Nur noch für Nutzer ab 16

Tiktok führt Mindestalter für Direktnachrichten ein

Schluss aus, keine Direktnachrichten mehr für unter 16-Jährige bei TikTok heißt es ab dem 30. April. Wenn sie denn ihr wirkliches Geburtsdatum bei der Anmeldung angegeben haben. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
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Schluss aus, keine Direktnachrichten mehr für unter 16-Jährige bei TikTok heißt es ab dem 30. April. Wenn sie denn ihr wirkliches Geburtsdatum bei der Anmeldung angegeben haben. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Grooming ist ein großes Tiktok-Problem. Um Kinder und Jugendliche besser vor Nutzern mit bösen Absichten zu schützen, gibt es bald ein Mindestalter für Direktnachrichten. Doch die Sache hat einen Haken.

Berlin (dpa/tmn) – Tiktok-Nutzerinnen und –Nutzer unter 16 Jahren sollen bald keine Direktnachrichten mehr senden und empfangen können. Die neue Regelung gilt vom 30. April an, wie die Videoplattform mitteilt. Wer von der Änderung betroffen ist, erhält in der App eine Benachrichtigung und sollte seine Chat-Daten exportieren, weil vom Stichtag an auch kein Zugriff auf das Nachrichtenarchiv mehr möglich sein wird.

Aus Jugendschutzsicht funktioniert die neue Regelung allerdings nur, wenn Jugendliche ihr Alter bei der Anmeldung ehrlich angegeben haben. Tiktok hat in den Nutzungsbedingungen als Mindestalter 13 Jahre festgelegt. Das Alter wird aber nur abgefragt, nicht überprüft, so dass selbst Kinder auf der Plattform unterwegs sein können, wenn sie bei der Anmeldung geschummelt haben.

Eltern können sich mit App ihrer Kinder verbinden

Eltern, die das wissen oder vermuten, können dann nur noch im sogenannten begleiteten Modus verhindern, dass ihr Kind Direktnachrichten schreibt oder empfängt – oder zumindest festlegen, das Nachrichten nur noch mit befreundeten Nutzerinnen und Nutzern ausgetauscht werden dürfen.

Dazu müssen Eltern sich Tiktok aber erst einmal selbst installieren. Um besagten Modus zu aktivieren ruft man dann in den Einstellungen «Digital Wellbeing/Privatsphäre» und «Einstellungen/Begleiteter Modus» auf.

Anschließend wird ein QR-Code angezeigt, den das Kind mit seinem Smartphone scannen muss. So werden die Apps verbunden und das Kind willigt ein, dass die Tiktok-Nutzung reglementiert werden darf. Eltern können aber nicht sehen, welche Inhalte ihr Kind anschaut oder welche Nachrichten und Kommentare es erhält oder sendet.

Auf TikTok kursieren immer wieder Videos, die im Rahmen von Challenges aufgenommen werden. Bei der fragwürdigen „Kulikitaka-Challenge“ posten TikTok-Nutzer Videos, in denen sie Kühe erschrecken. Landwirte in Deutschland warnen und halten den Trend sogar für lebensgefährlich.*

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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