Ostergruß verschicken

Viele Blumenläden liefern trotz Corona

+
Viele Floristen dürfen ihren Laden nicht mehr für den Kundenverkehr öffnen - ein Lieferservice ist aber möglich. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Viele Menschen können an Ostern ihre Verwandten nicht sehen - da wäre wenigstens ein Blumengruß schön. Doch in vielen Bundesländern dürfen Blumenläden nicht öffnen. Gibt es eine Alternative?

Gelsenkirchen (dpa/tmn) - Guten Nachrichten für alle, die zu Ostern einen Blumenstrauß an Verwandte und Freunde schicken wollen: Das ist weiterhin möglich.

Zwar dürfen wegen der Corona-Pandemie derzeit nur in sieben Bundesländern Blumenläden öffnen. Möglich ist dies - teils mit regionalen Einschränkungen - in NRW, Berlin, Hamburg, Hessen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, erklärt Nicola Fink vom Fachverband Deutscher Floristen. Aber auch in anderen Bundesländern sind viele lokale Floristen für ihre Kunden weiterhin da - mit einem neuen Vertriebsweg.

Auslieferung per Blumentaxi

"Etliche Blumengeschäfte haben kurzzeitig Webshops eingerichtet oder bereits vorhandene Webshops umfangreich ausgebaut", so Fink. Statt direkt an der Ladentheke eine Bestellung aufzugeben, können Kunden nun kontaktlos einkaufen - also per E-Mail, Fax, Telefon, Whatsapp oder über soziale Netzwerke Sträuße bestellen.

Zudem gibt es bundesweit zahlreiche kreative Initiativen vor Ort: "Mehrere Gärtnereien haben ein sogenanntes Blumentaxi ins Leben gerufen", nennt Patricia Steinborn vom Zentralverband Gartenbau (ZVG) ein Beispiel. Ein Anruf bei einem Geschäft am Wohnort der Verwandten und Freunden kann sich also lohnen.

Mindestens einen Tag vorher bestellen

Aber man sollte sich beeilen, zumindest wenn es um Lieferungen für das Osterwochenende geht: "Kunden sollten mindestens 24 Stunden Vorlaufzeit vor Auslieferung der Bestellung einplanen", rät Fink vom Fachverband Deutscher Floristen. Steinborn vom ZVG ergänzt: "Wie lange Lieferungen grundsätzlich dauern, sei sehr unterschiedlich. Kunden sollten dies vor Ort erfragen."

Auch überregionale Lieferdienste sind weiterhin tätig. Laut Fink sind etwa Bestellungen über Fleurop nahezu flächendeckend bundesweit möglich. Blume2000 weist auf seiner Kunden-Internetseite aber auf mögliche Einschränkungen hin: Die Blumenvielfalt sei reduziert und es gebe weniger Liefertermine als üblich. Neue Bestellungen seien außerdem erst nach Ostern wieder möglich auslieferbar.

Hintergrund: Bau- und Gartenbaumärkte haben nach Angaben des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) geöffnet in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen sowie selbstproduzierende Gärtnereien in Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Warum Kinder Lese-Monotonie lieben

Die Hasen-Geschichte können Eltern schon mit geschlossenen Augen mitsprechen. Langweilig? Nicht für kleine Kinder. Sie lieben Wiederholungen und einfache …
Warum Kinder Lese-Monotonie lieben

Halbgeschwister als Störenfriede?

Die Trennung der Eltern ist gerade einigermaßen verarbeitet, da bekommt Papa mit der neuen Partnerin ein Baby. Kinder kann das in widersprüchliche Gefühle stürzen - und …
Halbgeschwister als Störenfriede?

Klick-Tipps für Kinder bei sexuellen Übergriffen

In Zeiten von Corona sind sexuelle Übergriffe gegen Kinder schwerer aufzudecken. Doch es gibt Seiten im Netz, wo sie Hilfe finden.
Klick-Tipps für Kinder bei sexuellen Übergriffen

Entlastungen für pflegende Angehörige in der Corona-Krise

Geschlossene Einrichtungen oder in ihre Heimat zurückgekehrte Pflegekräfte: Angehörige von Pflegebedürftigen müssen während der Corona-Pandemie vieles selbst stemmen. …
Entlastungen für pflegende Angehörige in der Corona-Krise

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.