PC-Profis aus Taipeh

MSI: Vom ersten Mainboard bis zum Home Office – Die Geschichte hinter dem Drachen

MSI ist einer der beliebtesten Anbieter für PC-Tech. Gamer schwören auf die Firma, innerhalb seiner Geschichte, hat das Unternehmen aber noch viel mehr erlebt.

Neu-Taipeh, Taiwan – Den Namen MSI kennt eigentlich jeder. Spricht sich ja auch gut und geht locker von der Zunge. Was aber hinter den drei Buchstaben steht, wissen dann nur die Wenigstens. Tatsächlich ist die Geschichte von MSI um einiges spannender als man nach dem ersten Hirnzellenblitzen vielleicht denken würde. Hier geht es schon lange nicht mehr nur um Hardware für Gamer – MSI ist eine Marke, die mittlerweile so einiges auf dem Kerbholz hat. 

UnternehmenMicro-Star International
GründungAugust 1986, Taipeh, Taiwan
HauptsitzZhonghe, Taipeh, Taiwan
Umsatz4 Milliarden USD (2018)
GründerJoseph Hsu, Jeans Huang, Kenny Yu, Henry Lu, Wentong Lin

MSI: Wofür steht der Name und wie wurde die Tech-Firma zum Hardware-Drachen?

Micro-Star International, MSI steht für Micro-Star International: Also zu Deutsch so etwas wie ein Mini-Stern – habt ihr das gewusst? Ob der Name nun auf funkelnde Micro-Chips anspielt oder etwa als krachender Konter zum Weltunternehmen Microsoft mit ähnlichem Mini-Namen dienen sollte, ist nicht bekannt. Fakt ist aber, dass fünf taiwanesische Geschäftsmänner den Namen ihrem 1986 frisch gegründetem Unternehmen verliehen.

MSI wagte sich in den 80ern mitten in die Löwenhöhle der Tech-Industrie. Anders als der englische Name es aber vielleicht vermuten lässt, sitzt das Unternehmen nicht in Amerika, sondern in Asien. Von der Heimat Taiwan zeugt auch der stolze Drache im Firmenlogo des Hardware-Herstellers: Fire & Blood auf dem Banner, bevor Haus Targaryen das Ganze mainstreamfähig gemacht hat.

MSI: Vom ersten Mainboard bis zum Home Office – Die Geschichte hinter dem Drachen

Den ersten Dollar verdiente sich MSI übrigens mit der Serienproduktion von Mainboards. Als Aushängeschild dafür diente im Gründungsjahr 1986 das erste 286 Mainboard, das sich Übertakten ließ. Diesem Fokus hielt man in den kommenden Jahren weiter die Treue. Immer wieder innovierte MSI in dieser Zeit, brachte neue und gerade bei Gamern beliebte Mainboards auf den internationalen Markt.

Knapp zehn Jahre nach der Gründung von MSI ging man daher den nächsten logischen Schritt und erweiterte 1997 sein Sortiment erstmals um eine eigene Grafikkarte. Nur ein Jahr später ging das Unternehmen dann an die Börse in Taipeh. Unter dem Kürzel MSI ließen sich fortan auch kleine Teile vom großen MSI-Kuchen erwerben, der in den nächsten Jahren zur ausgewachsenen Torte anreifen würde. 

MSI: Liebe zum Gaming – Kaum zu trennen vom E-Sport

Mit dem neuen Jahrtausend am Horizont hieß es auch für MSI an anderen Ufern Anker zu legen. 2001 gründete man deshalb seine erste europäische Niederlassung in den Niederlanden. Die folgenden Jahre brachten immer wieder Neuerungen im Sortiment, die heute vielleicht alltäglich klingen, damals aber einiges an Gewicht mit sich brachten: Das erste WLAN- und Bluetooth-Mainboard, ein Grafiktablet und das erste MSI Notebook. Nun war man nicht mehr der reine Mainboard-Hersteller aus den 80ern – langsam mauserte sich MSI zum Weltunternehmen. Dabei schlich sich der Hardware-Drache besonders in die Herzen der Gamer. 

