Kindheitserinnerung

"Bares für Rares": Dieses Lego-Set überrascht selbst die Händler

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Gehen Sie gut mit Ihren Lego-Steinen um, denn sie könnten mal viel wert sein.

Original verpackt von 1956 und 1957: Eine Verkäuferin bringt bestens erhaltene Lego-Sets zur ZDF-Sendung. Doch dann beschweren sich die Zuschauer.

Das gibt es nur noch selten: Ute Moissidis brachte in die ZDF-Sendung "Bares für Rares" einen Lego-Schatz aus den Jahren 1956 bis 1957. Die Sammlung bestand aus mehreren kleinen und einigen großen Sets. Die zum Teil vollständig sowie bestens erhalten und im Original-Karton verpackt waren - ein Traum für jeden Lego-Sammler.

"Wow" und "sensationell": Horst Lichter und Experte sind begeistert

Als Moderator Horst Lichter das alte Spielzeug sieht, fällt ihm nur noch das Wort "Wow" ein. Mit den Lego-Sets hat die Verkäuferin bereits in der eigenen Kindheit gespielt und sehr gut darauf aufgepasst. Auch Experte Sven Deutschmanek ist begeistert und bezeichnet vor allem die Systemkästen als sensationell.

Diese seien speziell für Lego-Sammler sehr interessant. Bei den Systemkästen handelte es sich um eine Feuerwehrstation, eine VW-Verkaufsstation und eine Tankstelle. Aber nicht nur Lego-Fans seien potentielle Interessenten dafür, sondern auch Feuerwehr- und VW-Sammler. Das war aber noch nicht alles was die Verkäuferin mitgebracht hatte. Auch eine Spielmatte war dabei.

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Lego aus den 50er Jahren soll 800 Euro wert sein

Moissidis hatte sich einen Preis vonrund 300 bis 400 Euro vorgestellt. Mit dem Schätzpreis des Experten hat sie aber nicht gerechnet. Deutschmanek nannte einen Verkaufspreis von 800 Euro. Klingt anständig, aber viele Menge Zuschauer der Folge empfanden die Schätzung als deutlich zu gering.

Im Gegensatz zu den Händlern. Diese wollten zunächst nicht so viel Geld auf den Tisch legen, obwohl Händler Ludwig Hofmeier von dem Lego-Set sehr begeistert war. Das erste Angebot stammte von Walter Lehnertz. Gerade mal 80 Euro bot er für alles. Kollege Wolfgang Pauritsch fand das auch noch "super".

Erfahren Sie hier: Bares für Rares: Händler machen lächerliches Angebot für seltene Uhr.

Schleppende Verhandlung und ein niedriger Verkaufspreis

Langsam steigerten sich die Angebote. Die 120 Euro von Hofmeier waren Verkäuferin Moissidis aber noch viel zu wenig. Offenbar hatte keiner von ihnen Ahnung, wie viel das Lego-Set aus den 1950er Jahren wirklich wert ist. Als die Verkäuferin ihre Schmerzgrenze von 500 Euro nannte, staunten die Händler nicht schlecht.

Nur noch Hofmeier versuchte weiter, das Set zu kaufen und steigerte sich immer weiter. Als die Verkäuferin damit drohte, alles wieder mitzunehmen, bot Hofmeier doch noch 500 Euro und erhielt den Zuschlag. Die Zuschauer, die unter der Folge kommentierten, konnten nicht glauben, wie wenig Ahnung die Händler von Lego haben und waren auch überrascht über den ihrer Meinung nach viel zu geringen Verkaufspreis.

Fans in Rage: Wurde die Lego-Sammlung wirklich zu günstig verkauft?

Die Aufregung in den Youtube-Kommentaren zur Lego-Folge von "Bares für Rares" war groß. Oft war die Rede, dass der Verkaufspreis viel zu niedrig und auch der Experte mit seinem Schätzpreis völlig daneben lag. Aber was ist dran an den Vorwürfen? Diese Frage stellte sich auch Lego-Blogger Lukas Kurth von Stonewars.de nach der Folge und startete seine eigene Preisrecherche.

Das Ergebnis: Die Einschätzung von Sven Deutschmanek war gar nicht so falsch, wie viele Kommentatoren behaupten. Kurth hat die aktuellen Preise für die Lego-Stücke auf Ebay und Bricklink untersucht und kommt nach seiner Rechnung auf etwa 900 Euro - also in ähnlichen Sphären wie Deutschmanek. Auch die 500 Euro die Hofmeier für alles zahlte, sind nicht so verkehrt. Immerhin muss bedacht werden, dass er die Stücke weiterverkaufen und Gewinn machen will - er ist auch nur ein Händler.

Faszinierendes Video: Hier fährt ein Bugatti komplett aus Lego

Auch interessant: Alles fake? Hier redet sich Lichter in "Bares für Rares" um Kopf und Kragen.

anb

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