Heile Welt unterm Tannenbaum?

Trennungskind an Weihnachten nichts vorgaukeln

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Keine heile Welt vorgaukeln: Heiligabend sollten Trennungskinder bei dem Elternteil verbringen, bei dem sie auch sonst überwiegend leben. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Weihnachten gilt als Fest der Familie. Haben sich die Eltern jedoch getrennt, stellt sich mit Blick auf das Kind oft die Frage: Wie wird gefeiert?

Hamburg (dpa/tmn) - Eltern gaukeln ihren Kindern an Weihnachten besser keine heile Welt unterm Tannenbaum vor. Wenn sie dem Kind zuliebe noch einmal mit dem Ex-Partner feiern, sei das ein Pseudoglück, das keinem Kind guttut.

So eine Aktion wecke nur falsche Hoffnung, schreibt die Zeitschrift "Kinder!" (Ausgabe Dezember 2019). Vor allem kleine Kinder suchen Orientierung. Wird zusammen gefeiert, gehen sie davon aus, dass Mama und Papa wieder ein Paar sind. Verabschiedet sich dann einer von ihnen, ist die Enttäuschung umso größer.

Heiligabend sollten Trennungskinder deshalb bei dem Elternteil sein, bei dem sie auch sonst überwiegend leben. Am ersten oder zweiten Weihnachtstag können sie dann noch einmal mit dem anderen Elternteil feiern.

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