Viele professionelle Spieler schwören heutzutage auf MSI-Hardware. Kein Wunder also, dass MSI selbst untrennbar mit der E-Sport-Szene verbunden ist. Über die Jahre sponserte das Unternehmen weltweit über 20 verschiedene E-Sport Teams und richtete gleichzeitig sogar eigene Mega-Turniere aus. Das Kräftemessen der Gaming-Profis hörte auf den Namen MSI MGA und war mit hochpreisigen Gewinnsummen dotiert. Als ernstzunehmender Gamer kam man an dem Unternehmen aus Taipeh nur schwerlich vorbei. Aber warum auch, wenn die MSI Hardware eine gute Figur macht und Spieler zufrieden sind?

MSI: Der neue Stern im Home Office – Auch abseits von Gamern ein Name

Wirft man heute einen Blick auf das Line-Up von MSI, dann finden hier selbstverständlich die Grafikkarten, Motherboards und das professionelle Gaming Gear ihren Platz – abseits des bekannten Terrains suchen die Technik-Profis aus Taiwan aber auch ihren Weg in andere Gefilde. MSI vertreibt nun auch Komplett-PCs, Laptops, Monitore, Gehäuse, Wasserkühlungen oder sogar ganze Gaming-Chairs. Für die Zukunft plane man sogar ins Geschäft mit dem SSD-Speicher einzusteigen.

Ein neuer Fokus der mittlerweile über 30 Jahre agierenden Firma, sind dabei Content Creator und Business-Anwender. Dass sich diese Gruppen völlig von den Bedürfnissen klassischer Gamer unterscheiden, dürfte selbstredend sein. Während Gamer rohe Power und mächtige Grafikkarten lieben, brauchen Content Creator beispielsweise ein besonders zuverlässiges und narrensicheres Set-Up, gepaart mit hohen Auflösungen und besonders echt dargestellten Farben. Business-Rechner auf der anderen Hand, müssen vielleicht nicht Cyberpunk 2077* mit höchsten Ray-Tracing-Einstellungen in 60 Frames abspielen können, sondern sollen in erster Linie vielseitig einsetzbar, langlebig und maximal kompatibel sein.  

MSI: Kann nur Gaming? – Falsch gedacht, hier kommen auch Content Creator und Business-Pros auf ihre Kosten!

Kleines Beispiel gefällig? Aushängeschilder hierfür sind zum einen die MSI Business & Productivity Laptops. Mit ihrem entschlackten und minimalistischen Design müssen sich die Arbeits-Laptops keineswegs vor den vielen Konkurrenten auf dem Markt verstecken und machen sich mit ihrem Edel-Look gut in jedem Office-Space. Auch wenn der wohl in Zeiten von Corona nur von den wenigsten so genutzt wird, wie wir das vielleicht gewohnt sind.

Wie wäre es also mit einer kompakten All in One-Lösung für das Home Office? Hier gibt die MSI Pro Series* den Ton an. Keine riesigen Desktop-PCs, kein Kabel-Wust, kein Stress – die Pro Series lässt den Monitor zum Star werden. Die schlauen Füchse von MSI haben Motherboard, Prozessor und Co. nämlich einfach im Bildschirm verbaut. Anstatt sich zu Hause also sein Zimmer mit unnötiger Technik voll zu müllen, kann man das Wohnzimmer mit einem einzigen Bildschirm in ein stilsicheres Home Office verwandeln. Das ist nicht nur optisch eine Wohltat für Einrichtungsjunkies, sondern auch Nerven schonend. 

MSI: Rosige Zukunft für den roten Drachen – Vergangenheit, Gegenwart und Fortschritt

Hinter dem roten Drachen verbirgt sich doch mehr als man zunächst denken würde. Seinen Namen machte sich MSI mit Mainboards. Dann avancierte man schnell zum Liebling der Gamer und feierte beständig Erfolge, schrieb das Thema E-Sport stets groß und versuchte sich an immer neuen Herausforderungen.

MSI steht für State of the Art Hardware für Gamer, Content Creator und Business-User.

Heute sind MSI-Produkte bei Gamern nicht mehr wegzudenken. Seien es nun die Grafikkarte oder gleich der Gaming-Laptop – hier findet sich für jeden das richtige Stück Hardware. Jenseits des Tellerrands mausert das Unternehmen nun aber auch zum Supplier für andere Bedürfnisse. Seien es nun kreative Wilde oder eben ausgeklügelte Business-Lösungen, die gerade in der aktuellen Pandemie händeringend gesucht sind und das Leben in den eigenen vier Wänden enorm erleichtern können. *ingame.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © MSI

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.