuerung sei möglich, erklärt die Initiative Deutschland sicher im Netz (DsiN).

Erste Hinweise auf Überwachungssoftware können ein überhöhter Datenverbrauch oder eine auffallend sinkende Akkuleistung sein. Auch unbekannte, nicht selbst installierte Apps sollten Verdacht wecken, schreibt die Initiative in ihrem Ratgeber "Belästigung im Netz - kompetent kontern". Insofern wird das Smartphone am besten regelmäßig auf unbekannte Apps kontrolliert. Da diese als Beweis dienen können, sollten sie aber nicht entfernt werden.

Wird Stalkerware gelöscht, ist der Täter zudem gewarnt. Der Stalker weiß dann, dass die Software deaktiviert wurde. Opfer von Cyberstalking sollten daher einen Sicherheitsplan vorbereiten. Im Idealfall holt man sich dazu Hilfe, etwa bei Organisationen, die Opfer häuslicher Gewalt unterstützen.

© dpa-infocom, dpa:201015-99-956145/2

Ratgeber von DsiN

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