Frieden und Bier für Papa

Was Kinder sich vom Christkind wünschen

+
Lego, Playmobil und Computerspiele gehören zu den häufigsten Kinderwünschen vor Weihnachten. Aber auch Gesundheit und Frieden stehen auf vielen Wunschzetteln. Foto: Daniel Karmann

Briefe an Nikolaus und Weihnachtsmann drehen sich oft um Puppen, Lego oder PC-Spiele. Doch Kinder wünschen sich auch mehr Zeit mit Mama, weniger Krieg in der Welt oder dass ein geflüchtetes Kind bleiben darf.

Himmelstadt (dpa) - Zwischen Himmelpfort und St. Nikolaus türmt sich die Post an das Christkind & Co: Deutschlands Kinder haben die sieben Weihnachtspostämter erneut mit Hunderttausenden Briefen überschüttet.

Wunschzettel, Bilder und aufgeschriebene Gedanken werden zum Beispiel im bayerischen Himmelstadt beantwortet. Ehrenamtliche Helfer des Christkinds schicken ein persönliches Anschreiben sowie eine Weihnachtsgeschichte zurück. Besonders aufwendige, ans Herz gehende Zuschriften erhalten sogar eine mehrzeilige handschriftliche Antwort.

Inhaltlich drehten sich die Briefe an das Himmelstädter Christkind natürlich vor allem um Geschenkwünsche. "Lego, Playmobil, Anna und Elsa, Paw Petrol - alle Spielsachen, die in der Werbung zu finden sind, die sind auch auf unseren Wunschzetteln", sagte Rosemarie Schotte, Leiterin der Filiale in Himmelstadt. Viele wünschten sich aber auch Frieden in der Familie und in der ganzen Welt, dass arme Kinder auch Geschenke bekommen und dass Eltern nicht streiten.

Auch in den Briefen an das Christkind in Engelskirchen bei Köln wünschen sich Kinder häufig Gutes für andere. Auf etwa jedem zweiten Wunschzettel stehen Bitten um Freundschaften und mehr Zeit füreinander, sagte Britta Töllner von der Deutschen Post. Auch Gesundheit und Frieden stehen ganz oben. Danach kommen Spielsachen.

"Ein Junge wünscht sich, dass ein Flüchtlingskind in seiner Klasse sein Freund bleiben kann und nicht abgeschoben wird", sagte Töllner. "Wenn wir sie öffnen, fällt viel Glitzer heraus, und wir finden wunderschöne selbstgemalte Bilder und Zeichnungen." Auch Lustiges steht auf den Wunschzetteln: Ein Siebenjähriger erhofft sich vom Christkind ein Auto - und für seinen Papa ein Glas Bier.

Nicht nur Post aus Deutschland müssen die Helfer beantworten. Eine Herausforderung seien zum Beispiel die Briefe aus Amerika, Frankreich und China, sagt Manuela Verges vom örtlichen Heimatverein in Himmelsberg (Thüringen). Manche Kinder hätten gar keine Wünsche, sondern brächten ihre Vorfreude auf Weihnachten zum Ausdruck. Im brandenburgischen Himmelpfort stehen derweil bei den Kindern Gesellschaftsspiele und Bücher besonders hoch im Kurs.

Einen besonderen Service bietet das Postamt St. Nikolaus im Saarland. Dorthin können auch sehbehinderte und blinde Kinder schreiben: Der Nikolaus antwortet seit Neuestem auch in der ertastbaren Brailleschrift, wie der Vorsitzende des Festausschusses St. Nikolaus, Peter Gerecke, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Dieses Jahr seien schon sechs Antwortbriefe in Blindenschrift verschickt worden.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Siegel von Partnerbörsen oft zweifelhaft

Auf Siegel bei Online-Partnervermittlungen ist kein Verlass. Zu diesem Ergebnis kommen verschiedene Verbraucherzentralen nach einem Check der beliebten Kennenlernbörsen.
Siegel von Partnerbörsen oft zweifelhaft

Warum Kinder oft nichts von der Kälte merken

Zieh deine Jacke an! Setz deine Mütze auf! Eltern kommen sich wie eine Schallplatte vor, wenn sie Kinder vorm Frieren oder einer Erkältung schützen wollen. Sie fragen …
Warum Kinder oft nichts von der Kälte merken

Kranke bekommen eine Haushaltshilfe

Riesige Wäscheberge, ein leerer Kühlschrank, und das Kind müsste dringend in die Kita. Ein Notfall kann selbst gut organisierte Haushalte schnell ins Wanken bringen - …
Kranke bekommen eine Haushaltshilfe

Ab wann dürfen Babys Kuhmilch trinken?

Im Brei erlaubt, in der Flasche aber nicht? Für Eltern klingt das nicht unbedingt einleuchtend, hat aber aus Expertensicht einen wichtigen Grund.
Ab wann dürfen Babys Kuhmilch trinken?

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.