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Steuer 2023: Von Homeoffice-Pauschale bis Kindergeld – das soll sich ändern

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Von: Carina Blumenroth

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Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf für ein Inflationsausgleichsgesetz beschlossen. Unter anderem geht es um das Kindergeld.

Alles wird teurer: Lebensmittel, Strom und Gas – damit ein paar Kosten aufgefangen werden, hat die Bundesregierung unter anderem Entlastungspakete beschlossen. Das dritte Paket soll bald kommen. Vielleicht gehören Sie schon zu denjenigen, die aus einem anderen Entlastungspaket die 300 Euro Energiekostenpauschale erhalten haben? Vermutlich reicht das alles aber nicht aus, damit Bürgerinnen und Bürger über die Runden kommen. Geplant sind auch Steueränderungen ab 2023. Das Bundeskabinett hat am 14. September einen entsprechenden Regierungsentwurf verabschiedet.

Steuer 2023: Ziel von Bundesfinanzminister Christian Lindner

Das soll sich laut Gesetzesentwurf bei der Steuer ändern

Geplant ist eine stufenweise Anhebung des Grundfreibetrags. Die erste Anhebung soll voraussichtlich zum 01. Januar 2023 in Kraft treten. Die Anhebung soll 285 Euro betragen, insgesamt gäbe es dann einen Grundfreibetrag von 10.632 Euro. Für 2024 sei eine weitere Anhebung um 300 Euro vorgesehen.

Des Weiteren soll der sogenannte Spitzensteuersatz (42 Prozent) verändert werden:

bisher20232024
Spitzensteuersatz (42 Prozent)ab 58.597ab 61.972ab 63.515

Die sogenannte Reichensteuer (45 Prozent) soll gleich bleiben. Diese liegt bei 277.826 Euro.

Weitere geplante Änderungen im Überblick:

Nach Angaben des Spiegels wird die Mehrwertsteuersenkung für Gas den Staat bis März 2024 rund elf Milliarden Euro kosten. Die Steuersenkungen sollen von den Unternehmen an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergereicht werden.

Gesetzesbücher und Hammer
Am 14. September verabschiedete das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf für die Steueränderungen 2023. © Marina5/Imago

Förderung von Solaranlagen mit dem Jahressteuergesetz

Solaranlagen auf den Dächern privater Häuser sollen gefördert werden. In dem Zusammenhang soll die Lieferung und die Installation von Photovoltaikanlagen von der Umsatzsteuer befreit werden. Auch Einnahmen aus dem Betrieb sollen bis zu einem bestimmten Niveau von der Ertragssteuer befreit werden.

Steuer 2023: Beiträge zur Rentenversicherung sollen von der Steuer absetzbar sein

Bereits im kommenden Jahr sollen Beiträge zur Rentenversicherung von der Steuer absetzbar sein. Nach derzeitigem Recht wäre das erst 2025 der Fall. Dies ist bereits im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung verankert. Hintergrund dessen ist ein Verbot der Doppelbesteuerung – momentan werden sowohl das Einkommen, als auch die Rentenbeiträge besteuert.

Wie geht es weiter mit den Steueränderungen 2023

Das Bundeskabinett hat den Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht, jetzt müssen Bundestag und Bundesrat darüber abstimmen, bevor ein Ergebnis verkündet werden kann. Auch Ergebnisse aus dem 14. Existenzminimumbericht und dem 5. Steuerprogressionsbericht könnten einfließen. Diese werden im Herbst 2022 erwartet.

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