Erste Fremdsprache

Hörspiele helfen Kindern bei Sprech-Blockade

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In der stillen Phase beim Fremdsprachenlernen saugen Kinder die neuen Vokabeln regelrecht auf. Das Sprechen kommt später. Foto: Jens Kalaene/dpa/dpa-tmn

Hat mein Kind Sprachtalent? Die Frage bewegt Eltern, wenn ihr Kind die erste Fremdsprache lernt. Wenn aber davon anfangs nichts zu hören ist, werden sie nervös. Dabei gibt es eine ganz einfache Erklärung.

Berlin (dpa/tmn) - Irgendwann ist es für jedes Schulkind so weit - es lernt die erste Fremdsprache. Seit Wochen läuft der Unterricht, das Kind spricht aber kaum Wörter. Eltern müssen nicht beunruhigt sein, dass nichts hängenbleibt.

Es könnte sich um die "Silent period" handeln, erklärt die Zeitschrift "Eltern family" (Ausgabe 02/2020). In der sogenannten stillen Phase werden Wörter aufgesaugt und verstanden, aber nicht gesprochen. Nach außen hin scheint es dann durchaus mal, als ob das Kind nichts lernt. Dabei rotiert sein Kopf: Neue Wörter und ihre Bedeutungen werden gespeichert und miteinander verknüpft, heißt es in der Zeitschrift. Anders als bei Kleinkindern, die fröhlich vor sich hinbrabbeln, seien Grundschulkindern Fehler peinlich. Deshalb könne die "Silent period" auch mal länger dauern.

Um die Kinder in der stillen Phase zu unterstützen, sollte man sie in Ruhe machen lassen. Es müsse nicht immer geredet werden, zuhören sei genauso sinnvoll. Gemeinsam mit dem Nachwuchs einfachen Geschichten aus Hörbüchern oder -spielen zu lauschen, lohne sich. Motivierend seien auch Lieder zum Mitsingen. Denn Singen macht glücklich - und mutig, die Wörter einer unbekannten Sprache auszusprechen.

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