Lästiges Telefon-Marketing

Verbotene Werbeanrufe melden

+
"Was soll ich abonnieren - und woher haben Sie überhaupt meine Nummer?" - Eine ähnliche Situation mit belästigender Werbung am Telefon dürfte fast jeder schon einmal erlebt haben. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Unternehmen, die ihr Marketing mit telefonischen Werbeanrufen bestreiten, kann die Bundesnetzagentur mit hohen Geldbußen bestrafen - wenn Verbraucher Verstöße melden.

Bonn (dpa/tmn) - Unerbetene Werbeanrufe stellen eine unzumutbare Belästigung dar und sind deshalb verboten. Für eine Beschwerde benötigt die zuständige Bundesnetzagentur präzise Angaben. Betroffene sollten sich merken, was im Anruf beworben wird, und vor allem die Telefonnummer des Anrufers notieren.

Auch die Art und Weise der Gesprächsführung ist relevant, weil sie sich auf die Höhe eines möglichen Bußgeldes auswirken kann. Beschwerden sind per E-Mail, Online-Formular oder auch postalisch per Formular-Ausdruck möglich.

Firmen, die Verbraucher ungewollt mit ungewollter Werbung am Telefon (Cold Calls) überziehen, können von der Bundesnetzagentur mit einer Geldbuße von bis zu 300.000 Euro bestraft werden.

Gerade hat die Bundesnetzagentur ein Bußgeld in Höhe von 250.000 Euro gegen ein Pay-TV-Unternehmen verhängt, das nach Angaben der Behörde das Verbot unerlaubter Telefonwerbung wiederholt missachtet hat und gegen das bereits mehrfach Bußgelder verhängt worden sind. Mehr als 1000 Anzeigen gegen das Unternehmen seien aufgrund der jüngsten Cold-Call-Welle bis zuletzt eingegangen.

Werbeanrufe sind immer dann rechtswidrig, wenn man sie dem anrufenden Unternehmen nicht ausdrücklich erlaubt hat - und zwar schon vor dem Telefonat. Der Versuch, das Einverständnis gleich zu Beginn eines Gesprächs einzuholen, ist unzulässig.

Service:

Beschwerde-Kontakt: Bundesnetzagentur, Nördeltstr. 5, 59872 Meschede, Tel.: 0291/99 55 206, Fax: 0632/19 34 111, E-Mail: rufnummernmissbrauch@bnetza.de

Beschwerde wegen Telefonwerbung einreichen

Pressemitteilung zum jüngsten Bußgeldfall

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Komet „Atlas“: Hoffen auf einen Kometen, der mit bloßem Auge sichtbar ist

Der Komet „Atlas“ wird schnell heller - wird er der nächste Komet, der mit bloßem Auge sichtbar ist? Beobachter warten bereits lange darauf.
Komet „Atlas“: Hoffen auf einen Kometen, der mit bloßem Auge sichtbar ist

„Starlink“-Satelliten: Was hinter der „Lichterkette“ steckt, die über den Himmel zieht

Die „Starlink“-Satelliten von SpaceX sind am Himmel über Deutschland gut zu sehen. „Starlink“-Konkurrent OneWeb meldet unterdessen in der Coronkrise Insolvenz an.
„Starlink“-Satelliten: Was hinter der „Lichterkette“ steckt, die über den Himmel zieht

So können Sie den Supermond am 7. April abends beobachten 

Der Begriff Supermond stammt aus der Astrologie - trotzdem ist ein astronomisches Phänomen gemeint: Der Vollmond befindet sich besonders nah an der Erde.
So können Sie den Supermond am 7. April abends beobachten 

Corona: WhatsApp arbeitet mit der WHO zusammen - Wie Sie Fake-News erkennen 

WhatsApp arbeitet mit der WHO zusammen, um die Bevölkerung in Zeiten von Corona auf dem aktuellsten Stand zu halten. So informieren Sie sich über das Coronavirus.
Corona: WhatsApp arbeitet mit der WHO zusammen - Wie Sie Fake-News erkennen 

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.