Studie

Viele Smartphone-Käufer verraten ihre Umwelt-Überzeugung

+
Smartphones im Elektroschott - muss das sein? Solange sie noch funktionieren, eigentlich nicht, sagen viele Kunden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn

Anspruch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander - auch wenn es darum geht, noch funktionierende Geräte möglichst lange zu nutzen. Oft siegt doch die Lust auf Neues, zeigt eine Studie.

Berlin (dpa/tmn) - Zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland (67 Prozent) fühlen sich verpflichtet, Handys und andere elektronische Geräte möglichst lange zu nutzen. Sie wollen damit vor allem einen Beitrag zum Umweltschutz leisten (73 Prozent).

Außerdem halten sie Langlebigkeit für einen wichtigen gesellschaftlichen Wert (57 Prozent). Das geht aus einer repräsentativen Studie der Technischen Universität (TU) Berlin hervor.

Fragt man allerdings nach den Gründen für einen Neukauf, zeigt sich ein anderes Bild. Denn häufig kaufen Verbraucher ein neues Smartphone (67 Prozent), obwohl das alte noch funktioniert. Aus Umweltsicht deutlich besser sieht es etwa bei Waschmaschinen aus: Die ersetzt nur ein gutes Drittel (35 Prozent), obwohl sie noch laufen.

Der starke Glaube ans Neue

Gut jeder Zweite (54 Prozent) hat sein aktuelles Smartphone neu gekauft, weil er neue Modelle für leistungsfähiger hält. Fast ebenso viele (48 Prozent) nennen als Neukauf-Grund aber auch einfach die Freude am neuen Gerät. Rund ein Drittel (35 Prozent) möchte einfach ein neues oder das neueste Modell haben. Und für jeden Fünften (21 Prozent) entfalten Freunde mit neuen Smartphones eine Kauf-Sogwirkung. Hier waren Mehrfachnennungen möglich.

Und was ist, wenn das Smartphone tatsächlich kaputt geht? Dann schreiten sechs von zehn (59 Prozent) direkt zum Neukauf. Ans Reparieren denkt nur gut jeder Zehnte (11 Prozent). Anders verhalten sich viele Verbraucher bei einer defekten Waschmaschine: Zwar ist auch hier für 43 Prozent ein Neukauf die direkte Reaktion. Aber jeder Dritte (36 Prozent) versucht, das Gerät erst einmal reparieren zu lassen.

Smartphone-Nachhaltigkeit verbessert sich

Immerhin hat sich die Nutzungsdauer von Smartphones der Befragung zufolge auf durchschnittlich 2,7 Jahre erhöht. In einer vergleichbaren Studie der TU Berlin aus dem Jahr 2017 lag sie im Schnitt noch bei 2,3 Jahren. Für die jüngste Studie sind 1000 Menschen ab 18 Jahren in persönlichen Interviews im Sommer 2019 befragt worden.

Befragungsergebnisse

Pressemitteilung

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

WhatsApp: Kommt diese Corona-Änderung auch nach Deutschland? 

Der Messenger WhatsApp passt nun auch seinen Service aufgrund von Corona an. Ähnlich wie andere Internet-Dienste soll das die Infrastruktur entlasten.
WhatsApp: Kommt diese Corona-Änderung auch nach Deutschland? 

So sehen Sie die „Starlink“-Internet-Satelliten von SpaceX über Deutschland

Die „Starlink“-Satelliten von SpaceX sind am Himmel über Deutschland gut zu sehen. „Starlink“-Konkurrent OneWeb meldet unterdessen in der Coronkrise Insolvenz an
So sehen Sie die „Starlink“-Internet-Satelliten von SpaceX über Deutschland

Wird Komet „Atlas“ mit bloßem Auge sichtbar werden? Er wird konstant heller

Der Komet „Atlas“ wird schnell heller - wird er der nächste Komet, der mit bloßem Auge sichtbar ist? Beobachter warten bereits lange darauf.
Wird Komet „Atlas“ mit bloßem Auge sichtbar werden? Er wird konstant heller

Schwarzes Loch entdeckt: Seine Masse deutet an, dass es ein „Missing Link“ sein könnte

Ein schwarzes Loch haben Forscher mit Hilfe des „Hubble“-Weltraumteleskops entdeckt. Seine Masse deutet darauf hin, dass es ein intermediäres schwarzes Loch sein könnte.
Schwarzes Loch entdeckt: Seine Masse deutet an, dass es ein „Missing Link“ sein könnte

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.